20.12.2013, mit Glühwein und ohne Schnee gegen Bochum

Als ich am letzten Sonntag auf Twitter die Zwischenstände der Spiele der 2.Bundesliga sah, wusste ich, als der FSV Frankfurt zwischenzeitlich aus einem 0:3 ein 2:3 erreicht hatte, dass es für den Karlsruher SC wohl nicht mehr reichen würde. Nach Abpfiff war aus Dresdner Sicht dann klar, dass der 18.Spieltag im deutschen Unterhaus ein sehr bescheidener war. Von Platz 13 auf geradem Weg hinunter auf einen direkten Abstiegsplatz, quasi von Himmelhochjachzend in eine kleine Depression. Aber die kleinen Tiefs kennen wir ja inzwischen und so wird uns die Niederlage gegen Köln auf unserem Weg hoffentlich eher erden als deprimieren!

Doch dieser Spieltag war wirklich verhext! Die Auer aus dem Erzgebirge und der FC Ingolstadt zitterten sich mit einer Nullnummer beide an uns vorbei. Die Aufstiegskandidaten aus Fürth gingen auf der Bielefelder Alm unter, während es dem bisher überzeugenden Aufsteiger aus Karlsruhe auf Leverkusener Art nicht gelang, einen klaren 3:0 Vorsprung über die letzten 25 Minuten zu retten. Das dazu noch Cottbus die Energie fehlte, bisher enttäuschende Düsseldorfer in unserer und irgendwie auch eigener Reichweite zu halten, rundet den Spieltag vollständig ab.

Nun sollte der dynamische Kopf oben bleiben! Die Voraussetzungen hierfür sind zum Glück nicht so schlecht. Jedoch sollte man es unterlassen, auf irgendeine andere Mannschaft als die eigene zu bauen! Spielen wir unser Spiel, so können wir am Freitagabend wenigstens einen Konkurrenten hinter uns platzieren.

Vor zwei Jahren löste der Name unseres kommenden Gegners noch etwas Unruhe in der Magengegend aus. In den ersten 9 Begegnungen gegen den VfL Bochum (6x 1.Bundesliga, 2x 2,Bundesliga, 1x DFB-Pokal) haben wir außer 4 Unentschieden keinen Sieg erreichen können, wobei zusätzlich 8 Partien ohne eigenes Tor endeten.

Der 12. September 2011 löste dann die Blockade, wenn es denn wirklich eine gegeben hat. Seitdem ist die Bilanz mit 2 eigenen Siegen bei 2 Niederlagen und einem Unentschieden ausgeglichen. Ein Torverhältnis von 6:7 ist zwar nicht positiv, zeigt aber, dass wir inzwischen sogar das Bochumer Tor treffen. Interessant ist wohl noch, dass wir auswärts mit 2:0 einen höheren Sieg als daheim erreichen konnten. Das könnte vielleicht noch etwas angepasst werden?!

Am Freitagabend erhellt das Flutlicht unser Spiel gegen den VfL. Der steht scheinbar komfortabel auf einem 12. Tabellenplatz. Nach einer Niederlage wären sie definitiv hinter unseren Schwarzgelben. Die ganze bisherige Saison der Bochumer wirkt von fern betrachtet wie ein ständiges Auf- und Ab. Siegesserien folgen meist mehrere Niederlagen am Stück. Einem Zwischenspurt zwischen 12. bis zum 15. Spieltag von 4 Spielen ohne Niederlage (2 Siege, 2 Unentschieden), wo sie bei Gegnern wie Kaiserslautern und Köln sogar gänzlich ohne Gegentor blieben, folgten zuletzt wieder 3 Spiele ohne Dreier. Hoffen wir, dass es wenigstens noch bis zur Winterpause so bleibt! Bochum ist statistisch eine ähnliche Mannschaft wie unsere. 10 Spieler teilen sich 18 Tore. „Torjäger“ sind Yusuke Tasaka und Richard Sukuta-Pasu mit jeweils 3 Treffern. Mit 4 Siegen und 13 Punkten auf fremden Plätzen sind die Bochumer auswärts erfolgreicher als daheim. Star des Vereins ist sicherlich Trainer Peter Neururer, der die Mannschaft Ende der letzten Saison übernahm und mit einer fulminanten Torejagd rettete. Seine persönliche Bilanz gegen die SG Dynamo Dresden ist weder Fisch noch Fleisch. Kein Sieg, keine Niederlage bei 3 Unentschieden.

Für mehrere Spieler ist dieses Spiel ein besonderes. Während Cristian Fiel, Filip Trojan und Zlatko Dedic bereits für den VfL Bochum aufliefen, gehörte Markus Scholz bis 2012 der 2.Mannschaft an. Erstmals in einem Pflichtspiel kehrt Florian Jungwirth nach Dresden zurück. Auch Rocco Milde, der Vater des letztwöchentlichen Startelfdebütanten  Paul Milde, war für beide Verien aktiv.

Verändern wird sich sicherlich die Aufstellung der Dresdner. Nicht nur, dass Robert Koch und Mickael Poté nach ihren Sperren wieder einsetzbar sind, auch die Grundausrichtung der Mannschaft wird sich wahrscheinlich verändern. Ein 4-4-2 wäre sicherlich keine Überraschung. Neben Paul Milde, der in Köln wichtige Erfahrungen sammeln durfte und diesen hoffentlich demnächst weitere hinzufügen darf, wird Toni Leistner der zu stärkenden Offensive weichen müssen. Für sie wird auf der rechten Außenbahn sicherlich Robert Koch stehen und vorn Zlatko Dedic neben Mickael Poté. Während Zlatko Dedic gegen seinen ehemaligen Verein hochmotiviert sein dürfte, sind genau die 4 seiner 6 Saisontore, die Mohamed Amine Aoudia als Joker erzielt hat, derzeit sein Verhängnis und begünstigen das Startelfcomeback von Mickael Poté. Mohamed Amine Aoudia stellt nach außen keine Forderungen und setzt, wenn er „losgelassen“ wird, die Aufgaben des Trainers und Wünsche der Fans perfekt um. Warum sollte Olaf Janßen im letzten Spiel vor der Winterpause daran etwas ändern??? Spannender wird dieses Thema nach der Winterpause! Ansonsten erwarte ich am Freitag die Spieler, die zuletzt aufliefen.

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