Ich will kein Favorit sein

Die gute Nachricht vom Freitagabend ist, dass nach Friedhelm Funkel die SG Dynamo Dresden nicht gleich noch den nächsten Trainer in ärgere Nöte gebracht hat. Benno Möhlmann wird beruhigt geschlafen haben. Die Dresdner Morgenpost war zwar sehr daran interessiert, weiter derartige Schlagzeilen an den Mann/die Frau bringen zu können, aber Dynamo wollte wohl nicht noch einen Trainer zum Arbeitsamt schicken.

http://www.dynamo-dresden.de/de/aktuelles/presse/details/artikel/dynamo-schiesst-funkel-ab-und-kann-auch-moehlmann-ins-wanken-bringen.html

Die Vorzeichen waren nicht schlecht (noch keine Niederlage gegen die Bayern, Ingolstadt mit wenig eigenen, jedoch vielen gegnerischen Toren, ein schlechterer Tabellenplatz als Dynamo, ein subjektiv angeknockter Trainer, eine Dynamomannschaft, die Bochum beherrschte, deren Name jedoch noch nach mehr klingt als derzeitig dahinter steckt…), aber nachdem wir bereits unnötigerweise den SC Paderborn 07 vor ein paar Wochen gestärkt haben, verloren wir Freitagabend das nächste Spiel gegen einen Gegner, den ich am Ende der Saison gern hinter uns sehen würde. Der nächste Bigpoint verschenkt, es gelingt einfach nicht, schöne Siege zu veredeln. Ich möchte nicht in die Diskussion über nicht gegebene Tore einsteigen, aber auch diesmal gab es, nach dem schönen Knoll-Tor gegen Paderborn, ein Tor von Zlatko Dedic, welches wohl ein reguläres war, aber dennoch nicht gegeben wurde.

Ärgerlicher für mich ist, dass Dynamo zuletzt oftmals in Situationen zu schlafen scheint, die „am zeitlichen Rande“ des Spiels sind. 48. Minute gegen Fürth, 44. und 90. gegen Duisburg, 90+1. Minute gegen Bochum, 3., 45. und 90+2. gegen Ingolstadt, wobei das letzte Gegentor gegen Duisburg und das vom Freitag diese Tendenz untermauern, jedoch letztendlich egal waren. 7 von bereits 14 Gegentoren nach 8 Spieltagen fielen kurz nach Spielbeginn, vor und nach der Pause oder direkt vor dem Abpfiff. Können wir nicht bis zuletzt (und vielleicht auch von Anfang an) hellwach sein? Hieß es nicht auch nach Leverkusen, wir können immer und jederzeit ein verloren geglaubtes Spiel drehen?! Das klappte ja innerhalb von 8 Minuten gegen Ingolstadt, aber wir können es sogar noch besser, wir können es sogar noch einmal aus der Hand geben!

Nun stehen wir vor dem kommenden Spiel wieder mit dem Rücken zur Wand mit einem Gegner vor der Brust, dessen Name nach erstklassigem Fußball klingt. Ein gutes Omen?

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