Neue Gesichter, alte Probleme?

Die prägnanteste Zusammenfassung des Freitagabendspiels gab „Mein Block -K-Block“ am Samstag auf Twitter: „Fazit des gestrigen Abends: Außer ein paar anderen Gesichtern alles beim alten, leider“.

 

Mit großen Erwartungen startete der Abend, eine eindrucksvolle Choreo gab der K-Block ab und die Mannschaft begann mit einer auf dem Papier offensiven Ausrichtung. Neben Mickael Poté stürmte mit Tobias Müller einer von 3 Neulingen, während mit Trainer Peter Pacult ein altbekannter auf die Trainerbank zurückkehrte. Gespannt auf den Empfang durch die Fans war sicherlich nicht nur er. Die Verantwortlichen umgingen mögliche Pfiffe, indem anders als bei Vorgänger Ralf Loose auf die Nennung seines Namens vor dem Spiel verzichtet wurde.

K-Block Choreo

Nach 2 Minuten gab es das erste kollektive tiefe Durchatmen, als Duisburg aus spitzem Winkel knapp verzog. In der Folgezeit erspielte sich Dynamo ein leichtes Übergewicht in Richtung des Strafraumes der Gäste ohne wirklich gefährlich werden zu können. Vor allem über die rechte Seite in Person von Idir Ouali kam „viel brotloser Schwung“, mit Tempo mehrere Gegner überlaufen um dann mit dem Kopf nach unten ins Nichts zu passen oder sich doch noch fest zu spielen. Überhaupt entfaltete das hoffnungsfrohe 4-4-2 nicht die erwartete Wirkung, wie in der Vorrunde ging es zu oft hoch nach vorn und der Ball, ehe es gefährlich werden konnte, verloren. Irgendwann im Verlaufe des Spieles holte sich Mickael Poté die Bälle immer mehr aus dem Mittelfeld und agierte in der offensiven Zehnerposition wobei er dadurch dort, wo er benötigt wurde, fehlte.

Auch in der 2. Hälfte fehlten die Chancen vorn und hinten hatte man immer das Gefühl, für ein Gegentor würde es eventuell auch noch reichen. Das gab es zum Glück nicht, vor allem in der 89. Minute hatten wir Glück, als Benjamin Kirsten einen gefährlichen Schuss reaktionsschnell abwehren konnte. Kämpferisch hat die Mannschaft überzeugt, die Hoffnung auf mehr Durchschlagskraft zwischen der Offensive im Mittelfeld und dem Angriff wird sich hoffentlich in den nächsten Wochen finden.

Das Stadion war laut und vor allem Schiedsrichter Knut Kircher sorgte immer wieder für emotionale Gänsehautatmosphäre. Sicher sieht man als Heimfan manche Entscheidung durch eine „schwarzgelbe Fanbrille“ oder hofft auf positionsgünstige Freistösse, wenn die eigenen Spieler im Vorwärtsdrang zu Boden gleiten. Manche Entscheidungen, wie die gelbe Karte für Anthony Losilla, als er mit dem gegnerischen Spieler zusammenrauscht, sind zumindest zweifelhaft und durch die nun folgende Spielsperre von Nachteil für Dynamo. Auch das lange Warten lassen eines winkenden Spielers nach dessen kurzer Verletzungspause an der Seitenlinie, ehe er dann doch irgendwann wieder mitwirken durfte, bringen die Fanseele zum Kochen. Das entschuldigt keineswegs das mehrfache Werfen von Bechern auf das Spielfeld. Die Strafe für den Verein ist sicher!

Wahrscheinlich spätestens jetzt wird dem Letzten bewusst geworden sein, worum es in den kommenden 14 Spielen gehen wird. Ihr müsst nicht zaubern Jungs, dreckige Punkte sind uns auch genug!

Klassenerhalt

 

 

 

 

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