08.02.2013 Relegation ist nicht gleich Relegation

Das kommende Spiel am Freitagabend hat auf den ersten Blick eine klar verteilte Rollenlage. Die Roten Teufel des 1.FC Kaiserslautern stehen auf dem Relegationsplatz, der sie in Richtung 1.Bundesliga schielen lässt, Dynamo Dresden auf dem, der eine bescheidene Saison zum Desaster werden lassen könnte. Fast möchte man meinen: Passt auf euch auf, geht kein Risiko ein und verletzt euch nicht, damit ihr gegen Sandhausen eine Woche später die Lage für die weiter verschlechtern könnt.

Doch lässt man die Tabelle, die zwar aussagekräftig genug ist, jedoch noch nicht endgültig ist, ein wenig außer acht, dann gibt es ein paar kleine Hoffnungsschimmer, die wir nicht außer Acht lassen sollten.

Leben, Lieben, Leiden I

In der Winterpause generalüberholte der 1.FC Kaiserslautern seine Mannschaft. 6 Neuzugänge zwischen den Jahren lässt darauf schließen, dass unser Gegner unzufrieden mit der Ausbeute der bisherigen Saison ist. Die in dieser Saison eingesetzten 33 Spieler deuten auf wenige klare Stammplätze und viele Experimente, die beste Formation für das Ziel Aufstieg zu finden. Klar, 12 Punkte Rückstand auf Braunschweig sowie 10 auf Hertha BSC, die derzeit die direkten Aufstiegsplätze blockieren, sind kein Pappenstiel. Da sind unsere 4 Punkte auf Bochum rein gar nichts. Die Neuverpflichtungen zeigen, dass die Teufel mit Macht wieder nach oben wollen/müssen und dafür viel Geld in die Hand nehmen. Geld, was nach einem Abstieg eigentlich nicht vorhanden ist.

Der Rückrundenauftakt wurde zwar mit einem Sieg in München begonnen, dennoch ist die Mannschaft zuletzt gewaltig ins Stottern geraten. Nach dem Heimunentschieden gegen Regensburg (Musste das denn sein?) gab es 3 Niederlagen in Folge, erst das 1:0 von Florian Riedel in München in Minute 87 beendete eine Serie von über 400 Minuten ohne eigenen Torerfolg. Schon vorher war es mit der vom Namen her starken Offensive nicht mehr so gut bestellt. In den letzten 8 Spielen erzielte Kaiserslautern insgesamt nur 5 Tore und nie mehr als eins pro Spiel. Die Folge ist, dass nicht nur in Dresden die torfreien Minuten von Mickael Poté gezählt werden sondern auch der Lauterer Anhang auf Tore von Mohamadu Idrissou (563 Minuten) und Albert Bunjaku (378 Minuten) wartet.

Um das Geld, was der Verein nicht hat, ausgeben zu können, müssen neue Wege der Finanzierung geschaffen werden. Damit demnächst neben den vielen Neuverpflichtungen auch der eine oder andere Spieler aus der eigenen Jugend den Weg in die 1. Mannschaft unseres Gegners findet, versucht der Verein seit dieser Woche über eine sogenannte „Betze-Anleihe“ Geld für den Aus- und Umbau des Nachwuchsleistungszentrums zu generieren. Laut Informationen der Homepage www.fck.de sind dabei in den ersten 18 Stunden mehr als 2 Millionen Euro an den Verein geflossen. Verzinst ist die Leihe mit 5%, Geld, was in der 1.Bundesliga verdient werden muss.

Der Druck, dieses Spiel erfolgreich zu absolvieren, liegt also auf beiden Seiten, wobei ich denke, dass dies für uns so ein Spiel ist, wo nichts verloren geht wenn es verloren wird! Vielleicht haben die Schwarzgelben die Möglichkeit, über eine geschlossene Mannschaftsleistung für eine schlaflose Nacht auf dem Betzenberg zu sorgen?!

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