Rückblick, Teil 1, unsere Mannschaft

Die Saison 2011/12 ist vorbei, die ersten Abgänge stehen fest, weitere werden garantiert folgen und daher ist nun Zeit, ein erstes Mal auf die nun vergangene Spielzeit zurück zu  blicken. Beginnen wir mit der Mannschaft.

Unser Trainer Ralf Loose hat in dieser Saison 27 Spieler eingesetzt, von denen 22 mehr als 5 Spiele bestritten haben. Aufgrund der zahlreichen Nachverpflichtungen (7 nach Saisonbeginn, 2 in der Winterpause) relativiert sich diese anfangs hoch klingende Anzahl. Im Vergleich zu unseren bisherigen Jahren in der 2. Bundesliga liegen wir damit gut zwischen unserem niedrigsten (2004/05 26 eingesetzte Spieler) und höchstem (2005/06 30 eingesetzte Spieler) Wert. Auch die Menge unserer Torschützen (12) ist durchschnittlich. Bis auf 3 Spiele hat unser Trainer immer alle 3 möglichen Wechsel genutzt, auch ein Grund, weshalb 22 Spieler mehr als 5 Einsätze vorzuweisen haben. Was auffällt, ist, dass die Wechsel vorwiegend streng positionsgetreu durchgeführt werden, das Aufbäumen gegen Niederlagen nie mit einem 3 Stürmer erfolgt. Das kurz vor Spielende ein Verteidiger für einen Stürmer kam, ist dagegen nicht unbedingt  ausgeschlossen.

Tor:

Kaum ein Verein hatte zuletzt 3 verschiedene Stammtorhüter in einer Saison. Dennis Eilhoff, als Nummer 1 von Arminia Bielefeld verpflichtet, war die ersten 9 Saisonspiele unser Torhüter. Mit einer bereits am 2. Spieltag erlittene Kapselverletzung im linken Mittelfingergelenk spielte er aufgrund anfangs fehlender Konkurrenz weiter und verlor nach 18 Gegentoren in 9 Spielen seinen Stammplatz an den nachverpflichteten Wolfgang Hesl. Kurze Zeit später pausierte dann Dennis Eilhoff und was anfangs optimistisch nach einer Pause von 6 Wochen klang, ist inzwischen nach 7 Monaten das Ende seiner Zeit in Dresden geworden. Sein Vertrag wird aufgrund seiner unklaren Situation nicht verlängert. Hoffentlich ist sein Einsatz für Dynamo nicht das Ende seiner Karriere geworden?!

Wolfgang Hesl übernahm am 10. Spieltag den Platz im Tor und wurde durch seinen grandiosen Einstand durch den Sieg gegen den TSV 1860 München gleich erfolgreich in die Mannschaft eingeführt. Bis zur Winterpause kassierte er in 10 Spielen 16 Gegentore und war in der Winterrangliste der Zweitligatorhüter im Kicker sofort im „Blickfeld“ gelandet. Trainer Ralf Loose stärkte ihm zusätzlich in der Winterpause durch sein klares Bekenntnis zu Wolfgang Hesl als Nummer 1 im Dynamotor den Rücken. Doch am 3. Spieltag nach der Winterpause brach sich Hesl im Spiel gegen den SC Paderborn den kleinen Finger der linken Hand.

So kam es zur eigentlich nicht mehr erwarteten neuen Chance für Benjamin Kirsten. Am Saisonanfang verärgerte dieser Ralf Loose durch eine mutmaßlich zu lang verschwiegene Schambeinverletzung, welche die Torwartnot in den ersten Saisonspielen erst heraufbeschwor. Doch Benjamin Kirsten nutzte seine Chance als Rückhalt in einer immer sicherer werdenden Defensive der Dresdner. Nach seinem Debüt in Paderborn spielte Dynamo Dresden plötzlich die folgenden 3 Spiele allesamt zu Null und Kirsten kratzte sogleich am bisherigen Dresdner Zweitligarekord der „meisten Spielminuten ohne Gegentor“. Mit 273 gegentorfreien Minuten fehlten letztendlich 40 an der bisherigen Bestzeit (gehalten von Ignjac Kresic). Benjamin Kirsten hielt stark und schaffte es mit einer sicher stehenden Defensive, in seinen ersten 6,5 Zweitligaspielen 4x zu Null zu spielen. So verwunderte es nicht, als nach seiner Genesung Wolfgang Hesl erstmal auf der Bank Platz nahm, während Kirsten weiterhin spielte. 12 Gegentore in 13 Saisoneinsätzen sind letztendlich eine erstaunliche Quote für einen Spieler, der anfangs als Sohn eine Legende für die 2. Mannschaft verpflichtet wurde.

