Schlagwort-Archiv: 33. Spieltag

„Bestleistungen“

3 aus 6, auch gegen den 3. Aufsteiger ist es uns nicht gelungen, ohne eine Niederlage durch die Saison zu kommen. Nur gegen den Sonnenhof ist es uns überhaupt ein Sieg gelungen. Unsere Bilanz gegen die Aufsteiger lautet daher: 1 Sieg, 2 Unentschieden, 3 Niederlagen, 4:5 Tore

6 aus 11, auch wenn es zuletzt etwas seltener geworden ist, ist ein 0:1 Tipp gegen Dynamo in der Rückrunde immer eine gute Wahl. 6 der 11 Rückrundenspiele endeten mit diesem Ergebnis.

19 aus 17, unsere bisher beste Saisonauswärtsbilanz ist nach 3 Niederlagen in Folge gerissen. Durch die Niederlage in Köln gibt es auch keine Möglichkeit mehr, auf 26 Punkte wie am Saisonende 2010/11 zu kommen.

85, durch die 3 Gelben Karten haben wir bereits mehr „Bösewichtspunkte“ (gelb = 1 Punkt, gelb-rot = 3 Punkte, rote = 5 Punkte) gesammelt als jeder Drittligasaison zuvor. Um die 100 Punkte am Saisonende scheinen nicht mehr unerreichbar.

330 Minuten haben wir auswärts keinen Treffer mehr erzielen können. Nicht mehr weit bis zum „Bestwert“ der Saison 2009/10, welche nach 387 Minuten glücklicherweise durch die einsetzende Sommerpause „zwangsbeendet“ wurde.

Schaulaufen (für Uwe) bei der Fortuna

Nach den gestrigen, nur auf den ersten Blick überraschenden, Trainerentscheidungen in der Bundesliga habe ich mir Gedanken über Dynamo gemacht. Das wir in unserer „Hire and Fire“ Mentalität eher den Hamburgern als den anderen Schwarzgelben ähneln, dürfte jedem klar sein. Auf den ersten Blick war mir nicht einmal klar, wer wohl der letzte Trainer gewesen ist, der seinen Vertrag erfüllt hat. Olaf Janßen, dessen Vertrag nach einem Sonntagnachmittag im Mai hinfällig wurde, hatte ich dabei schlichtweg vergessen. Ihn ausgenommen, scheint es gutes Dresdner Recht zu sein, jeden irgendwann in nicht zu langer Zeit den Stuhl vor die Tür zu stellen. Helmut Schulte warf selbst das Handtuch, Ralf Minge wurde in einer ähnlichen Situation wie Olaf Janßen gegangen, Rolf Schafstall bettelte im Spiegel nach einer Vertragsauflösung. Meinhard Hemp war der Peter Németh des Jahres 2001. Danach kam Christoph Franke, und nicht einmal der durfte sein Ende gänzlich selbst bestimmen, obwohl er etwas länger blieb, als es bestimmt zu sein schien. Peter Pacult, so kommt es einem manchmal vor, wurde irgendwann nur aus dem Grund noch einmal verpflichtet, damit man ihm im Gegenzug den Stuhl unter dem Gesäß entfernen konnte, nachdem er einige Jahre zuvor mitten in der Saison seine tiefe Liebe zur österreichischen Heimat wiederentdeckt hatte. Viele verschiedene Persönlichkeiten, die da Dynamo am Spielfeldrand stehen hatte.

Nun sitzt bereits Uwe Neuhaus im Stadion, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch keine offizielle Funktion im Verein hat. Keine einfache Situation für Peter Németh, der jedoch nach außen loyal zu seinem Arbeitgeber mit dieser Konstellation umzugehen scheint. Doch die Zukunft sitzt ihm im Nacken und macht sich Notizen. Uwe Neuhaus bespricht sich mit Ralf Minge und erläutert seine Wünsche und Vorstellungen vom dynamischen Fußball der kommenden Saison. Wenn man den hiesigen Gezetten Glauben schenken darf, so sind die kadertechnischen Veränderungen im Sommer wahrscheinlich größer als es zu erwarten war. Pascal Testroet war erste eine Verpflichtung, die man zu diesem Zeitpunkt nicht vermuten konnte und vergangenes Jahr schlicht unmöglich schien. Michael Parensen scheint aus dem Grund, ein ehemaliger und wohlgesonnener Spieler unseres neuen Trainers zu sein, als Gerücht nicht unbedingt so weit hergeholt zu sein.

