06.05.2012 FSV Frankfurt – SG Dynamo Dresden

Ein Nachteil der 2. Bundesliga ist das viel zu rasche Saisonende. Haben wir in der 3. Liga 38 Saisonspiele gehabt und dann noch eine dramatische Relegation mit Glücksgefühlen dran gehangen, so ist am kommenden Sonntag definitiv Schluss. Ich hätte gern noch ein paar Spiele drangehangen. Nun heißt es wieder Abschied nehmen, denn laut Ralf Loose steht uns der nächste Umbruch bevor. Kein Wunder bei 5 Leihen (Subasic, Walch, Dedic, Savic, Knoll), mehreren Spielern, die des Trainers Ansprüchen nicht genügen (Müller, Kegel, Möckel, Stoll, Jungnickel, Pfeffer (?)), langwierigen Verletzungen (Eilhoff), gezogenen Kündigungsklauseln (Hesl) oder immer wieder auftauchenden und befeuerten  Abgangsgerüchten (Poté). Mal sehen, wer denn nun eigentlich bleibt und wer dazukommen wird. Spannende Wochen liegen vor uns!

Aber zuvor gibt es ein letztes Spiel gegen den FSV Frankfurt, ein Spiel mit nahezu unbekannten Gegner und keinerlei Historie. Bisher gab es eine einzige Begegnung in Dresden und die endete 2:2.

Der FSV Frankfurt ist eine erfahrene „Zweitligaabstiegskampfmannschaft“. Auch, wenn der Stammkader immer wieder ausgetauscht wird, die Mannschaft nimmt auch schwierigste Bedingungen an und meistert sie erfolgreich. Wie die Hinrunde in dieser Saison mit gerade 14 Punkten und 2 Auswärtssiegen. Erst am 23. Spieltag gab es gegen den Karlsruher SC den ersten Heimdreier und dieser brach den vermeintlichen Fluch. Siege gegen den TSV 1860 München und Alemannia Aachen folgten und seit Karlsruhe sind die Frankfurter seit 6 Heimspielen unbesiegt.

Seit dem Aufstieg der kleineren Frankfurter Mannschaft 2008 ist unser letzter Gegner auf 38 Saisonpunkte festgelegt. 2008/09, 09/10 und 10/11 war es jedesmal dieselbe Summe an Punkten. Ob es ein Vor- oder Nachteil ist, dass es dieses Jahr mit aktuell 34 erreichten Punkten definitiv keine 38 mehr werden, weiß ich nicht. Auf alle Fälle werden sie motiviert genug sein, ihre Saison nicht mit mehr Heimniederlagen (4) als Siegen (3) zu beenden.

Das Stadion wird am Sonntag laut der Homepage des Gastgebers nahezu ausverkauft sein, was eher ungewöhnlich ist. Mit einem Schnitt von 5 100 Zuschauern sind sie der am schlechtesten besuchte Zweitligist Deutschlands. Auch ihr Heimspiel gegen den großen Bruder Eintracht in deren Stadion vor mehr als 50 000 zahlenden Gästen ändert nichts an der bestehenden Zuschauertristesse.

Einen Blick mehr sollte unsere Verteidigung auf den Frankfurter Leihspieler Ilijan Micanski werfen, der in der Rückrunde 8 Tore erzielte. Zweiter Torjäger ist Macauley Christantus mit ebenfalls 8 Saisontoren, der jedoch in der Rückrunde nur noch als Einwechsler zum Zug kommt.

Ich hoffe auf ein letztes schönes Spiel mit einem Dresdner Sieg, kann aber auch mit einem Unentschieden beruhigt die Saison beenden. Am spannendsten finde ich die Frage, ob Alexander Schnetzler noch sein Ligaspiel bekommen wird. Cheikh Gueye hat mit seiner 5. gelben Karte ja gute Vorarbeit geleistet…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*