Rückwärts nimmer, vorwärts immer! Die Tage zwischen Ingolstadt und Hertha!

So langsam ist der vergangene Sonntag verdaut und hoffentlich zieht wieder etwas Objektivität in die Betrachtung der Heimniederlage gegen Ingolstadt.

Der Saisonstart ist misslungen, nicht mehr und auch nicht weniger ist geschehen. Nach 6 Spieltagen stehen 5 Punkte auf der Dresdner Habenseite. Es sollte nicht vergessen werden, dass dies unseren zweitbesten Start in eine Zweitligasaison darstellt! Besser waren wir nur in der Saison 2005/06 mit 10 Punkten nach 6 Spieltagen und einem Abstieg am Saisonende. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass Verein und Umfeld gleich zu Beginn der Saison etwas geerdet werden und der Verbleib in Liga 2 nicht von Anfang an als Selbstverständlichkeit betrachtet werden.

Mit Anthony Losilla und Idir Ouali standen am Sonntag nur zwei Neuzugänge auf dem Platz. Ein Argument dafür, im Grunde eine eingespielte Mannschaft auf dem Platz zu haben. Das derzeitige System entspricht jedoch keinesfalls dem am Ende der Vorsaison. Derzeit fehlt Mickael Poté die Entlastung eines Zlatko Dedic. Gut zu beobachten war, wie unser Spiel vollständig auf Mickael ausgerichtet ist. Hohe Bälle auf Poté in den Strafraum, wenn das nichts hilft, flache Bälle an die Strafraumgenze mit der Erwartung, dass er schon was draus machen wird. Eine erfahrene Abwehr wie die der Ingolstädter mit  über 450 Zweit- und mehr als 300 Bundesligaspielen konnte damit natürlich nicht vor dauerhafte Probleme gestellt werden. Im Spielaufbau fehlte der Überraschungsmoment. Florian Jungwirth war über das gesamte Spiel eher der defensive Zerstörer, während Anthony Losilla sich anfangs offensiv gefährlich engagierte, sich im weiteren Spielverlauf dann jedoch von der zunehmenden Hektik ausbremsen ließ. Filip Trojan (klasse Ecke zu Spielbeginn!)Idir Ouali und Robert Koch wechselten zwar regelmäßig die Positionen, übersahen beim Dribbling im 1 zu 1 jedoch mehrfach Nebenspieler. Vor allem Idir Ouali war meiner Meinung nach nach 30 Minuten zu ausrechenbar.

Das dann der Dolchstoß direkt nach der Dresdner Chance des Spiels fiel, passt ins Bild eines verkorksten Sonntages! Unverständlich für mich bleiben die späten Wechsel. Tobias Jänicke hätte durchaus eher Idir Ouali ersetzen dürfen, ihm traute ich nach seiner Einwechslung zu, diesem zerfahrenen Spiel eine Wende zu geben. Wieso Muhamed Subasic in jedem Spiel eine neue Chance bekommt, gemütlich über den Platz zu traben, erschließt sich mir nicht.

So jubelte am Ende die überschaubare Menge Ingolstädter Fans, die ihr Torwart, Ramazan Özcan, persönlich nach Dresden eingeladen hat. Er spendierte 2 Fanbusse, in die bestimmt alle hineingepasst haben.

 

 

Am Mittwoch in Berlin wird es wahrscheinlich etwas einfacher für uns werden. Die Erwartungshaltung vom Namen her dürfte keinen Punkt vorhersehen, statistisch gibt es keine vergangenen Partien, die eine Tendenz zeigen. Einzig gegen die 2. Mannschaft der Hertha gab es mehr oder weniger erfolgreiche Spiele, wobei sicherlich das 0:0 im Relegationsrückspiel vom 09.06. 2002 in Erinnerung geblieben sein dürfte. Als ich mir unter http://www.fussball-corner.de/viewtopic.php?t=364 den Spielbericht durchlas, fand ich einige Parallelen zum Spiel gegen Ingolstadt. Damals machten die Herthaamateure das Spiel und am Ende jubelte Dynamo!

Hertha BSC (A): Kusczak – Kapagiannidis – Madlung, Steiner – Marx, Balta, Schröder (60. Kretzschmer), Stingl (46. Mladenow), Chahed – Tchami (65. Mittenzwei), Ludvigsen

Dynamo Dresden: Kresic – Paulus, Oppitz, Csik, Dabac – Petrowsky (83. Milde), Heller, Wagefeld, Heidrich, Hähnge – Neubert (90. Anyanwu)

Zuschauer: 12 000

Torfolge: 

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