Aufgewacht scheinen die aktuellen Spieler jedenfalls zu sein. Bielefeld war ein dankbarer und müder Tabellenführer zur richtigen Zeit, nun wird am Wochenende erstmalig das Kölner Südstadion angefahren werden. Uwe Neuhaus wird vor Ort sein und weitere Eindrücke sammeln, die hoffentlich ein rundes Bild für die neue Spielzeit ergeben werden.

Spannend bleibt es auf alle Fälle, unabhängig vom Ergebnis. Punkt(e) wäre(n) trotzdem schön…

04.Mai 2014, vermasseln wir Lautern die letzte Aufstiegschance?

Sonntagnachmittag zu ungewohnter Zeit spielen wir in Kaiserslautern. Um es gleich vornweg zu sagen, für mich ist der letzte Spieltag mit dem Spiel gegen Arminia Bielefeld wichtig. Auf dieses Tag und dieses Spiel fiebere ich hin.

Diesen Sonntag hoffe ich einfach, dass sich niemand verletzt, kein Schwarzgelber eine rote Karte oder im Falle von Anthony Losilla gelbe einfängt. Außerdem hoffe ich auf ein Spiel, was vielleicht sogar ein wenig Selbstvertrauen bringt. Kaiserlautern ist dafür, so glaube ich, gar kein so schlechter Gegner. Als ich auf die letzten Ergebnisse geschaut habe und dann vor allem auf deren Heimspiele, beschlich mich das Gefühl, dass das Imposanteste an den roten Teufeln ihr nach 1.Bundesliga klingender Name ist. Zuletzt hatten sie mehrere Abstiegskandidaten und vom Namen her einige graue Mäuse zu Gast und der letzte Heimsieg mit mehr als einem Tor Differenz war das 3:0 gegen Union Berlin. Es war damals das 9.Spiel ohne Niederlage. Das Spiel darauf stieg in Dresden.

Für die, die die „Harmlosigkeit“ (die für uns natürlich jederzeit zu einem Sieg reichen kann!) der Betzebuben vor Augen haben wollen, fasse ich die letzten Heimspiele mal in umgekehrter Reihenfolge zusammen: 3:2 gg FSV Frankfurt; 1:1 gg VfL Bochum; 1:1 gg Arminia Bielefeld; 0:0 gg 1.FC Köln; 2:1 gg SV Sandhausen; 1:2 gg VfR Aalen; 2:1gg SpVgg Greuther Fürth; 0:1 gg SC Paderborn; 0:1 gg Fortuna Düsseldorf; davor war es gegen Union Berlin zuletzt ergebnistechnisch überzeugend. 3 Siege, 3 Unentschieden, 3 Niederlagen 10:10 Tore. Ich glaube, Aufstiegskandidaten spielen andere Runden!

Aber ich möchte hier keine Häme verbreiten, unsere Auswärtsbilanz seit dem letzten überzeugenden Sieg in München ist noch schlechter. 5 unentschieden, 5 Niederlagen, 7:16 Tore. Auch hier glaube ich, dass sichere Klassenerhaltskandidaten andere Bilanzen aufzuweisen haben.

Es spielen also eine Mannschaft, die vom Namen zerrt gegen eine, die von ihrer Geschichte lebt. Kaiserslautern wird versuchen, mit einem möglichst hohen Sieg den Druck auf Fürth noch einmal zu erhöhen. Da Fürth beim Schlusslicht in Cottbus antritt, steht natürlich die berechtigte Frage im Raum, ob dieser lauterne Versuch realistische Chancen auf Umsetzung hat. Nichtsdestotrotz, es gibt auch für Kaiserlautern und Fürth noch einen letzten Spieltag und drei Punkte und vier Tore aus Sicht der Betzebuben sind nicht ausgeschlossen, noch aufgeholt zu werden.

Für uns ist wichtig zu wissen, wir haben es, egal wie das Spiel am Sonntag ausgehen mag, selbst in der Hand, wenigstens den Relegationsrang zu erreichen. Wie groß der Druck dann am letzten Spieltag ist und ob ein Unentschieden reicht oder ob es ein Sieg sein muss, dass wird bereits diesen Sonntag entschieden. Einer meiner Freunde hat eine gewagte, aber sicherlich sehr spannende These aufgestellt: Auch, wenn es keiner so recht glauben mag. Am Ende könnte es auch sein, am Sonntag gewinnen sowohl Arminia Bielefeld als auch Dynamo Dresden.

