Grusel in schwarzgelb!

Da hat man Arbeitskollegen, die mit den falschen Vereinen sympathisieren und dann fährt man mit denen nach Cottbus, erklärt, wieso sie genau so glücklich sein könnten wie ich, wenn sie nicht gewinnen und dann ist das dem eigenen Verein so was von egal…

… und so richtig laut meckern darf man auch nicht, da man ja, um zusammen zu sitzen, auch noch in einem Heimblock gelandet ist! Wenigstens war ich da nicht allein!

 

Die Viererkette verstärkt durch einen weiteren Innenverteidiger, Florian Jungwirth, dafür die Außenverteidiger etwas weiter nach vorn gezogen, hielt ganze 7 Minuten bis wir auch im 13. Saisonspiel nicht mehr ohne Gegentor waren. Der 5. Verteidiger führte dazu, dass vorn Mickael Poté allein blieb und sich 3 Verteidigern gegenübersah.

Unsere Homepage schreibt:  „Das frühe Gegentor kam der taktischen Ausrichtung der Schwarz-Gelben ungelegen, doch die Mannschaft steckte diesen Rückschlag weg und versuchte nun selbst offensiv Akzente zu setzen.“ 

Keine Ahnung, welches Spiel ich da gesehen habe! Außer einem abgepfiffenen Kopfball passierte rein gar nichts im Strafraum von Cottbus! Eher in dem von Dynamo, denn nach 30 Minuten erhöhte Energie mit einem Strafstoß auf 2:0 und spätestens da war eigentlich klar, wie dieser Nachmittag verlaufen würde!

Spätestens zur 2. Halbzeit erwartete ich nun ein Anrennen, Angriffe und schwarzgelben Kampf. Ich wartete bis zur 74. Minute, ehe eine Reaktion von außen kam. Ein Wechsel wurde angezeigt und es kam: ein defensiver Mittelfeldspieler für einen defensiven Mittelfeldspieler. Wir verwalten eine drohende Niederlage! Verstehe ich in unserer Situation nicht wirklich! Und wenn wir, was ich mal vermute, gar nicht verlieren wollten, warum warten wir so lange, wenn nach vorn doch gar nichts geht an diesem Sonntag und warum bleiben Lynel Kitambala und Pavel Fort auf der Bank (und das letztendlich bis zum Abpfiff)? Warum planen wir mit 18 Spielern im Spielkader, wenn wir dann nicht reagieren?

Wenigstens kam etwas Derbystimmung auf und sogar eine Rudelbildung auf dem Spielfeld konnte beobachtet werden. Für Pfeffer sorgte David Solga, dem es gelang, nach Einwechslung 3 Minuten auf dem Feld zu erleben und dann sein noch ziemlich frisches Trikot in die Kabine zurückzutragen. Rekordverdächtig dabei war, dass seine Hinausstellung eine gelb-rote Karte war, zwei Fouls in 3 Minuten … wenn es nicht so traurig wäre, würde ich hierzu gratulieren!

Die kommende Woche wird spannend werden, vor allem, weil der harte Kern der Anhänger sich von unserem Trainer abwendet. Nach der Auswechslung von Cristian Fiel hallten erstmals „Loose raus“ Rufe durch das Stadion der Freundschaft. Die scheint in Dresden vorerst vorbei zu sein! Ich hoffe, unser Verein handelt überlegt. Ob ein Wechsel des Trainers zum jetzigen Zeitpunkt ein Schnellschuss wäre oder ein weiteres Warten die Duplizität zur Saison 2005/06 um noch einen unangenehmen Punkt erweitern würde, weiß ich nicht, aber ein Wechsel ist nicht nur der Wechsel auf der Kommandobrücke sondern wahrscheinlich einer der schwarzgelben Philosophie!

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