„Pokalheld Schnetzler“ a. D.

Es ist nichts unerwartetes passiert, der schwarzgelbe Meister hat uns deutlich unsere Grenzen aufgezeigt. Und es hat auch etwas Gutes, endlich hat das elende „Pokalheld Schnetzler“ Gesabbel ein Ende. Ich habe nichts gegen unseren 4:3 Torschützen gegen Leverkusen, seine Verpflichtung hat Sinn gemacht und ich denke auch, dass er noch wichtig in dieser Saison werden wird, aber damit er zum „´Pokalhelden“ werden konnte, haben Andere zuvor ganze Arbeit geleistet. Gegen Dortmund bekam er sein erstes Spiel von Anfang an. Über Sebastian Schuppan wird derzeit kaum geredet, derweil war er es, der mit dem 1:3 einen ersten Funken Hoffnung legte. Wenigstens durfte er als Einwechsler ein paar Minuten mitspielen. Auch Sascha Pfeffer verdient Dank, durch seinen genialen Pass konnte Alexander Schnetzler erst lossprinten und dann klasse verwerten. Alle Pokalhelden sollten in Dortmund dabei sein, Sascha Pfeffer blieb wohl in zivil, auf der Ersatzbank wurde er nicht gefunden…

Es war für mich leider kein gutes Omen, auch im 2. Pokalspiel arbeiten zu müssen. Bekam ich das erste Pokalspiel so ganz nebenbei mit, wollte ich diesmal wenigstens den Liveticker von Dynamo haben, doch obwohl ich „Dynamo“ an die vorgegebene Kurzwahl schickte, blieben die SMS aus und ich uninformiert. Wenigstens bog ich anfangs der 2. Hälfte ins richtige Zimmer ab und wäre am liebsten gleich wieder raus. Nicht wegen dem Zwischenergebnis, ich hatte genau den Moment erwischt, in dem Dynamo Dresden seinem schlechten Ruf mal wieder deutschlandweit gerecht wurde.

Das Spiel vor 73.100 Zuschauern hatte unter anderem wegen Ausschreitungen Dresdner Fans, bei denen 15 Personen verletzt wurden, mit 15-minütiger Verspätung begonnen. Und auch während der Begegnung zeigten die 10.000 mitgereisten sächsischen Anhänger ihr hässliches Gesicht, brannten Feuerwerkskörper ab, sodass Schiedsrichter Peter Gagelmann (Bremen) die Partie mehrfach kurz unterbrechen musste.

http://www.11freunde.de/newsticker/145213/bvb_verscheucht_pokalschreck_dresden

Szene des Spiels: Die Dresdner Fans bewarfen Mario Götze bei einem Eckstoß mit Feuerzeugen und anderen Gegenständen. Die Polizei musste während des Spiels gegen die Dynamo-Hools einschreiten – ein peinliches Trauerspiel. Auch in der Dortmunder Innenstadt kam es zu Ausschreitungen, als Dresdner Fans Polizisten angriffen.

http://www.stern.de/sport/fussball/so-lief-der-dfb-pokal-dortmund-gewinnt-locker-hsv-wendet-blamage-ab-1743510.html

Referee Peter Gagelmann unterbrach das Spiel auch im zweiten Durchgang wie schon vor der Pause, als Götze von einem Laser beim Ausführen einer Ecke gestört wurde. Im zweiten Abschnitt feuerten Dresdner Fans Feuerwerkskörper ab und schleuderten zudem Plastikbecher aufs Spielfeld.

 

http://www.kicker.de/news/fussball/dfbpokal/spielrunde/dfb-pokal/2011-12/2/1260350/spielbericht_borussia-dortmund-17_dynamo-dresden-65.html

Ich denke, dass reicht. Egal, wie schwer die Verfehlungen waren, die negative Berichterstattung und Konsequenzen sind uns gewiss. Wir können die zusätzlichen Einnahmen ja gleich wieder dem Sportgericht zuführen… Manchmal denke ich, dass nicht alle, als die Zahlen für die Würfel verteilt wurden, aufgepasst haben, genügend Punkte abzubekommen.

Auch wenn das Gezündel mit den abgebrochenen Gesprächen zwischen Ultrafangruppen und dem DFB zusammenhängen, verliert bei dieser Kraftprobe Dynamo Dresden. Als kurze Zusammenfassung bietet sich hier ein Artikel aus Spiegel online an.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,787591,00.html

Vielleicht war das Dortmundspiel der richtige „Auf-den-Boden-Holer“ vor unserem Spiel gegen den Karlsruher SC. Nach dem Spiel gegen 1860 war es Aachen, nach Braunschweig sind wir in einer ähnlichen Position gewesen. Nun relativiert es sich. Blick nach vorn, Karlsruhe wartet!

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