Rot, Rot und Rot

Erstmal durchschnaufen und eine Nacht drüber schlafen, ehe hier etwas steht, was den ersten Gefühlsentladungen geschuldet ist.

Ich habe mir gestern im Netz die Liveübertragung von 90elf.de gegönnt. Eigentlich hoffte ich, Fürth gegen Dynamo allein genießen zu können, doch leider war es eine Konferenz, welche Cottbus gegen 1860 beinhaltete. Die Bedeutung dessen wurde mir erst in der 2. Halbzeit unseres Spieles bewusst. Während es in Fürth noch gemächlich anlief, waren in Cottbus bereits ein Tor gefallen und ein Platzverweis ausgesprochen worden. Na ja, geteiltes Leid ist halbes Leid…

Zurück zum Dresdner Spiel. Dennis Eilhoff stand mehrfach im Blickpunkt des Geschehens und es schien, wenn ich der Übertragung Glauben schenken darf, ein Spiel zu sein, welches gut zeigte, dass wir einen guten Zweitligatorhüter haben. Nach vorn gab es fast nur Aktionen mit Beteiligung von Robert Koch, aber insgesamt doch zu wenig. Mit einem glücklichen 0:0 gingen wir in die Pause und während es in Cottbus mit Toren in der ersten Halbzeit rund ging, hielten wir in den zweiten 45 Minuten mit Karten mit.

Zuerst gab Cheikh Gueye als Linksverteidiger seinen Einstand, kurz darauf erzielte der bereits in Halbzeit eins auffällige Olivier Occean sein Tor und ehe 5 Minuten gespielt waren, musste Cristian Fiel seine Kapitänsbinde abgeben und zum Duschen. Zum Tor, es zeigte wie in Cottbus, deutlich, dass es in Liga 2 schneller und zielstrebiger nach vorn geht. Das wird die Mannschaft hoffentlich bald verinnerlicht haben. Zur roten Karte, ärgerlich und diskutierbar, aber halt eine auf die Schnelle gefällte Entscheidung des Referees. Hoffen wir, dass es bei einem Spiel Sperre bleibt.

Dann das Ding mit Pavel Fort. Hier ein kurzes Zitat von der Dynamo-Homepage (www.dynamo-dresden.de):

In der 70. Spielminute rückte dann zum wiederholten Mal der Schiedsrichter in den Mittelpunkt. Nach einem Foul von Robert Koch, der dafür die gelbe Karte kassierte, vergingen einige Sekunden und plötzlich zog der Schiedsrichter die rote Karte gegen Pavel Fort. Der Tscheche führte offenbar aus Unzufriedenheit über den Spielverlauf mit sich selbst einen Monolog in seiner Heimatsprache. 

Aha! Soll ich das wirklich glauben? Pavel Forts tschechische Anfeuerung sich selbst gegenüber provozierte Schiedsrichter Tobias Zieler zu einem glatten Rot… Was genau gesagt wurde und welchen Inhalt das hatte, wissen doch nur Pavel Fort und der Schiedsrichter. Die Darstellung von Vereinsseite spielt mir zu sehr auf „Unschuldslamm“. Aber na ja, wir versuchen halt auch, eine Sperre so gering wie möglich herauszuschlagen. Hoffentlich war der Disput nicht so grob, dass dem Spieler bei unserem engen Kader eine längere Pause droht. Vielleicht gab es ja ein Gespräch mit Fürth und Dani Schahin? Träume sind erlaubt.

Die weitere Verbannung von Trainer Ralf Loose auf die Tribüne war das I-Tüpfelchen eines unzufrieden stellenden Spieles. Eine aus „Verärgerung geworfene Wasserflasche…“ (www.dynamo-dresden.de), gut, dass unser besonnener Trainer auch zeigen kann, wenn er frustig ist. Das ist menschlich und nachvollziehbar. Und mal im Ernst, die Tore kann er auch nicht schießen, danach sah es gestern auch nicht aus. So richtig gute Chancen hatte Fürth mehrfach, überzeugende Dresdner Angriffe waren bei 90elf eher selten zu vernehmen. Das Ergebnis geht wohl leider in Ordnung. Kann ein Trainer eigentlich auch für weitere Spiele gesperrt werden?

Richtig ärgerlich war für mich, dass es wieder nicht gelang, die dann folgende Knallerei im Dresdner Block zu unterbinden. So lange dies fortgeführt wird, sind rote Karten nicht das Problem unseres Vereines. In Fürth zu verlieren, ist keine Schande, die wiederholte Knallerei im Block schon!

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