Schlagwort-Archiv: David Solga

Jedes Jahr dasselbe beim FC St. Pauli

 

2 Minuten, auch, wenn es nichts genutzt hat, wir sind gestern Abend zum ersten Mal in dieser Saison in Führung gegangen. Ein schönes Gefühl, welches genau 2 Minuten anhielt!

3x haben wir in der 2.Bundesliga beim FC St. Pauli gespielt, 3x sind wir in Führung gegangen, 3x haben wir verloren. In der Regionalliga Nord war das noch ganz anders. 2 Spiele, jeweils zurückgelegen, am Ende zum 2:2 ausgeglichen.

40, Mohamed Amine Aoudia war der 40.Spieler, der in der 2.Bundesliga für Dynamo getroffen hat.

50, nach langer Abstinenz doch noch erreicht! Robert Koch absolvierte gestern sein 50.Zweitligaspiel für Dynamo Dresden.

1 von 6, da kann Benjamin Kirsten kaum so viele Elfmeter halten, wie wir versemmeln! Der gestrige Fehlschuss ließ unsere Quote auf einen versenkten bei 6 verschossenen anwachsen.

Was machen die Ehemaligen???

Tobias Jänicke erzielte am Wochenende 2 Tore für Wehen-Wiesbaden und steht aktuell bei insgesamt 5 Spielen und 3 Toren für seine neue Mannschaft.

David Solga absolvierte sein 50.Drittligaspiel am Wochenende, schoss dabei per Elfmeter ein Tor für Dortmund und war nebenbei deren Kapitän.

24.05.2013 Relegation, Teil 1

Morgens um 9 in DresdenDer Text war schon fast fertig, der Ärger über die Willkür, nur 1 000 Tickets für die Dresdner Ahhängerschaft zu verteilen, einem „Was solls“ gewichen, als heute morgen etwas geschah, was diesem Text vorangestellt werden sollte:

Ingrid Beier und Peter PacultHeute morgen, auf dem Weg zu einem völlig anderen Termin beschloss ich aus dem Nichts heraus, einen kleinen Schlenker um das Stadion zu machen. Die Bilder nach Tickets anstehender Fans war ja bereits hier und da gezeigt worden aber irgendwie wollte ich  es selbst sehen. Bereits um 9:00 war die Schlange lang und ganz vorn waren die, die wirklich bei 5 Grad in der Nacht in Stühlen und Decken sowie mit allerlei heißen Getränken bewaffnet vor dem Stadion campiert hatten. Und auch, wenn es wohl jeder, der hier liest weiß, möchte ich betonen, dass es hier nicht um ein anstehendes Europapokalspiel ging sondern um zwei Relegationsspiele zwischen der zweiten und dritten Liga! Die Stimmung war ruhig und entspannt und auch nach beinahe 25 Jahren Mitfieberns gibt es Momente, in denen ich urplötzlich wieder weiß, dass mich genau der richtige Verein erwählt hat! Rund machte diesen Moment ein weiteres Szenario, was aus der Presse hinreichend bekannt sein dürfte. Erlebt man es selbst einmal, ist es jedoch ein einzigartiges Geschenk. Der Mannschaftsbus war abfahrtbereit, unser rüstiger Vorzeigefan Ingrid Beier trat zur Tür, rief Peter Pacult zu sich, dem ein Lächeln entwich, als er den selbstgebackenen Kuchen überreicht bekam. Es ist im Relegationswahn irgendwie doch alles wie immer, hoffen wir, dass es ein weiteres Mal erfolgreich ausgehen möge!

Nun zum eigentlichen Text, ihn mag lesen, wer will…

 

Nicht schon wieder Osnabrück!

Wenn man schon Relegation spielen muss, dann hofft man doch, die Mannschaft zu vermeiden, die noch eine offene Rechnung mit uns hat. Nun sind sie es doch geworden und die Vorzeichen stehen genau andersherum wie 2011. Wir sind die laut Aussage unseres Trainers der Favorit. Die Osnabrücker können eine wirklich erfolgreiche Saison veredeln und nebenbei das Szenario vermeiden, welches uns Schwarzgelben vor zwei Jahren gedroht hätte, wenn wir nicht aufgestiegen wären. Doch das  fehlende Geld ist nur ein Nebenanreiz neben der Scharte von 2011, die endlich geglättet werden würde.

Die Niedersachsen sind der Relegationsexperte der letzten Jahre im deutschen Profifußball. 2009 und 2011 als Zweitligist gescheitert, spricht diesmal als Underdog die Statistik eher für sie. Glücklich, am letzten Spieltag noch auf den Relegationsrang gesprungen zu sein, ist es doch ärgerlich, mit dieser Punktzahl überhaupt daran teilnehmen zu müssen. 2010 und 2012 wären sie mit ihren 73 Punkten souveräner Drittligameister gewesen, auch 2009 wären sie aufgestiegen. Nur im Sommer 2011 hätten sie, anstatt Dynamo Dresden (damals 65 Punkte), ebenso die Relegation spielen müssen.

