Peter Pacult

Der Rausschmiss von Trainer Peter Pacult kam mit Ansage und hatte quasi einen Vorlauf von drei Monaten. Keine Ahnung, wer da vor/während und nach des Relegationsrückspiels gegen Osnabrück wem ins Handwerk pfuschte oder wem die Exklusivität der Nachricht wegnahm, dass alle im Anschluss den Kopf einzogen und meinten, „dass stünde gar nicht zur Debatte“. Auf alle Fälle war Peter Pacult seitdem ein Trainer auf Abruf. Die Wettquoten auf den ersten Rausschmiss der Saison führte er souverän an und nun ließ er sich diese Position auch nicht mehr nehmen. Fast wirkte es am vergangenen Sonntag, als ob Pacult mit seinen „Amateur-Profi-Vergleichen“ seine Rotation in die Freiheit ein wenig beschleunigen wollte…

Es ist ihm gelungen. Der Verein handelte so schnell, dass meine erste Vermutung, war, man hätte vielleicht noch einmal eine Nacht drüber schlafen sollen, ehe man eine so einschneidende Entscheidung fällt. Inzwischen bin ich mir ziemlich sicher, dass die Entscheidung schon lange Zeit feststand und man nur den besten Moment abwartete.

 

Wären die Entscheidungsträger meines Vereines konsequent gewesen, hätten sie ihre Entscheidung im Mai durchgezogen. Das hätte ihnen garantiert einige Kopfschüttler eingebracht, aber eine Saisonvorbereitung, die ein neuer Trainer hätte mitgestalten können. Nun haben wir die Situation, dass ein neuer Trainer mit dem Kader des Vorgängers hantieren muss. Garantiert wird dieser diese oder jene Position anders besetzt haben wollen und im Winter ein paar neue Spieler holen, während die Aussortierten sich zu Alt-Ex-Trainer Ralf Loose, Neu-Ex-Trainer Peter Pacult oder Florian Fromlowitz gesellen, sollten sie auf die Schnelle keinen neuen Verein finden. Damit wird die Vereinsschatulle garantiert intensiver belastet, als wenn man drei Monate länger zum Gehalt von Peter Pacult ein weiteres für einen neuen Trainer bezahlt hätte! 

Wie dem auch sei, nun wird wieder gesucht, ein Trainer, eine Philosophie, möglichst eine Handschrift. Ich hoffe, man sucht in Ruhe nach einem, der etwas aufbaut, nach einem, bei dem man gewillt ist, ihm Zeit zu geben, nach einem, der ein Teamarbeiter und kein Eigenbrötler ist, einem, der nicht nur Forderungen stellt sondern erst einmal damit arbeitet, was das Umfeld Dynamo bietet, nach jemanden, der erklärt, was er tut ohne es danach auszurichten, ob es der Mehrheit auch genehm ist, nach einem …

…nach der Nadel im Heuhaufen…

Und zurück zu Peter Pacult: Danke für die geleistete Arbeit in diesem schwierigen Umfeld! Danke für den erreichten Klassenerhalt. Alles Gute!

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