Ich glaube, dann ist der Druck am letzten Spieltag noch bei einem ganz anderen Verein enorm hoch! Die Hoffnung verschwindet zuletzt! Außerdem wage ich zu behaupten, dass am Sonntagnachmittag der SV Darmstadt 98 als Relegationsteilnehmer der 3.Liga feststehen wird.

Deftige Klatsche statt Aufholjagd

0:3, nach den Pleiten gegen Bochum und Kaiserslautern gab es in Aalen mit einem 0:3 eine weitere höchste Saisonpleite statt dem erhofften Befreiungsschlag

4, ob gerechtfertigt oder nicht, die rote Karte für Filip Trojan war die Vierte in dieser Saison, so viele wir noch nie!

10, nur magere 10 Punkte haben wir in dieser Saison auswärts geholt. Sogar in unserer ersten Zweitligasaison, als wir erst im 9.Auswärtsspiel den ersten Punkt holen konnten, war es am Ende mit 11 einer mehr!

15 Spiele warten wir auswärts auf einen Dreier. Solang, wie noch nie zuvor. 12 Spiele waren in unserer ersten Saison der bisher schlechteste Wert.

93, wir sind fleißigere Kartensammler als je zuvor. Nimmt man die Kickerwertung, in der man für gelbe Karten einen Punkt, für gelb-rote drei und für rote fünf Punkte sammelt, so haben wir heute einen neuen schlechtesten Wert erreicht. 93 Punkte nach 33  Spieltagen hatten wir noch nie

12.05.2013, unser letzter (?!) Auftritt in der Fremde in dieser Saison

Die 2.Bundesliga geht in ihre finale Phase. Nachdem der direkte Auf- und Abstieg bereits seit mehreren Wochen in genau die Bahnen gelenkt wurde , die letzte Woche bestätigt wurden, gibt es um die Relegationsplätze ein mehr oder wenig starkes Gedränge. Während Kaiserslautern in 3.Platz am Wochenende in Regensburg endgültig sichern wird, wird gegen Platz 16 bis zur letzten Minute gerungen werden. Da wären folgende Kandidaten:

Der MSV Duisburg, der SC Paderborn und der FC Ingolstadt 04 haben theoretisch zwar noch die Möglichkeit auf einen Absturz auf den Relegationsplatz, ich denke jedoch, dass diese Gefahr  minimal ist. Wobei der SC Paderborn mit der Entlassung seines Trainers nach der Niederlage gegen Dynamo am letzten Wochenende schon gezeigt hat, dass die Nerven der Ostwestfalen nicht nur in Elfmetersituationen blank liegen! 

Der VfL Bochum hat als aktuell 13. der 2.Bundesliga eine sagenhafte Serie gestartet. Unter dem neuen Alttrainer Peter Neururer gab es zuletzt sagenhafte 12 Punkte in 4 Spielen. Am Sonntag erwartet sie der FSV Frankfurt, eine der Überraschungsmannschaften der Saison. Leider haben diese nach ihrem Sieg gegen Dynamo in Kaiserslautern furchtbar eine auf die Mütze bekommen und müssen daher ihre eigenen Ambitionen auf den oberen Relegationsplatz auch auf eine kleine theoretische Möglichkeit beschränken. Ob bei fünf Punkten, die in zwei Spielen aufgeholt werden müssen, während Kaiserslautern und Köln zweimal patzen müssen, wirklich alles gegeben werden kann gegen eine Bochumer Mannschaft, die derzeit rund läuft, darf bezweifelt werden. Und auch wenn Bochum verlieren sollte, haben sie eine Woche später gegen Union Berlin eine machbare Aufgabe vor sich! Bochum wird sich retten!

Dynamobus

Etwas anders sieht es beim FC St. Pauli aus. Die Mannschaft, die aktuell noch drei Punkte sowie ein etwas besseres Torverhältnis zu Dynamo hat, ist gewaltig ins Schlingern geraten. Während die Bochumer 12 Punkte holten, langte es in Hamburg gerade noch für Vier. Schon kurz zuvor wurde gegen Dynamo eine Zweitoreführung fahrlässig verspielt, gegen Hertha BSC ein möglicher Sieg in den letzten fünf Minuten noch in eine Niederlage gewandelt. Selbstbewusstsein sieht aus der Ferne anders aus und mit den sicheren Aufsteigern Braunschweig und Kaiserslautern ist das Restprogramm knüppelhart! Eine kleine Hoffnung für die Hamburger ist, dass beide Mannschaften bereits sicher aufgestiegen sind, aber die Punkte zu holen, wird schwer werden!