Los gehts I

Ihre starke Hinrunde mit 40 Punkten hätte auch nach 38 Spieltagen zum Klassenerhalt gereicht! In der Rückrunde konnten sie ihren tollen Lauf nicht ganz so eindrucksvoll fortsetzen. Mit dem 4:0 gegen Aachen am letzten Spieltag reichte es in der Rückrunde zu 33 Punkten. Am Freitag scheinen die Rollen klar verteilt zu sein, jedoch nicht mit der Favoritenrolle, wie erwartet. Heimstärke trifft auf „Auswärtsharmlosigkeit“. 13 Siege und vier Unentschieden (nur Preußen Münster und der Karlsruher SC waren in Osnabrück erfolgreich) sprechen für sich. Nach der 2:3 Niederlage gegen Karlsruhe ist die Osnabrücker Mannschaft seit 8 Spielen ungeschlagen, jedoch war nur der 4:0 Sieg gegen den seit Wochen feststehenden Absteiger aus Aachen eindeutig, zumeist springt man in Niedersachsen nur so hoch, wie es notwendig ist! (bspw: 1:0 gg Babelsberg und Burgausen)

Während die Fans auf Revanche sinnen, ist die Mannschaft, die am Freitagabend gegen Dynamo antritt, eine völlig andere als vor beschriebenen zwei Jahren. Torhüter Manuel Riemann saß auf der Bank, die damals vom ehemaligen Dynamo Tino Berbig gehütet wurde, Niels Hansen spielte nach einem Kreuzbandriss im Juni 2012 überhaupt noch nicht wieder und somit ist Alexander Krük der einzige Spieler, der bereits 2011 Erfahrungen gegen die Dresdner Aufstiegsmannschaft auf dem Feld gesammelt hat. Dynamo Dresden hat da einige Spieler mehr, die eine erfolgreiche Relegation absolviert haben. Benjamin Kirsten Florian Jungwirth und Cristian Fiel sind noch immer Stammspieler, Sebastian Schuppan wird nach seiner Gelbsperre im Rückspiel hinzustoßen. Außerdem werden mit David Solga und Robert Koch zwei weitere Aufstiegshelden im Kader sein.

Ansonsten haben die Osnabrücker durchaus eine Mannschaft, die uns vor ernsthafte Probleme stellen kann und auch wird! Ihr großer Vorteil sind nicht die bekannten Spieler. Die spielen in dieser Saison gar keine Rolle. Massimilian Porcello konnte aufgrund eines Knorpelschadens bisher, wie auch Niels Hansen, überhaupt nichts zu dieser erfolgreichen Saison beitragen und Emil Jula, der im Winter aus Duisburg ausgeliehen wurde, ist verletzungsbedingt (Muskelfaserriss) ebenfalls nicht auf der Höhe.

Los gehts II

So ist der Kader etwas kleiner, dafür aber extrem eingespielt. Von der sogenannten Stammelf, die vorwiegen in einem 4-2-3-1 antritt, hat nur Timo Beermann mit 28 Saisoneinsätzen weniger als 30 absolviert. Nimmt man von den insgesamt nur 23 im gesamten Jahr eingesetzten Spielern die mit fünf und weniger Einsätzen weg, bleibt ein Kern von gerade einmal 19 Mann, von denen 15 auch Torschützen waren.

Erwartbar ist folgende Aufstellung: Name (Spiele/Tore/Vorlagen)

Manuel Riemann (31/0/1)

Niels Fischer (31/0/1), Timo Beermann (28/4/0), David Pisot (38/2/1), Alexander Krük (37/0/1)

Claus Costa (32/4/2), Timo Staffeldt (37/9/3)

Marcus Piossek (36/8/8), Daniel Nagy (33/3/5) oder Yannik Thiel (19/1/1), Gaetanno Manno (37/8/12)

Simon Zoller (36/15/7)

Mutmaßt man noch etwas weiter, so sind Adriano Grimaldi (27/2/4, 24 Einwechslungen) und Andreas Glockner (23/2/2, 17 Einwechslungen) oder auch Sebastian Neumann (26/2/0) weitere Kandidaten, in die erste Elf zu rutschen.

Gelingt es uns, das Offensivtrio aus Piossek, Grimaldi und Zoller nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, dann wird es eine offene Angelegenheit werden! Besinnen wir uns auf uns und das, was im letzten Jahr alles geklappt hat, dann werden wir Zweitligist bleiben! Der Grundstock dazu muss aber in Osnabrück gelegt werden! 