Durch die langwierigen Verletzungen unserer Torhüter saß Axel Mittag, Torwart der 2. Mannschaft, in 10 Saisonspielen auf der Bank.

Zur neuen Saison werden wir uns jedoch wieder an neue Gesichter gewöhnen müssen. Während der Vertrag von Dennis Eilhoff nicht verlängert wird, hat Wolfgang Hesl seinen gekündigt.

Verteidigung:

52 Gegentore sind es letztendlich für Dynamo Dresden geworden, ein respektabler Wert nachdem wir bis zur Winterpause in 19 Spielen bereits 34 erhalten haben. Während am Anfang aufgrund fehlender Spieleralternativen experimentiert wurde und ab Mitte der Hinrunde sich die neuen Spieler an die 2. Bundesliga und aneinander gewöhnen mussten, gab es nach der Winterpause einen festen Defensivkern.

„Chef“ dieser Defensive war unser neuverpflichteter Innenverteidiger Romain Bregerie. Mit 31 Sasioneinsätzen (1 Tor) war er schnell in der neuformierten Mannschaft anerkannt und zu Beginn der Rückrunde gegen den FC Energie Cottbus sogar Kapitän. Anerkannt war er auch beim Kicker. Nicht weniger als 7x stand er dort in der Elf des Tages, nur 3 Spieler hatten mehr Nominierungen!

Ebenfalls aus Frankreich und vom FC Metz kam Bregeries Mannschaftskollege Cheikh Gueye, der mit 31 Saisoneinsätzen als Rechtsverteidiger schnell unumstritten war.

Innenverteidiger Florian Jungwirth brachte es auf 26 Einsätze, ein guter Wert, jedoch mit nur 4 Spielen 2012 von Anfang an wird er sich mehr ausgerechnet haben. Ralf Loose betont immer wieder, dass Innenverteidiger groß sein müssen, große Wertschätzung genießt Jungwirth mit seinen 181 cm nach außen hin nicht. Gegen Ende der Saison wurde das Interesse vom SC Paderborn publik, hoffentlich bleibt es nur beim Interesse!

Toni Leistner überraschte wahrscheinlich die meisten Fans, als er zu Beginn der Saison in Cottbus als Rechtsverteidiger in der Startelf stand, auch am letzten Spieltag stand er beim Abpfiff in Frankfurt auf dem Platz, doch leider gab es für ihn in der gesamten Saison nur 3 Einsätze in der 1. Mannschaft. Trotzdem hat er seinen Vertrag in Dresden verlängert, hoffentlich gibt es in der neuen Saison mehr „Spielzeit“ für ihn!

Jens Möckel ist unser Saisonmissverständnis. Verpflichtet vor dem Aufstieg, reichte es für ihn nur 2x für die Bank, ansonsten hörte man von ihm wenig und vom Verein nur, ihm bei einem möglichen Wechsel keine Steine in den Weg legen zu wollen. Alles Gute, Jens!

In der Winterpause wurde mit Vujadin Savic aus Bordeaux ein weiterer Innenverteidiger ausgeliehen. Mit 1,94 m entsprach er dem looseschen Gardemaß. 12 Einsätze in einer stabilen Rückrundenabwehr rechtfertigen seine Leihe, eine weitere wird derzeitig angestrebt.