Nur sechs Tore vom Relegationsrang entfernt ist derzeit Erzgebirge Aue. Die ließen es sich nicht nehmen, ihren bisherigen Trainer Karsten Baumann nach einem Sieg gegen Bochum sowie drei achtbaren Unentschieden gegen Kaiserslautern, Braunschweig und Duisburg zu entlassen, um nach dem Niederlageneinstand von Falko Götz nun so richtig nah an den Relegationsplatz herangerückt zu sein. Eigentlich müsste dies mit dem direkten Abstieg „belohnt“ werden. Mit einem Heimspiel gegen Ingolstadt sowie dem letzten Auftritt in Sandhausen ist vom „Trainerwechsel ins Unglück“ bis zu „alles richtig gemacht“ aber noch alles für die Veilchen möglich.

Für unsere Dynamos sind ohne Wenn und aber zwei Siege (und die hoffentlich mit einigen eigenen Toren) Pflicht. Auch so müssen wir hoffen, dass sich eine Mannschaft mindestens einen Fehltritt erlaubt. Unser Restprogramm gibt das auch her. Die Regensburger vom letzten Spieltag mach noch außer Acht lassend, schauen wir heute nach Aalen. Der Aufsteiger spielt eine ähnliche Saison wir wir im letzten Jahr. Der Klassenerhalt ist in trockenen Tüchern, die Ausnahmeregelung für das kleine Stadion verlängert und die letzte Lizenzhürde, eine Bürgschaft, wird bis zum Termin bestimmt auch noch erfüllt werden. Aalen wird auch im nächsten Jahr 2.Bundesliga spielen und so werden sie sich hoffentlich etwas zurücklehnen. Da es für uns noch um viel geht, ist genau hier unser Vorteil. Die Mannschaft ist eingespielt. Ein Stamm an Aufsteigern wurde sinnvoll mit Verstärkungen in allen Mannschaftsteilen versehen. Einen „Star“ sucht man vergebens.

Zu Hause sind die Aalener in dieser Saison schlagbar. Neben sechs Siegen gab es auch sechs Niederlagen. Eine weitere sollte am Sonntag hinzukommen. Es wäre auch ein Novum, denn bisher sind wir bisher in Aalen leer ausgegangen. Neben einem 0:1 in unserer Aufstiegssaison gab es eine Saison zuvor ein 3:4. Dabei stand es nach 34 Minuten bereits 3:3! Also anstrengen Jungs, denn jedes Serie wird einmal gebrochen!

Besser als der VfB Stuttgart und Eintracht Braunschweig, die Zahlen des 33. Spieltages

8, wir haben am 33. Spieltag unsere beste Saisonplatzierung erreicht. Mit Tabellenplatz 8 sind wir aktuell auch der beste Aufsteiger vor Eintracht Braunschweig. Der 3. Aufsteiger, der FC Hansa Rostock, ist heute leider endgültig abgestiegen.

15, Zlatko Dedic ist heute zum 15. Mal in dieser Saison ausgewechselt worden. Damit ist er zusammen mit Filip Trojan meist zuerst unter der Dusche.

20, Alexander Schnetzler war heute zum 20. Mal im Kader und verbrachte auch dieses Spiel 90 Minuten auf der Bank. Am letzten Spieltag besteht durch die 5. gelbe Karte von Cheikh Gueye aber eine realistische Chance auf seinen 1. Saisoneinsatz.

49, Robert Koch schoss heute das 49. Saisontor. Unsere bisherige Bestleistung aus der Saison 2004/05 stand bei 48 Saisontoren. Außerdem war sein 1:0 das 30. Heimtor, damit die die bisherige Bestleistung (ebenfalls 2004/05) egalisiert worden.

82, in der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga haben wir heute den VfB Stuttgart abgehangen und damit Platz 82 erobert. Wie viele Spiele der VfB für seine 133 Zweitligapunkte benötigt hat, erwähne ich lieber nicht! http://www.weltfussball.de/ewige_tabelle/2-bundesliga/

1029, noch einmal Robert Koch. Nachdem er in der Hinrunde nach Belieben traf, ist sein heutiges Tor das erste nach seinem 1:0 gegen die SpVgg Greuther Fürth. Anders ausgedrückt, er beendete heute seine torfreie Zeit von 1029 Minuten.

422 420, Wahnsinn! 422 420 Besucher zählte Dynamo in dieser Saison. Die 41 738 Geister gegen Ingolstadt sind dabei noch nicht einmal einberechnet!