Mögen die Spiele beginnen!

03.05.2013, gibts endlich gegen Paderborn daheim was zu holen?


Am Freitag ist Paderborn in Dresden zu Gast. Die Saison ist für sie gelaufen, obwohl in Ostwestfalen garantiert gebetsmühlenartig wiederholt wird, dass man mit 8 Punkten Vorsprung auf einen Relegationsplatz noch nicht durch sei. Das jedoch sechs Mannschaften, die derzeit hinter den Paderbornern liegen, auf einmal durchziehen, während eben genannte völlig einbrechen, ist wohl eher unwahrscheinlich.

Das unser Gegner hinlangen kann, zeigt die Fairplaywertung der 2.Bundesliga. Laut sz-online sind die Paderborner dort hinter uns gerutscht. Am Freitag fehlen mit Daniel Brückner, Mario Vrancic und Deniz Naki gleich drei Mittelfeldspieler. Deniz Naki brachte dabei das Kunststück fertig, als ausgewechselter Spieler im letzten Spiel gegen den VfR Aalen die rote Karte zu empfangen. Besten Dank dafür!

Dresden Ost 1953

Doch auch bei uns wird es Umstellungen geben. Die fünfte Gelbe von Cristian Fiel verlangt nach mindestens einer Umstellung. Die offensichtlichste Variante mit Denis Streker und David Solga kann ich mir nach 3 missglückten Versuchen nicht mehr so richtig vorstellen. Das letzte Spiel wurde gewonnen, nachdem gegen den FC St. Pauli beide Spieler ausgewechselt wurden. Zuletzt hat Peter Pacult gemeint, am System nicht mehr viel herumzuexperimentieren zu wollen. Da er jedoch immer mal wieder für eine Pressefinte gut ist, macht er vielleicht genau das.

Doch schauen wir zuerst auf mögliche Veränderungen im gleichen Spielsystem der letzten Auftritte. Mir persönlich wäre es am liebsten, wenn Anthony Losilla mit seiner Spielübersicht wieder im Mittelfeld aufgeboten werden könnte. Das Loch in der Abwehr könnte Florian Jungwirth schließen, wenn Cheikh Gueye wieder auf seine angestammte Rechtsverteidigerposition zurückkehrt. Das an sich nicht zu stabile Gebilde der Verteidigung jedoch gleich auf zwei Positionen zu verändern, wird Pacult nicht unbedingt riskieren. Denis Streker wurde in einem Freundschaftsspiel auch schon als Innenverteidiger getestet, aber halt nur in einem Freundschaftsspiel und nicht im Abstiegskampf…

Da unsere Offensive seit fast einer ganzen Saison schwächelt, stellt Pacult vielleicht doch zu ungunsten der Defensive auf ein System mit zwei Stürmern um. Dmitri Khlebosolov hat in den wenigen Minuten, die er gegen Frankfurt spielte, überzeugt. Gibt Peter Pacult ihm in vorderster Front neben Tobias Müller oder Pavel Fort eine Startelfchance und belässt Denis Streker allein auf der wichtigen defensiven Mittelfeldposition? Nicht sehr wahrscheinlich, denn seinen überzeugendsten Einsatz hatte Streker, als er gegen Union Berlin Torsten Mattuschka so lange auf den Füßen stand, bis dieser entnervt ausgewechselt wurde.

Mal sehen, wie unser Trainer sich für dieses enorm wichtige Spiel entscheidet?! Die Aufstellung wird spannend werden, noch spannender wird jedoch sein, ob unsere schwarze Heimserie gegen Paderborn durchstoßen wird. Zuletzt gab es drei Heimniederlagen. Unterstützt werden die Spieler wieder durch ein ausverkauftes Stadion. Laut www.dynamocounter.de ist das Stadion bereits zu 98% gefüllt. So besteht die Möglichkeit, nach den vielen Negativerlebnissen dieser Saison wenigstens einen richtigen neuen Rekord aufzustellen. Mit einem vollen Haus werden wir unseren Zuschauerrekord nach 16.Heimspieltagen aus dem letzten Jahr überbieten. Die Spieler werden sich hoffentlich in unserem Hexenkessel zerreißen. Mit welcher Elf, ist da völlig egal!

 

Ein Hauch von Leverkusen

96 Spiele, als das traurige Jubiläum bedrohlich näher rückte, nahm sich Dynamo ein Herz und drehte einfach mal ein Spiel nach einem Rückstand in der 2.Bundesliga. Zuletzt gelang das vor fast 8 Jahren (22.05.2005) am letzten Spieltag der Saison 2004/05, als Rot-Weiß Erfurt daheim nach einer 1:0 Führung noch mit 1:2 unterlag.

