07.02.2015, Traditionen

Werfen wir einmal einen Blick zurück in die Geschichte. Die Vereine der ehemaligen DDR, welche inzwischen jedes Spiel gegeneinander als „Ostderby“ titulieren, traten in einer gemeinsamen Oberliga an und kürten untereinander ihren Meister. In umkämpften Duellen gab es große Siege und unerwartete Niederlagen, durchaus fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, die für eine Menge an Gesprächsstoff sorgten, Spieler mit großen Namen und noch unbekannte Sternchen, die es einmal werden wollten.

Inzwischen sind die Zeiten etwas schwieriger geworden. Eine gemeinsame Liga gibt es nicht mehr und es scheint, als ob man sich untereinander darauf verständigt hat, sich in Liga 3 zu sammeln. Jedenfalls haben in der letzten Saison der FC Energie Cottbus und unsere Wenigkeit alles dafür getan, diese Liga zu stärken. Inzwischen scheint der FC Erzgebirge Aue seine Freude am erfolgreichen Spiel ohne die vielen Gegner von früher verloren zu haben und nachdem sich der FC Union Berlin im Spätsommer 2014 recht schwer tat, in die Saison zu finden, konnte man fast vermuten, die Eisernen hätte auch Sehnsucht nach den alten Duellen, die diesmal so gehäuft in Liga 3 stattfinden.

Gefühlt finden wir uns in dieser „Traditionsliga“ gut zurecht. 2 Siege gegen Energie, je einer gegen Hansa und „Karl-Marx-Stadt“, ein Unentschieden bei den Chemikern vom HFC, einzig im „Georgij-Dimitroff-Stadion“ fanden wir unseren Meister, der uns ein klein wenig erdete.

Aktuell ergibt sich folgendes Tabellenbild:

  1. 1.FC Union Berlin
  2. BSG Wismut Aue
  3. FC Rot-Weiß Erfurt          7 Spiele (5S/2U/0N)  17 Punkte  13:03 Tore
  4. SG Dynamo Dresden      6 Spiele (4S/1U/1N)  13 Punkte  09:05 Tore
  5. Hallescher FC Chemie    6 Spiele (3S/1U/2N)  10 Punkte  07:07 Tore
  6. FC Energie Cottbus         7 Spiele (2S/1U/4N)   07 Punkte  04:08 Tore
  7. FC Karl-Marx-Stadt         6 Spiele (2S/0U/4N)  06 Punkte  05:06 Tore
  8. FC Hansa Rostock           6 Spiele (0S/1U/5N)   01 Punkt    03:12 Tore
  9. BSG Sachsenring Zwickau
  10. BSG Motor Nordhausen
  11. 1.FC Magdeburg
  12. FC Carl Zeiss Jena
  13. BFC Dynamo

Ob man davor noch RasenBallsport Leipzig oder dahinter die BSG Motor Babelsberg setzen möchte, damit man ein komplettes Starterfeld von 14 Oberligamannschaften erhält, sei jedem Leser selbst überlassen.

Wir haben also alle Chancen, in diesem, bereits Staub ansetzendem Bereich der geschichtlichen Historie, noch einen Rang nach vorn zu kommen. Dafür sollten unsere Goldfüße am Samstag, im direkten Duell mit den Rot-Weißen erfolgreich sein. Wer von unseren grippegeplagten Spielern auflaufen wird, ist noch nicht bekannt gegeben worden. Zu den bekannten Verletzten haben sich noch Dennis Erdmann und Dominic Baumann zum Absitzen ihrer Sperren hinzugesellt. Wahrscheinlich wird mit Robert Andrich dafür unsere allerletzte Verpflichtung für diese Spielzeit erstmals im Kader stehen.

Hoffen wir, dass es anders als in Münster nicht nur eine Einzelaktion sein wird, über die gejubelt werden kann. Verunsichern lässt sich die Mannschaft hoffentlich nicht durch die gespenstische Stille, die im Stadion herrschen wird. Vielleicht können ja unsere zugelassenen Pressevertreter um Jens Umbreit oder Sven Geisler eine Gänsehautstimmung erzeugen?! Ich hätte ihnen gern geholfen, aber der „Sieg auf ganzer Linie“ ( http://ultras-dynamo.de/ud2010/news/index/page:2 ), wie es in der  Onlinepräsenz der Ultras Dresden nach dem Spiel bei Hansa am 30.11.2014 zu lesen war, hat dazu geführt, dass ich, wenn ich mich schon einmal über ein freies Wochenende freuen darf, dies nicht im Stadion verbringen werde…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*