Alexander Schnetzler ist unser Joker des Jahres. Anfang der Saison fand er sich unerwarteterweise auf der Ersatzbank wieder, da unser Trainer von seinen Trainingsleistungen nicht angetan war. Mit 20 kompletten  Einsätzen als Reservist kam er von dort auch nicht mehr runter, außer im Pokal gegen Bayer Leverkusen. Als Einwechsler half er mit, die wohl größte Pokalsensation der letzten Jahre zu schaffen. Ironie der Geschichte, er schoss das 4:3 wodurch Chaikh Gueye als sein direkter Konkurrent verpflichtet werden konnte. An dem kam er die gesamte Saison nicht vorbai und nur eine 5. gelbe Karte bewirkte, dass Alexander Schnetzler mit 1 Ligaeinsatz am 23. Spieltag überhaupt in der Zweitligastatistik Dynamo Dresdens auftauchen wird!

Auch Sebastian Schuppan wurde sein Einsatz am Anfang der Saison fast zum Verhängnis. Mit rezidivierenden Muskelkrämpfen schleppte er sich durch mehrere Ligaspiele am Anfang der Saison und sah dabei verständlicherweise auch nicht besonders gut aus. Dies alles führte dazu, dass auf seiner Position als Linksverteidiger mit Muhamed Subasic ein weiterer Spieler verpflichtet wurde. Sebastian Schuppan verlor nach 6 Spieltagen seinen Stammplatz und wurde die kommenden 11 Spiele nur 3x eingewechselt. Erst als sein Konkurrent mit Leistenproblemen ausfiel, kehrte Schuppan zurück und stabilisierte zuerst sich und dann auch unseren Abwehrverbund. 26 Spiele (1 Tor) und ein neuer Vertrag in Dresden, Schuppan hat es geschafft!

Innenverteidiger Martin Stoll hat ähnliches Pech wie Jens Möckel, auch er wurde vor feststehendem Aufstieg für die 3. Liga verpflichtet. Nichtsdestotrotz war er zu Beginn der Saison Stammspieler und als der Kicker von ihm als „die Konstante“ im Spiel der Dresdner sprach, verlor er seine Position in der Stammelf an Florian Jungwirth und sogar seinen Bankplatz nach der Winterpause. 11 Spiele (1 Tor) aber nie eine neue Chance über mehr als ein Spiel, die Wege von Martin Stoll und Dynamo Dresden werden sich im Sommer mutmaßlich trennen.

Am letzten Tag der offenen Transferliste stieß schließlich mit Muhamed Subasic ein weiterer Linksverteidiger zur Mannschaft. In seinem 1. Spiel gelangen ihm 2 Tore und setzten die Erwartungshaltung in ihn sehr hoch. Licht und Schatten wechselten sich ab, Ballgewinnen nach Zweikämpfen folgten Fehlpässe mit nach unten hängendem Kopf und irgendwann kam es mir so vor, als ob er keine Pause bekam, weil Sebastian Schuppan nicht mehr zugetraut wurde. Nach seinen Leistenproblemen und einer notwendigen OP in der Winterpause verlor er seinen Stammplatz und so spielte er in der Rückrunde nur noch ein einziges Spiel von Beginn an. Insgesamt 17 Saisonspiele (3 Tore) und durchaus vorhandenes Potential scheinen eine Weiterverpflichtung nicht auszuschließen. Ob es jedoch finanziell machbar erscheint, ist eher ausgeschlossen!

Mittelfeld:

Ich habe das Gefühl, als ob die sich Zeit von Stammspieler Cristian Fiel so langsam dem Ende neigt. In der Hinrunde durch eine rote Karte und mehrere Blessuren gehandicapt, ist er auch in der Rückrunde nicht unbedingt der Chef im defensiven Mittelfeld geworden. Für die Mannschaft als Person ist er dennoch unverzichtbar! 24 Saisonspiele (1 Tor) sind es letztendlich geworden, wobei er immer seltener 90 Minuten auf dem Platz steht.  Wird im defensiven Mittelfeld gewechselt, geht er eher öfter als David Solga oder er ist gar der, der eingewechselt wird, wie in den letzten 6 Saisonspielen 4x geschehen.

Nachwuchsspieler Marcel Franke hätte solche Sorgen gern, bisher ist er Ralf Loose noch etwas zu grün und mit gerade einem Einsatz auf der Bank im Hinspiel gegen Duisburg wird er es wohl leider auch noch in der nächsten Saison bleiben!

