28.02.2015, Wer ist wessen Aufbaugegner?

Dynamo Dresden spielt ja gern den Aufbaugegner für aus dem Tritt gekommene Mannschaften. Zuletzt konnte Wehen Wiesbaden gegen uns den ersten Saisonsieg 2015 feiern. Nun geht es für uns nach Regensburg, der Mannschaft, die im Herbst bereits abgeschlagen das Tabellenende zierte und nach 7 Punkten in 3 Partien zuletzt zwar in Cottbus böse auf die Nase bekommen hat, dennoch genau 7 Punkte mehr geholt haben als wir im selben Zeitraum.

Dafür haben sie einen personellen Turnaround vollzogen, der den Saarbrückern aus der Vorsaison in nichts nachsteht und einige interessante Spieler in ihren Kader gespült hat. Vor allem Markus Palionis hat sich aus der Arbeitslosigkeit innerhalb weniger Wochen zum Aushilfskapitän der Regensburger gemausert. Nach seiner Verpflichtung stand er eine Woche später erstmals im Kader uns ist seitdem ein defensiver Stabilisator der Bayern geworden. In seiner Dresdner Zeit hat er in vier Jahren in Paderborn nahezu jede Verletzung mitgenommen und gerade einmal durchschnittlich 10 Saisonspiele absolviert.  Im Mittelfeld gibt es für uns am Wochenende ein Wiedersehen mit Marvin Knoll. Ihn hat es nach seiner Dresdner Zeit immer in der 2.Bundesliga gehalten, jedoch ohne das er in Berlin noch in Sandhausen irgendeinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Letzte Chance Regensburg auch für ihn?

Inzwischen standen 35 verschiedene Regensburger Spieler auf den bisherigen Spielberichtsbögen. Ein Spieler, den die 8 Neuzugänge der Winterpause seinen Platz nicht streitig gemacht haben, ist Aias Aosman. Er verpasste einzig den Rückrundenauftakt aufgrund seiner 5. Gelben Karte. Im Hinspiel in Dresden hatte er 1 seiner insgesamt 9 Saisontore erzielt und unsere Mannen vor einige Probleme gestellt. Dazu haben sich beim Regensburger Mittelfeldspieler noch 5 Torvorlagen hinzugesellt, seine Zukunft im Profifußball dürfte unabhängig des weiteren Saisonverlaufs seiner Mannschaft gesichert sein!

In der Vorberichterstattung erklärte Peter Németh, dass die Regensburger Mannschaft nicht mit ihrem Tabellenplatz gleichgesetzt werden sollte. Hoffen wir, dass seine Worte bei Mannschaft und Fans angekommen sind. Während sich bei mir der Eindruck verfestigt, dass wir uns bereits mitten in der Saisonvorbereitung 2015/16 befinden und im Niemandsland der Tabelle, der wir uns immer mehr nähern, die Blicke auf andere Dinge lenken, haben die Regensburger begonnen, im Milchglas zu strampeln, um nicht unterzugehen.

Ich wünsche mir ein beherztes Auftreten der Mannschaft, ähnlich der ersten 30 Minuten gegen Wiesbaden. Man passt seine Ansprüche der aktuellen Situation halt immer mehr an!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*