Statistik des 33. dynamischen Spieltages

33. Spieltag, 29.04.2012, 13:30

SG Dynamo Dresden -FC St. Pauli 1:0 (0:0)

Zuschauer: 29 184

Benjamin Kirsten – Cheikh GueyeRomain Bregerie, Florian Jungwirth, Sebastian Schuppan (70. Muhamed Subasic) – Giannis Papadopoulos (68. Cristian Fiel), David Solga, Robert Koch, Filip Trojan  – Zlatko Dedic (82. Vujadin Savic), Mickael Poté

Bank: Wolfgang Hesl, Alexander Schnetzler, Sascha Pfeffer, Marcel Heller

Tore: 1:0 Robert Koch (54.)

29.04.2012 SG Dynamo Dresden – FC St. Pauli

“ Alles kann, nichts muss“, was wie eine Anzeige im gewerblichen Markt des Horizontalen klingt, ist das von Trainer Andre Schubert ausgegebene Motto des letztjährigen Bundesligaabsteigers FC St. Pauli, unseres letzten Saisongegners in einem Heimspiel der 2. Bundesliga. Es ist alles für ein großartiges Spiel vorbereitet. Der Wetterbericht sagt hochsommerliche Temperaturen von 28 Grad voraus und das Stadion war nach 4 Minuten freien Verkaufs bereits restlos gefüllt, wodurch mehr als 400 000 Zuschauer (ohne die Ingolstädter Geister) in dieser Saison die Spiele von Dynamo Dresden gesehen haben werden! Wahnsinn!

„Alles kann, nichts muss“, sollte wohl den Aufstiegsdruck mindern, den ein Absteiger wohl immer spürt, wenn er von „oben“ in eine niedere Liga schlittert. Und genau so spielt St. Pauli auch seine Zweitligasaison: Immer irgendwie dabei, jedoch nie vornweg. Manschmal fehlten nur die Tore, meist 1-2 Punkte. Ab dem 9 Spieltag ist der 4. Tabellenplatz für die Hamburger reserviert, egal, ob Eintracht Frankfurt, die SpVgg Greuther Fürth, Fortuna Düsseldorf oder der SC Paderborn sich vor (und hinter) ihnen abwechseln. 17 Spieltage auf Platz 4, 3x Platz 5 und nur 2x Platz 3 und 1x Platz 2 zeigen, dass es wohl eher unwahrscheinlich ist, dass St. Pauli jetzt am Ende der Saison, in der „Alles kann, nichts muss!“ endlich einmal ergebnistechnisch durchzieht.

Während unser Gegner mit 36 Hinrundepunkten genau die doppelte Menge wie wir Dresdner holte, so sind wir in der Rückrunde beide bei 23 Zählern angekommen. Dies ist für uns als Aufsteiger sehr respektabel, für Pauli aber eindeutig zu wenig. Ähnlich wie unser letzter Heimspielgegner Fortuna Düsseldorf, profitieren die Kiezkicker von ihrer tollen Vorrunde. Hätten sie diese irgendwie bestätigen können, so wären sie wahrscheinlich bereits aufgestiegen.

Im Hinspiel beim 3:1 am 27.11.2011 siegten die Hamburger erstmals gegen uns, in Dresden gab es für sie außer 2 Niederlagen und 0:4 Toren noch gar nichts mitzunehmen. Motiviert dürften am Sonntag beide Mannschaften sein. Pauli möchte gern gewinnen und wird parallel auf einen nicht ausgeschlossenen Ausrutscher der Düsseldorfer in Fürth hoffen. Auch Dynamo möchte noch etwas erreichen: http://www.dynamo-dresden.de/de/aktuelles/presse/details/artikel/goldene-ananas-es-geht-noch-um-zwei-titel-viel-fernseh-geld.html Die Titel als bester Aufsteiger oder erfolgreichste Ostmannschaft sind sicherlich nicht schlecht, jedoch benötigen wir mindestens noch einen Punkt, um nicht die schlechteste Heimrunde in der 2. Bundesliga gespielt zu haben! (2005/06, 27 Punkte, 26:22 Tore, 8-3-6, derzeit 26 Punkte, 29:20 Tore, 7-5-4)

Doch gehen wir das Spiel ganz entspannt an. Schön, wenn Ziele erreicht werden, aber wie sagte der große Motivator Andre Schubert: „Alles kann, nichts muss!“

Auf ein Wiedersehen 2012/13?!