Saisonvorschau 2013/14, unsere Abwehr

Die Mannschaftsplanung für diese Saison stand eigentlich unter dem Motto, unseren Kader in seiner Anzahl der Spieler zu verschlanken. Aus diesem Grund wurden fleißig Spieler abgegeben. Cüneyt Köz, Bjarne Thoelke, Muhamed Subasic, nicht einmal Spieler mit einem laufenden Vertrag über die Saison hinaus hatten Bestandsschutz. Daneben wurden auch einzelne auslaufende Verträge nicht verlängert, wodurch sich beispielsweise Florian Jungwirth, sei es aus Unfähigkeit seines Beraters oder aus Desinteresse des eigenen Vereins, plötzlich statt in Dresden beim VfL Bochum zum Saisonstart einfand.

Doch nebenbei wurde, betrachten wir heute die Abwehr der SGD, auch fleißig verpflichtet. Adam Susac, der gefühlt seit dem Trainingsauftakt vorspielt, könnte der nächste Neue für unseren Abwehrverbund sein. Da es noch nicht soweit ist, schauen wir heute auf die, die da sind und auf ihre Chancen, einen Platz auf dem Feld oder der Bank zu ergattern.

Romain Bregerie, wird inzwischen in seine dritte Zweitligasaison in Dresden gehen. Als Innenverteidiger dürfte er wie in den vergangenen zwei Jahren auch diesmal wieder gesetzt sein. Als letztjähriger Vizekapitän antwortete er in manchem Interview in einem beeindruckenden Deutsch. Ein Formtief im letzten Herbst hat einige Interessenten von einer Verpflichtung abgeschreckt, wodurch wir uns wiederum freuen dürfen, Romain voraussichtlich für weitere drei Jahre in Dresden sehen zu dürfen.

Cheikh Gueye, spielt als Rechtsverteidiger meist irgendwo zwischen Genie und Wahnsinn. Wo es nach seinem Wechsel aus Metz nach Dresden anfangs noch oft das Genie war, warf ihn sein Syndesmosebandanriss zuerst von den Beinen. In die Mannschaft fand er nicht wieder zurück. Jetzt, da sein Vertreter gewechselt ist, werden die Würfel neu gemischt, doch irgendwie habe ich das Gefühl, dass Cheikh sich vorerst mit der Bank begnügen wird müssen.

Toni Leistner, er geht inzwischen in sein viertes Jahr in Dresden. Fünf Spielen für die SGD stehen 13 in seiner halbjährigen Leihe nach Halle entgegen. Es wurde geschrieben, er wollte eigentlich gar nicht wieder zurück und manchmal hat man das Gefühl, der Local-Player-Status ist der intensivste Grund, ihn in Dresden zu behalten. Als wahlweiser Rechts- oder Innenverteidiger ist er mit seiner Flexibilität nicht chancenlos, dann und wann in den Kader zu rutschen, nur werden vorher wohl nicht nur ein Spieler gesperrt oder verletzt sein müssen!

Adnan Mravac, das neue und unbeschriebene Blatt in Dresden. Als erfahrener Ü30 Spieler, der als Innenverteidiger oder auch als Linksverteidiger eingesetzt werden kann, wird er seine Spielanteile definitiv erhalten. In einem Forum stand geschrieben, dass er im 1:1 kaum zu bezwingen ist, sein Stellungsspiel jedoch ausbaufähig. Lassen wir uns überraschen, auf alle Fälle kann er ein wichtiger Spieler werden, der die Perspektivspieler an die benötigte Zweitligahärte heranführt.

Alban Sabah, auch ein neuverpflichteter Spieler, der im Schalker Nachwuchs großgeworden ist. Er bringt, glaubt man den Bildern in den sozialen Medien, eine gewaltige körperliche Präsenz mit, die ihm schnell Respekt verschaffen kann. Bei den Schalker Amateuren fiel er im letzten Jahr durch fünf Saisontore auf, die er jedoch in der Regionalliga West erzielte. Nun spielt er zwei Ligen weiter oben. Steffen Menze betonte, dass das Ziel sei, in in den zwei Jahren, die er in Dresden Vertrag hat, zu einem Zweitligaspieler zu formen. Das klingt nach Zeit, die benötigt wird, um dieses Vorhaben umzusetzen. Ehe er regelmäßige Einsätze erhält, wird die Saison fortgeschritten sein!

Torsten Schulz, auf dem ersten Blick klang dieser Transfer eigenartig, inzwischen klingt er richtig gut. Universell auf der Position des Rechts- oder Linksverteidigers einsetzbar, wird er regelmäßige Spielanteile erhalten. Ein Spieler, der recht schnell zu einer Stammkraft reifen könnte!

Sebastian Schuppan, geht in sein viertes Jahr in Dresden und ist damit automatisch einer der  Spieler, die sich eine Position erarbeitet haben, an der die Neuverpflichteten erst einmal kratzen müssen. Schuppan ist seit 1,5 Jahren Stammspieler und wird diese vorerst auch behalten. Schuppan hat im letzten Jahr oftmals nach Niederlagen Rede und Antwort gestanden und war für mich eines der Gesichter der Saison.  Mal sehen, wie er damit umgeht, bisher keinen direkten Konkurrenten zu haben, da Torsten Schulz in der Vorbereitung meist rechtsseitig spielte und Adnan Mravac eher als Innenverteidiger eingeplant wurde.

Insgesamt hat sich der Abwehrverbund der SGD leicht verschlankt, mehrere Spieler sind auf verschiedenen Positionen einsetzbar, was die Stimmung hoch und regelmäßige Einsätze ermöglichen sollte. Da Verletzungen und Sperren auch in der neuen Saison kommen werden, wird diese Flexibilität vonnöten sein. Sollte es dennoch einmal eng werden, so hat Anthony Losilla gezeigt, dass er ein sehr guter Innenverteidiger sein kann. Christoph Menz, ein vorrangig defensiver Mittelfeldspieler, scheint der neue Florian Jungwirth zu sein. In der Vorbereitung ist er neben dem defensiven Mittelfeld auch in der Innenverteidigung aufgelaufen oder hat als Rechtsverteidiger agiert. Auch Marco Hartmann, ein weiterer Neuzugang im defensiven Mittelfeld, scheint die Innenverteidigung nicht gänzlich fremd zu sein.

Es bestehen also verschiedene Möglichkeiten, die vier zu vergebenden Positionen zu besetzen. Neben

Benjamin Kirsten im Tor ist in der Verteidigung folgende Aufstellung denkbar:

Torsten Schulz – Adnan Mravac, Romain Bregerie – Sebastian Schuppan

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