Montag, 30.09.2013, zu Gast bei Wolfgang

Die Vorzeichen scheinen klar verteilt zu sein. Die SG Dynamo Dresden, seit saisonübergreifend 18 Ligaspielen auswärts ohne Sieg, ist zu Gast beim Bundesligaabsteiger und aktuell bereits wieder auf einem zum Aufstieg berechtigten Tabellenplatz stehender SpVgg Greuther Fürth. Es gibt wahrlich erfolgsversprechendere Aufgaben!

Das die Fürther so gut starten, war nicht unbedingt abzusehen gewesen. Der lang erwartete Aufstieg in der vergangenen Saison war vielleicht wirtschaftlich ein Erfolg, für Fans, Trainer und Mannschaft jedoch ein sportliches Desaster. 17 Bundesligaheimspiele  ohne Sieg und ein Trainer, dem der Aufstieg einige Monate später zur persönlichen Niederlage wurde. Mit gerade einmal 21 Punkten konnte der 52. Bundesligaverein der Geschichte gerade einmal die SV Tasmania Berlin, den damaligen VfB Leipzig und SV Blau Weiss Berlin hinter sich lassen. Der SSV Ulm 1846, der ebenso nur eine Saison in der höchsten deutschen Spielklasse verbrachte, holte ansehnliche 14 Punkte mehr als die SpVgg Greuther Fürth.

Es ist also eine Saison des gegenseitigen Wiederfindens in Fürth. Bereits am 1. Spieltag konnte der Aufsteiger Arminia Bielefeld mit 2:0 besiegt und damit die Serie einer ganzen Saison ohne Heimsieg beendet werden. Nachdem auch Kaiserslautern in die Schranken gewiesen werden konnte, sind die Fürther in den letzten beiden Heimspielen etwas außer Tritt geraten. 0:0 gegen den 1.FC Köln und 0:2 gegen den VfL Bochum. Der letzte Heimtreffer ist also bereits 191 Minuten alt. Hoffen wir, dass es wenigstens 200 Minuten werden! (-; Die Fürther Mannschaft wurde im Sommer kräftig durcheinander gewürfelt. Wolfgang Hesl, in Dresden gut bekannt, wurde der neue Kapitän. Neben ihm stehen mit Mergim Mavraj, Stephan Fürstner und Zoltan Stieber nur noch drei weitere Spieler aus der vergangenen Horrorsaison regelmäßig im Stammkader. Umso erstaunlicher, wie Fürth bisher einen Punkteschnitt von über 2 Punkten pro Spiel erreicht hat. Beste Torschützen sind die Neuzugänge Goran Sukalo, der als Führungsspieler gilt und Tom Weilandt, der aus Rostock stammt und sich so langsam in der Mannschaft festbeißt. Beide haben bereits 3 Saisontore erzielt.

In den bisherigen Spielen in Fürth haben wir nicht so schlecht abgeschnitten. In unserem ersten Zweitligajahr feierten wir in Fürth ein 1:0 und unseren zweiten Auswärtssieg überhaupt. Zur Saisoneröffnung 2005/06 fehlte uns nach unserem Ausgleich in der 77.Spielminute die Cleverness, ein mögliches 1:1 über die Zeit zu bringen und in der Fürther Aufstiegssaison 2011/12 stand unser 0:1 eher im Schatten der Platzverweise für Cristian Fiel, Pavel Fort und Trainer Ralf Loose.

Hoffen wir, dass am Montag die Mannschaft befreit aufspielen wird. Zu Verlieren haben wir nicht wirklich viel, eine Überraschung ist nicht ausgeschlossen und außerdem, je länger eine Serie dauert (18 Spiele auswärts ohne Sieg), umso eher wird sie reißen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


*