DFB-Pokal, wie es weitergehen könnte – Eine Utopie…

Am 24.11.2011 wurde die SG Dynamo Dresden von der DFB-Pokalrunde 2012/13 ausgeschlossen. Eine Vermutung, was danach geschehen könnte…

Der Ausschluss hatte ein großes Medienecho zur Folge. Waren am Anfang die Dresdner die, die sich wiederholt daneben benommen hatten, kippte die Stimmung in den folgenden Wochen, als weitere Ausschreitungen auch in anderen Städten als den ewig verdächtigen Rostock, Frankfurt oder Dresden erlebt werden mussten. Der DFB griff hart durch, die Ausschreitungen blieben. Geisterspiele, Appelle in den Medien, Spiele ohne auswärtige Fans, Spielunterbrechungen und sogar Abbrüche, das Premiumprodukt Bundesliga erhielt bleibende Kratzer. Endlich wurde die Problematik als eine gesamtdeutsche wahrgenommen.

Unbeliebt machten sich die Verantwortlichen von Borussia Dortmund, welche Schiffbruch bei dem Versuch erlitten, ihre wegen zu lascher Einlasskontrollen verhangene Strafe weiter zu reduzieren. Einige Zeit später verdoppelten sie ihre ursprüngliches Strafgeld und unterstützten damit das Dresdner Fanprojekt. Das erhoffte Medienecho blieb aus.

Auch der DFB bemerkte, Dynamo Dresden als Bauernopfer mißbraucht zu haben. Doch guter Rat war teuer. Wie gesteht man eine Fehlentscheidung ein? Ein scheinbar unlösbares Problem, welches kurzfristig durch eine DFB-Wildcard gelöst werden sollte. Unruhig wurde die DFB-Spitze, als in den letzten 4 Losen sich sowohl Borussia Dortmund als auch Dynamo Dresden befanden. Kollektives Aufatmen, als endlich feststand, Dynamo würde Holstein Kiel besuchen.

Alles gut, könnte man meinen?! Leider nicht, der Hauptsponsor der Dresdner, „Veolia“, hatte die sich bietende Chance nach dem ausgesprochenen Ausschluss der Dresdner genutzt, sich erneut medienwirksam ins Gespräch zu bringen. Ein Aufsichtsrat in Dresden, der in Drittligazeiten nicht gefällt, „Veolia“ überlegt, auszusteigen. Die Ausschreitungen von Dortmund, da waren sie sich kurzzeitig nicht mehr sicher, ob sie dabei bleiben würden. Der ausgesprochene Ausschluss für 2012/13, „Wir müssen uns zusammensetzen!“ war in jeder Gazette zu lesen. Mehr Publicity ging fast nicht, „Veolia“ war immer im Gespräch und immer bibberten die Fans, denn Dresden war ein gebranntes Kind. Am Ende der Saison 2012/13 war die Liason beendet. Ein neuer Hauptsponsor nicht in Sicht.

Doch irgendwie ging es in Dresden ja immer weiter. Fanbürgschaften, Brustsponsoren, das Stadion von Schnee und Eis befreien, damit ein Hubschrauber den Rasen trocknen konnte, Dresden war anders, wie ein ehemaliger Geschäftsführer wusste. Dynamo besann sich auf sich selbst. Das kollektive Gejammere über die Benachteiligung des Ostens durch den DFB, die fragliche Ungleichbehandlung ihres gebrannten Vereins, die Drohungen in den Fanforen, welche die manchmal harte Fehlentscheidung des DFB kurzzeitig nachvollziehbar erschienen ließen, waren vergessen. Der Selbstreinigungsprozess war im vollen Gang, die Seriosität der Dresdner manchmal schon fast beängstigend. Am Ende der Saison 2012/13 stand trotz der blamablen Erstrundenniederlage im DFB-Pokal in Kiel ein skandalfreies Jahr. Nicht einmal eine rote Karte erhielten die Dresdner. Aufgestiegen waren sie nicht, aber zu recht stolz auf das Erreichte.

Und nun ließ sich auch der DFB nicht lumpen. Das Bauernopfer Dresden erhielt den deutschen Fifa-Fair-Play Platz und kam wirklich durch Losglück in den Vorausscheid zu Europa Leage…

…doch es war kein Happy End, den die Europapokalsperre von 1991 hatte noch Bestand, war nun aber endlich abgesessen!

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