19.05.2013, knüppelhartes Endspiel gegen Regensburg, ehe wir uns freudentrunken in den Armen liegen

Nachdem am vergangenem Wochenende noch einige Zahlenspielereien möglich waren, liegt nun ein wenig mehr Klarheit über dem letzten Spieltag der 2.Bundesliga. Die Abstiegssorgen von Duisburg, Paderborn und Ingolstadt waren zuletzt sowieso eher theoretischer Natur, aber das Peter Neururers Haarschopf jetzt blau-weiß gefärbt ist, verdankt er Aue und Dresden, die diese Wette wohl unbedingt eingelöst sehen wollten. Der letzte Sieg vom FC St. Pauli gegen den auch so glücklichen Aufsteiger aus Braunschweig zeigt einmal mehr deutlich, dass es doch verdammt schwer ist, sich zu Höchstleistungen aufzuraffen, wenn das große Ziel bereits erreicht wurde.

Bleibt also noch unser Verein, der ja durchaus motiviert sein dürfte, da das Ziel bisher noch nicht erreicht worden ist. Neben uns ist Erzgebirge Aue der einzige Verein der 2.Bundesliga, der noch die letzte offene Frage klären muss. Während 7 Spiele reinen Sommerfußball bieten, reisen die Erzgebirgler nach Sandhausen, während wir Regensburg empfangen, um den Relegationsplatz auszuspielen.

Auf dem ersten Ohr klingt unsere Aufgabe einfacher. Sei es einerseits der Heimvorteil, welcher unter Trainer Peter Pacult wirklich wieder zu einem geworden ist. Unter seiner Leitung gab es fünf Siege, ein Unentschieden gegen Duisburg und nur eine Niederlage gegen Köln. Nimmt man dazu den Vereinsvergleich von www.transfermarkt.de, dann wird auch etwas klarer, warum unsere Aufgabe nicht nur so klingt, sondern wohl auch ist: Regensburg holte aus den letzten 10 Spielen gerade einmal zwei Unentschieden, verlor die meisten Spiele jedoch sehr knapp. Die Bilanz von der Mannschaft, die uns am Sonntag mit einem Sieg gegen Aue hoffentlich rettet (solang wir es nicht selbst mit einer Niederlage vergeigen), ist da etwas besser. Sie holten im gleichen Zeitraum von zehn Spielen immerhin acht Punkte. Auch ihre Erfahrung im Zweitligabetrieb ist mit derzeit 1 567 Spielen mehr als doppelt so groß wie die der Regensburger aber auch etwas mehr als 100 niedriger als die der Auer. Aber für einen Auer Punktverlust wird die Sandhausener Erfahrung und ihr letztes Heimspiel daheim in der 2.Bundesliga hoffentlich reichen.

Im Verein scheint die Sonne

Wer noch einen weiteren Punkt für das sich dann einzustellende Glücksgefühl benötigt, der für uns spricht, dem sei gesagt, dass der SV Sandhausen in dieser Woche mit Alois Schwartz einen neuen Trainer vorgestellt hat. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass er, sollte er auf der Tribüne sitzen, sich den einen oder anderen Spieler seiner neuen Mannschaft anschaut. Massig Angebote wird es für die Spieler bestimmt nicht geben und so wird es den einen oder anderen freuen, wenn er dem neuen Trainer zeigen kann, wieso es gut wäre, ihn in Sandhausen zu behalten.

Der Geschäftsführer von Dynamo Dresden, Christian Müller, erhöhte in einem Interview mit MDR-Info dezent den Druck auf die Dresdner Mannschaft, indem er ab Minute 2:30 erklärt, wie das Worst-Case-Szenario starke Einschnitte in den Verein werfen würde, wo doch die Lizenz für die 3.Liga derzeit noch nicht einmal erteilt ist. http://www.mdr.de/mdr-info/sport/audio547030.html Lassen wir es nicht soweit kommen und siegen einfach am Sonntag. Alles andere können wir sowieso nicht beeinflussen, und so müssen wir hoffen, dass der eine oder andere Punkt zutrifft und wir wenigstens einen klitzekleinen Punkt mehr holen als die Auer, die nach ihrem Trainerwechsel von Karsten Baumann zu Falko Götz beide Spiele unter dem neuen Übungsleiter verloren haben.

So viele gute Omen müssen jetzt aber wirklich reichen!

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