13.Dezember 2014, Cottbus kann kommen…

… sie sind ein gern gesehener Gast in Dresden.

Die letzten drei Heimspiele, alle in Liga 2, konnten wir in einem jeweils gut gefüllten Stadion siegreich gestalten. Auch diesmal sind wir auf einem guten Weg, am Samstag die stattliche Zuschauerzahl von mindestens 28 000 Anhängern, welche zum großen Teil die dynamischen Siege feierten, erreichen zu können.

Ein besonderer Freund der Cottbuser war zu Zweitligazeiten sicherlich Mickael Poté, welcher ziemlich genau vor drei Jahren, am 11.Dezember 2011 beide Tore zum 2:1 Sieg erzielte und auch beim letzten 1:0 Heimerfolg am 27.Oktober 2013 erfolgreich war.

Auch zur heimischen 60-Jahrfeier waren die Cottbuser ein großzügiger Gast. Ihr Innenverteidiger Julian Börner verabschiedete sich bereits nach einer halben Stunde nach einem groben Foulspiel mit einer roten Karte, trotzdem konnte Dynamo die numerische Überlegenheit kaum nutzen. Das einzige Tor gelang anstatt des zu diesem Zeitpunkt verletzten Mickael Poté seinem Vertreter Pavel Fort. Sebastian Schuppan versemmelte kurz vor Spielschluss noch einen Foulelfmeter. Dynamo macht es halt immer spannend!

Auch am Samstag wird es voraussichtlich sehr körperbetont und ergebniseng zugehen. Es würde mich nicht wundern, wenn wir bereits vor Weihnachten die acht Unentschieden der gesamten Saison 2009/10 und 2010/11 übertreffen würden. Damit könnte ich jedoch noch eher leben als mit der Prophezeiung meines energieliebenden Kumpels Michael: 0:0 bis kurz vor knapp, dann ein Freistoß für Cottbus, Flanke Mattuschka (bereits fünf Torvorlagen in dieser Saison) und Kopfballtor Möhrle (bisher schon vier Treffer als Innenverteidiger, alle in den letzten sechs Spielen!).

Das muss ich wirklich nicht haben!

Daher wird es wohl so geschehen: In einem chancenarmen Spiel steht es bis wenige Zeigerumdrehungen vor Spielschluss wirklich noch 0:0, mit dem sich alle bereits irgendwie abgefunden haben. Damit sind wir natürlich unzufrieden aber es ist besser als Nichts, denn  die Angst vor einem erneuten Last-Minute-Knock-Out ist auf dem Rasen und den Rängen allseits deutlich spürbar. Der kurz vor Schluss eingewechselte „Fußballgott“ Cristian Fiel flankt ein letztes Mal auf ein rot-gelbes Spielerknäuel im Strafraum der Gäste. Köpfe gehen ein letztes Mal dem Ball entgegen, Hände werden genutzt, um zu verhindern, dass der eigene Schädel vom Gegner in eine ungünstigere Position verschoben wird. Wem letztendlich die Pille auf den Schädel saust, ist auch nach der elften Zeitlupe nicht einwandfrei ermittelbar, ist aber auch egal, denn am Torwart vorbei schlägt der Ball im Netz der Cottbuser ein und das Dresdner Stadion explodiert in einem massiven Freudengeschrei. Im Block der Gäste herrscht gleichzeitig die in Dresden allseits bekannte Sprachlosigkeit nach erlittenen Last-Minute-Punktverlusten. Der Schiedsrichter nimmt die Pfeife zum Mund, entscheidet auf Tor und beendet gleichzeitig das Spiel. Dynamo gewinnt, die Serie hält und unser neuer Tabellenplatz ist genau da, wo er immer sein sollte, vor Energie!

Damit könnte ich leben!

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