Marcel Heller hatte viel Pech in Dresden. Die ersten Spiele im rechten oder auch linken Mittelfeld nervös und hektisch, wurde an ihm von unserem Trainer ein Exempel statuiert, als er wegen eines Staus zu spät zur Spielvorbereitung gegen den 1. FC Union Berlin kam. Später gab Loose zu, dass Heller nicht der Einzige war, wahrscheinlich aber der am ehesten verzichtbare Spieler. Unglücklich war sicherlich auch sein Interview nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt, als er überhaupt nicht verstehen konnte, gegen seinen Exverein nicht von Beginn an gespielt zu haben. In der Winterpause, schien sich dann der Marcel Heller zu entwickeln, den Dynamo dachte, im Sommer verpflichtet zu haben, doch dann riss sein Syndesmoseband und die Rückrunde fand ohne ihn statt. So blieb es bei 15 Saisoneinsätzen und einem auslaufenden Vertrag, der nicht verlängert wird. Alles Gute, Marcel!

Mit Lars Jungnickel wird Dynamo einen bei Dynamo ausgebildeten ehemaligen Jugendspieler verlieren. Als anfänglicher Stürmer rutschte er über die Jahre zuerst ins defensive Mittelfeld und dann weiter auf die Position des Rechtsverteidigers. Diese Vielseitigkeit führte zur Vertragsverlängerung, seine Verletzungsanfälligkeit dazu, dass er nach einer Infektion aus dem Kader rutschte und nicht wieder zurückfand. 2 Einwechslungen und nicht eine Berücksichtigung 2012 werden wahrscheinlich zu einer neuen Aufgabe außerhalb der 1. Mannschaft führen!

Ein weiteres Eigengewächs, Maik Kegel, hat Dynamo bereits verlassen. Seine eigentliche Position als offensiver Mittelfeldspieler ist in Dresden derzeit nicht mehr vorgesehen. Außerdem haftet ihm ein Phlegma an, dass er in Dresden einfach nicht mehr los wird. 12 Einsätze, davon keiner über volle 90 Minuten und regelmäßige öffentliche Rüffel vom Trainer haben ihn dazu bewogen, dass Kapitel Dynamo zu beenden. Alles Gute in Chemnitz!

Ebenfalls kaum eine Zukunft in Dresden wird unser Leihspieler Marvin Knoll haben. Da wird das letzte Wort wohl nach den Relegationsspielen von Hertha BSC folgen. Das sich bei jungen Spielern Licht und Schatten abwechseln, ist vorhersehbar, doch so viel Schatten gab es bei Marvin Knoll meiner Meinung nach nicht. 11 Spiele (1 Tor) sind für einen linken Mittelfeldflitzer, der sich in Dresden weiter entwickeln sollte, jedoch zu wenig. In Erinnerung bleiben wird jedoch sein Galaauftritt gegen den 1. FC Union Berlin: 1 Tor und 2 Vorlagen!

Robert Koch ist einer der Überraschungen der Saison. Ich hätte niemals gedacht, dass am Ende 31 Spiele, 8 Tore und 6 Vorlagen in seiner Saisonbilanz stehen würden. Ursprünglich Stürmer, so ist er inzwischen im rechten Mittelfeld, bei Bedarf auch links zu Hause. Und er weiß sich auch zu behaupten. Mit 8 gelben und 1 gelb-roten Karte ist er jedoch auch manchmal ein Heißsporn. Klar, dass die Interessenten Schlange stehen, ob es aber wirklich Schalke 04 oder Borussia Mönchengladbach sind, wage ich zu bezweifeln. Hoffentlich bleibt er!

Gar nicht mehr zu dieser erfolgreichen Saison beitragen durfte Gerrit Müller. Nach seinem im Relegationsrückspiel in Osnabrück erlittenen Kreuzbandriss werden sich die Wege von Dynamo und ihm leider im Sommer trennen.

Giannis Papadopoulos ist der Spieler im defensiven Mittelfeld, der vorerst unseren Kapitän in die zweite Reihe verdrängt hat. Mit 24 Saisoneinsätzen hat er genau die Anzahl von Cristian Fiel erreicht, aber gefühlsmäßig hat er inzwischen die Nase vorn. Es deutete sich zu Beginn der Rückrunde an und verdichtete sich am Ende der Saison, als griechischer Nationalspieler ist Papadopoulos auch kein Leichtgewicht!

