Sonntag, 22.09.2013, drittes Kellerduell

Es geht Schlag auf Schlag mit den Dynamos. Sieht man das Glas halbvoll, so sind wir in den bisherigen Kellerduellen gegen Ingolstadt und Düsseldorf ungeschlagen geblieben, ist es halbleer, so sind wir sieglos. Aber wie war das in der letzten Saison, als Hertha BSC am 24.Spieltag ungeschlagen nach Dresden reiste? Je länger Serien werden, desto eher fallen sie! Unsere Sieglosserie wird enden!

Zu Gast am Sonntag ist der SC Paderborn 07, der derzeitig den Relegationsplatz 16 belegt. Auch bei einem Sieg werden wir den noch nicht erreichen, sind dann jedoch wieder in de rLotterie um die unteren Mittelfeldränge. Überhaupt sind die Abstände zwischen dem aktuellen Tabellenvierten und eben Paderborn auf Platz 16 minimal. Ein ganzer Sieg (und einige Tore) trennen den Verfolger der Aufstiegsränge und den, der untern zittert.

Der SC Paderborn könnte so etwas wie ein Vorbild für Dresden sein. Auch, wenn dieser Vergleich für den Anhang, der sich nach den „guten alten Erstligazeiten“ zurücksehnt, ungewöhnlich klingt, so zeigen die Ostwestfalen jedes Jahr aufs Neue, wie man aus wenig viel machen kann. Seit der Saison 2005/06 spielen sie, außer in der Saison 2008/09 in der 2.Bundesliga. Nach jeder Saison zahlen sie den Preis des unerwarteten Erfolges und bauen dann notgedrungen eine neue Mannschaft auf. Nick Proschwitz, Deniz Naki, Sören Brandy, Florian Mohr oder Sören Gonther, für sie alle war Paderborn nur ein Schritt auf der Karriereleiter. Doch diese Wechsel vollziehen sich nicht nur auf Seite der Spieler. Im Sommer 2011 wurde Trainer André Schubert zum FC St. PAuli weggelobt, ein Jahr später folgte dessen Nachfolger Roger Schmidt während der Saisonvorbereitung dem Lockruf aus Salzburg. Stephan Schmidt, der Roger Schmidt schließlich beerbte, blieb ebenfalls eine Zwischenlösung. Als Paderborn zum Ende der letzten Saison in einem dramatischen Spiel bei der SG Dynamo Dresden zwei Elfmeter nicht verwandelte und im Abstiegskampf wertvollen Boden verlor, zog diesmal der Verein die Reißleine. André Breitenreiter heißt nun der Neue, der 13 Neuzugänge in die Reste der Mannschaft der vergangenen Saison integrieren muss.

Der Saisonstart verlief in Paderborn ähnlich holprig wie in Dresden. Zwar haben die Paderborner im Gegensatz zu uns bereits zwei Spiele gewonnen, jedoch sind sie auswärts bisher immer für ein paar Gegentore gut. In Cottbus haben sie bereits nach 37 Minuten vier Stück gefangen. In Bochum, wo sie sich kurz vor der Pause mit einem Doppelschlag ein 2:0 Polster schufen, kassierten sie in der zweiten Hälfte ebenso vier Tore. Auch in Bielefeld nutzte ihnen eine zwischenzeitliche 2:0 Führung nichts, beim 3:3 am Ende konnten sie jedoch wenigstens einen Punkt mitnehmen.

Nun also wieder Dresden, wo die Emotionen im Frühjahr hochkochten. Doppelter Torschütze für Dynamo war damals übrigens Tobias Müller, jener, der zuletzt in Düsseldorf zeigte, dass er mehr als ein Joker sein kann. Kein schlechtes Omen…

Aktuell fällt unsere Punkteausbeute gegenüber der Vorsaison mit einem Punkt mehr (Düsseldorf ersetzt Hertha BSC aus der letzten Saison) positiv aus. Gewinnen wir, beenden wir unsere Sieglosserie und haben weiterhin einen mehr erkämpft! Möge es so bleiben!

Ein Gedanke zu „Sonntag, 22.09.2013, drittes Kellerduell

  1. SCP Blogger

    Ich hätte nie erwartet, dass ich mal lese, dass der SCP ein Vorbild für Dresden sein könnte. Da muss ich mich glatt bedanken! 😀 Ich vermag es aber nicht einzuschätzen, wer die besseren Chancen hat: Schlechteste Auswärtsmannschaft spielt bei der schlechtesten Heimmannschafft, das verspricht ein angespanntes Duell zu werden und ein 0:0 am Ende würde mich nicht wundern.

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