06.04.2013, Tschauner meets Köhler, treffende Torleute unter sich

Samstag, am frühen Nachmittag ist der FC St. Pauli in Dresden zu Gast. Die Hamburger haben ihren Kopf aus der Abstiegsschlinge gezogen, in der Dynamo hängt, der Stuhl unter uns aber noch irgendwie Kontakt zum Boden hat. Um die Bedeutung des Spieles für Dynamo muss man keine großen Worte verlieren, die Heimbilanz ist mit 3 Siegen und 5:0 Toren bisher makellos. Möge es so bleiben!

Seit Montagabend ist der Paulianer Philipp Tschauner in aller Munde. Pünktlich zum persönlichen Jubiläum beschenkte sich der Torwart unseres diesmaligen Gegners, dem FC St. Pauli selbst, indem er in seinem 100. Zweitligaspiel sein 1.Tor aus dem Spiel heraus köpfte. Überspitzt kann man ergänzen, während bei uns fast niemand trifft, netzt in Hamburg sogar der Torwart ein… deren 30 Tore snd jedoch auch keine „große“ Saisonleistung!

Sofort wurden in verschiedenen Medien seine Vorgänger benannt. Neben Jens Lehmann, der im Revierderby 1997 das erste Tor eines Hüters in der Bundesliga aus dem Spiel heraus erzielte oder Hans-Jörg Butt, der mit 26, bisher die meisten Elfmetertore eines Tormannes für sich verbuchen durfte, enthielt diese Liste natürlich auf Frank Rost, der mit dem SV Werder Bremen in der Saison 2001/02 als Torschütze mit seinem Verein ein 2:3 in der 90. Minute und der Nachspielzeit noch in ein 4:3 gege den FC Hansa Rostock drehen konnte.

Fehlen neben den Großen aus der 1. Bundesliga aus Dresdner Sicht einmal Darko Horvat als ehemaliger Dynamospieler, der im Frühjahr 2009 für den Halleschen FC als Kopfballtorschütze auf Torjagd zu einem 2:2 bei Türkiyemspor Berlin ging und natürlich Thomas Köhler, unser derzeitiger Torwarttrainer.

Zu Zeiten des 2. Engagements von Thomas Köhler bei Dynamo Dresden lagen zwischen den Hoffnungen und Wünschen des Vereins und der Realität nicht nur 2 Ligen. Seit dem Lizenzentzug 1995 schickte sich der Herbst 1998 für den Verein an, bereits im 1.Saisondrittel die eigentlichen Ziele aus den Augen zu verlieren. Mit 3 Siegen, 1 Unentschieden und 3 bitteren Niederlagen gegen den VfB Leipzig, Rot-Weiß Erfurt und Erzgebirge Aue war die Lage in Dresden ungemütlich. Auch im Heimspiel gegen Stahl Eisenhüttenstadt war Dynamo Dresden kurz vor einer weiteren Niederlage. Wahrscheinlich schmerzte an dieser Situation nicht nur die drohende Pleite an sich, sondern war der Frust groß, dass neben den alten Oberligagegnern nun auch die aus Dynamosicht „Kleinen“ verloren werden konnte. Nachdem die Eisenhüttenstädter mit 2:1 kurz vor dem Auswärtssieg standen, verhinderte ein Spurt von Thomas Köhler über das gesamte Feld und das Versenken eines Eckballes in die Maschen die 4. Dresdner Niederlage im 8 Spiel der Saison.

Ich hoffe, dass sich die Geschichte am Samstag nicht unbedingt wiederholt. Auch, wenn ich Benjamin Kirsten ein Tor gönnen würde, wünsche ich mir kein Unentschieden kurz vor knapp, wie es Thomas Köhler, Darko Horvat oder just Philipp Tschauner mit ihren Treffern jeweils zum 2:2 kurz vor dem Ende gelang. Wir benötigen ein schwarzgelbes Lebenszeichen, einen Sieg!

2 Gedanken zu „06.04.2013, Tschauner meets Köhler, treffende Torleute unter sich

  1. Sven P.

    Na dann hoffen wir mal auf ein klares 2:0 🙂
    Lebenszeichen sind immer wichtig, so einen richtigen Kampf kann ich nur leider aktuell nicht erkennen, nach 20 Minuten fehlt uns immer irgendwie die Luft und der Gegner dreht alle Spiele.. Auf gehts!!!

    P.S. Bin immernoch davon überzeugt, das es diese Saison die meißten Unentschieden seit längeren (Vereinsübergreifend) gab. Und somit sind die 30 Tore ja garnicht mal so schlecht 😛

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