Vor der Saison wurde ihm der Wechsel nahegelegt, inzwischen ist für Dynamo eine Verlängerung des Vertrages von Sascha Pfeffer nicht gänzlich unvorstellbar. Mit 10 Saisoneinsätze (1 Tor) ist er auf alle Fälle immer wieder eine Alternative im rechten Mittelfeld. Und wenn er dann mal ran darf, und sei es noch so kurz, dann steht er unter Strom. Nicht umsonst hat er sich seine 2 gelben Karten in 2 Spielen geholt, in denen er einmal 3 und einmal 4 Minuten ran durfte! Zwar bemängelt Ralf Loose fehlende Flexibilität, da unser Trainer jedoch auch meist unflexibel wechselt, kommt es hoffentlich zur Verlängerung des Vertrages!

Unser Dauerrenner im defensiven Mittelfeld ist David Solga. Irgendwie habe ich ihn anfangs immer etwas unterschätzt, aber defensiv hat er eine hervorragende Saison gespielt. Mit 33 Saisoneinsätzen hat er die meisten in diesem Jahr gesammelt, ein Tor blieb ihm leider verwehrt.

Filip Trojan ist ein Glücksgriff für unseren Verein gewesen. Zwar denkt man bei 15 Auswechslungen zuerst an einen Kurzarbeiter oder an einen unzufriedenen Trainer, aber wer in 32 Einsätzen neben 2 Toren auch 9 Torvorlagen gibt, der hat seine Aufgabe gut erfüllt. Mit seiner Vertragsverlängerung hast er sich bei den Fans sehr beliebt gemacht! Noch mindestens 2 Jahre bleibt er uns erhalten.

Clemens Walch hat sich sicherlich mehr von seiner Zeit in Dresden erhofft. Nach der Verletzung von Marcel Heller nachverpflichtet, kam er nur zu 5 Einsätzen, von denen keiner über die volle Distanz ging. Ich habe dieses Leihgeschäft nie verstanden, vor allem, weil wir im rechten Mittelfeld mit Sascha Pfeffer und Gerrit Müller auch Alternativen für die Zeit der Verletzung von Marcel Heller gehabt hätten?!

Angriff:

Der Brasilianer Cidimar kam als Notnagel und zog im Winter aufgrund fehlender Perspektive weiter, um mit Aalen aufzusteigen. Er überbrückte in 3 Saisoneinsätzen die Zeit der Sperre von Pavel Fort und hatte nach den Nachverpflichtungen im Sturm keine Perspektive mehr.

Am Ende der Wechselfrist im Sommer kam Zlatko Dedic aus Bochum nach Dresden und anfangs hatte wahrscheinlich nicht nur ich ein Problem mit seiner Spielweise. Sein egoistisches Spiel und die rasche Tieffliegerei, (wenn man die rosarote Fanbrille mal absetzt), vor allem jedoch das Tor, welches er Pavel Fort auf St. Pauli nahm, festigten einen Ruf, welchen er in der Rückrunde lächelnd zunichte machte. Am Ende herrscht viel Wehmut, dass uns Zlatko Dedic nach 27 Spielen und 13 Saisontoren wieder verlässt.

Einziger nomineller Stürmer am Anfang der Saison war Pavel Fort. Auch an ihn musste ich mich anfangs gewöhnen und mit 5 Toren in 24 Einsätzen (dabei 16 Einwechslungen!) hat er seine Aufgabe blendend erfüllt. er war immer eine Alternative und manchmal hätte ich mich gefreut, wenn er mehr Chancen von Beginn an erhalten hätte oder auch mal als 3 Stürmer bei Rückständen „hinzu statt für“ gekommen wäre!

3 Tore gegen den TSV 1860 München genügten, um aus Mickael Poté einen Liebling der Fans zu machen. Inzwischen ranken sich um ihn nach seiner erfolgreichen Saison zunehmend Wechselgerüchte. Er war zu Zlatko Dedic in diesem Jahr ein guter Sturmpartner, irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass einer bestimmt treffen wird. Mit 12 Treffern in 27 Einsätzen war das ja auch oft der Fall!

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