Gibt´s doch gar nicht!

Dynamo Dresden hat es mal wieder geschafft. Im April hielten wohl nur noch die Superoptimisten den Aufstieg in die 2. Bundesliga für möglich, die SGD schaffte das, was unmöglich schien. Heute nun die Neuauflage, wer hätte nach 65 Spielminuten gedacht, dass nicht Bayer 04 Leverkusen in die 2. Hauptrunde einziehen wird?

Ich selbst konnte das Spiel leider nicht sehen, es wird wie der gehaltene Elfmeter von Pavel Hapal durch Stanislaw Tschertschessow am 01.12.1993 im DFB-Pokal-Viertelfinale lang in Erinnerung bleiben. Wann stand ein Underdog so an der Wand, um dann in den letzten 25 Spielminuten dem amtierenden Vizemeister so einen vor den Latz zu knallen? 0:2 nach 12 Minuten, als ich dies kurz im Liveticker sah, war der Nachmittag gelaufen und ich konnte mich den Dingen widmen, die abgearbeitet werden mussten. Kurz nach der Pause 0:3, da half auch kein Superoptimismus mehr, das Spiel war durch, vor allem, weil bald darauf Michael Ballack und Stefan Kießling eingewechselt wurden. Das der ehemalige Capitano nach dem Transfer  von Arturo Vidal nach Turin trotzdem auf der Bank saß, war für mich nicht zu erwarten gewesen.

Nun ja, Michael Ballack kam und Bayer fiel. Der Dresdner Doppelschlag weckte die schwarzgelben Fans und auch im Liveticker war plötzlich Stimmung, vor allem, nachdem es Robert Koch gelungen war, David in die Verlängerung gegen den großen Goliath zu führen. Nun hieß es nicht mehr „Leverkusen lässt Ball und Gegner nach Belieben laufen, Dresden läuft nur hinterher“ sondern „Nun ist kaum ein Unterschied zu erkennen zwischen Zweit- und Erstligist.“ (www.kicker.de, Liveticker) Das 4:3 von Alexander Schnetzler war das Sahnehäubchen, welches die Fans von Dynamo Dresden in einem kollektiven Glückstaumel versetzte.

Wir sind kein Rasenballsport Leipzig oder ein 1.FC Heidenheim, welche als Viert- oder Drittligist die Bundesligisten VfL Wolfsburg und Werder Bremen ausschalteten, aber gegen den deutschen Vizemeister in 18 Minuten 3 Tore zu erzielen ist aller Ehren wert.

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