Borea Dresden

Traurig, was im Dresdner Fußball passiert. Neben Dynamo Dresden scheint höherklassig kein 2. Verein existieren zu können.Der Dresdner SC, der FV Dresden-Laubegast und nun der SC Borea Dresden (besser bekannt unter FV Dresden-Nord), es gab mehrere Vereine, die es versucht haben und trotz einer sehr guten Nachwuchsarbeit keinen längerfristigen Erfolg hatten.

Dresden Laubegast spielt inzwischen in der Bezirksliga Ost (7. Liga), der Dresdner SC fiel die letzten Jahre ebenfalls nur durch finanzielle Probleme und sportliche Abstiege auf. Nun hat es gestern den SC Borea erwischt, der seine 1. Mannschaft mit sofortiger Wirkung aus der Oberliga zurückzieht, um damit irgendwie den Gesamtverein retten zu können.

Einen interessante Artikel hierzu gibt es in der Leipziger Volkszeitung online:

http://blog.lvz-online.de/aufmplatz/es-kann-nur-einen-geben-2/

Im „Interview“ von Gert Zimmermann mit dem ehemaligen Vereinstrainer und sportlichen Leiter von Borea Dresden, Thomas Baron, spricht dieser über die misslungene Kooperation mit Dynamo sowie die fehlende Unterstützung der Stadt Dresden. Ich kann mich so ganz seiner Darstellung nicht verschließen, nur leider war Gert Zimmermann irgendwie völlig neben der Spur. Ist es nicht seine Aufgabe, eventuell auch mal nachzufragen? Ich will Dynamo nicht reinwaschen, ich glaube auch, dass die „Fußballpyramide“ und wie die mehreren Fusions- und Kooperationsversuche auch hießen, nicht zum Vorteil des nun leider untergehenden Vereins waren. Es stimmt, dass beispielsweise am 1. Spieltag der 2. Bundesliga mit Axel Mittag, Toni Leistner, Sascha Pfeffer, Robert Koch auffällig viele Spieler mit direkter Vergangenheit beim SC Borea Dresden/FV Dresden Nord im Kader standen.

Aber insgesamt war mir das Gespräch zu einseitig…

Hat sich nicht auch Budissa Bautzen, der neue Verein von Thomas Baron, vor der Saison kräftig bei Borea bedient? Tim Reichl, Kevin Gumboldt, Ron Wochnik, Maik Salewski, Tobias Naumann, Jakob Schütze, Philipp Masak, Philipp Seddig (2. Mannschaft) sind nicht gerade wenig Spieler, die im Sommer, noch ehe alle Verträge bei Borea aufgelöst wurden, gewechselt sind. Ihre Jugenausbildung haben dabei übrigens Jakob Schütz und Philipp Masak bei der SG Dynamo Dresden genossen, ehe sie von da als junge Spieler zu Borea gegangen sind.

Wer schloss bei Borea diese Kredite ab, die der Verein jetzt nicht mehr tragen kann? Wer übernimmt Verantwortung?

 

Hier der Link mit dem „Interview“

http://www.mdr.de/sport/fussball_ol/borea-dresden100.html

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*