23.11.2012, weiter niederlagenfrei in Paderborn?

Es ist jedes Jahr dasselbe Spiel. Wie bereits 2011/12 schaute ich auch vor der neuen Saison, welche 3 Mannschaften zwingend schlechter als Dynamo Dresden sind, beide Male war der SC Paderborn 07 in meiner Liste dabei und ich muss zugeben, mich wieder verschätzt zu haben. Unser Gegner vom Freitag wird wieder nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

Dabei waren die Vorzeichen zu Saisonbeginn wirklich nicht vielversprechend. Fünf Stammspieler verließen den Verein. Sören Gonther und Florian Mohr folgten ihrem alten Trainer nach Hamburg zum FC St. Pauli. Drei weitere Stammspieler suchten neue Herausforderungen in der 2. Bundesliga oder der Türkei und noch schmerzlicher wirkte der Abgang des Torschützenkönigs Nick Proschwitz nach England zu Hull City.

Doch das allein reichte noch nicht. Als die Mannschaft neu zusammengestellt werden sollte, nutzte Trainer Roger Schmidt ein Angebot aus Österreich und verließ den Verein. Paderborn stand nun mitten in der wichtigen Zeit der Saisonvorbereitung ohne einen Trainer da. Wertvolle Zeit verstrich, ehe mit Stephan Schmidt ein neuer Mann für die Seitenlinie gefunden wurde. Der Neue in Paderborn hatte bisher nur Erfahrungen im Jugendbereich von Hertha BSC und dem VfL Wolfsburg vorzuweisen. Eine mutige und wohl auch richtige Entscheidung.

Und nun fahren wir nach Paderborn, im Gepäck eine mäßige sorgenvolle Saison mit dem Druck, weiter unbedingt Punkte erzielen zu müssen. Neun Punkte hatte ich in den letzten drei Hinrundenspielen für uns eingerechnet. Die werden es wohl nicht werden, was jedoch nicht bedeutet, dass wir chancenlos sind. Es sprechen sogar zwei Vorzeichen für uns. Bisher haben wir in Paderborn noch kein Spiel verloren, und es gab bereits fünf! 3 Siege, 2 Unentschieden, 8:4 Tore. Die Spielsperre von Mickael Poté wiegt natürlich schwer, kann aber auch ein klitzekleiner Vorteil sein, wenn man bedenkt, wie viele Verteidiger ihm zuletzt immer neben, zwischen oder auf den Füßen standen. Wer hat in der letzten Winterpause noch einen Cent auf den SC Freiburg gesetzt, die am Tabellenende standen und dann noch Papiss Demba Cissé nach England abgeben mussten. Auf einmal war die Mannschaft nicht mehr so gut ausrechenbar und andere Spieler übernahmen Verantwortung.

Spannend wird sein, wer das am Freitag für Dynamo sein wird. Definitiv ausfallen werden neben Mickael Poté noch Robert Koch und Cristian Fiel. Ich vermute fast, dass Ralf Loose von seinem bisher vorrangig bevorzugtem 4-5-1 abkehren und mit zwei Stürmern beginnen wird. Für Robert Koch könnte Lynel Kitambala ganz vorn beginnen, Kandidaten für den Platz von Mickael Poté sind Pavel Fort oder Petar Sliskovic und für Cristian Fiel dürfte Giannis Papadopoulos beginnen. Vielleicht überrascht Ralf Loose aber mal wieder mit etwas ganz anderem?!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*