15 Minuten, der FC St. Pauli war im Hinspiel noch etwas schneller und drehte das zwischenzeitliche 0:2 in nur 10 Minuten (+15 Minuten Halbzeitpause) in ein 3:2, unsere 15 Minuten können sich jedoch definitiv ebenfalls sehen lassen! Gegen Leverkusen benötigten wir damals 18 Minuten, um aus einem 0:3 in ein 3:3 auszugleichen.

7+1 Spieler, Florian Jungwirth, Romain Bregerie, Sebastian Schuppan, David Solga, Robert Koch, Filip Trojan, Pavel Fort und Cristian Fiel erlebten bereits 2011 den DFB-Pokalauftakt hautnah auf dem heiligen Dresdner Rasen mit. Sie machten den Hauch von Leverkusen perfekt!

Benjamin Kirsten löst Ignjac Kresic ab

2, das 2. Pflichtspiel gegen Hertha BSC wurde durch das 2. Eigentor entschieden, welches nach Romain Bregerie im Hinspiel diesmal dem Berliner Pierre-Michel Lasogga gelang.

2, im 2.Spiel nach Einwechslung in Folge erhielt Cristian Fiel die gelbe Karte. Er ist nun viermal verwarnt und sperrengefährdet…

3, insgesamt waren die letzten 3 gelben Karten (in den 3 letzten Spielen) speziell, da sie nur Einwechselspieler (2x Cristian Fiel, 1x Tobias Müller) erhielten.

9, ein Rekord für Benjamin Kirsten. 9 Spiele ohne Gegentor hat bisher noch kein Torhüter der SGD in der 2.Bundesliga geschafft. Er löst Ignjac Kresic ab.

50David Solga absolvierte heute sein 50. Zweitligaspiel für Dynamo Dresden. Insgesamt stand er in 72 Ligaspielen für Dynamo auf dem Platz, bei denen er 2 Tore erzielen konnte, noch keins bisher in der 2.Bundesliga. Herzlichen Glückwunsch, David!

50, auch Mickael Poté feierte das Jubiläum des 50. Zweitligaspieles. Seine Belohnung, ein Tor, schnappte ihn der Berliner Pierre-Michel Lasogga weg. Trotzdem herzlichen Glückwunsch, Mickael!

17.02.2013 Sandhausen zu Gast, der richtige Gast zur richtigen Zeit?!

Wenn der Sonntag zu seiner Mittagsstunde läutet, wird in Dresden das Spiel gegen den SV Sandhausen angepfiffen werden. Ein Spiel, da muss man gar nicht groß drumherum reden, was irgendwie gewonnen werden muss. Vom Namen her klingt der SV Sandhausen wie der richtige Gegner, um unsere verkorkste Saison noch einmal in die benötigte Richtung zu wenden. Allein vom Namen her wird also alles gelingen.

Schaut man dann jedoch in die Historie, ist nicht mehr unbedingt klar, ob die Mannschaft, die seit letzter Woche uns sogar noch den Relegationsrang abgenommen hat, unser Aufbaugegner sein wird, die haben nämlich selbst Lunte gerochen. Ähnlich wie Duisburg vor 2 Wochen haben sie weniger Druck als wir, die unbedingt gewinnen müssen, inzwischen warten wir bereits seit 7 Spielen auf 3 Punkte aus einem Spiel! Genau so viele Spiele gab es bisher gegen den SV Sandhausen und dabei sind wir genau einmal als Sieger vom Platz gegangen (20.02.2011, 3:1)! 4x wurden die Punkte geteilt, 2x gewann Sandhausen, davon einmal mit 3:0 in Dresden (08.08.2009). Sucht man den positiven roten Faden, so ist es vielleicht der, das unser einziger Sieg ziemlich genau vor 2 Jahren gelang, mehr positives gibt es eigentlich gar nicht zu berichten!

Dynamohaus 2012

So möchte ich mich gar nicht lang daran aufhalten, einleitende Worte zu finden. Das Spiel muss gewonnen werden! Als kleine Erinnerung an unsere einzigen 3 Punkte gegen den SV Sandhausen noch ein Blick ins Archiv von www.transfermarkt.de:

20.02.2011, SG Dynamo Dresden – SV Sandhausen 3:1 (0:0)

Dresden: Benjamin Kirsten – Jonas Strifler (88. Thomas Hübener), Florian Jungwirth, Tim Kister, Sebastian Schuppan – Cristian Fiel, David Solga, Robert Koch, Timo Röttger (82. Lars Jungnickel), Maik Kegel (64. Sascha Pfeffer) – Alexander Esswein

Sandhausen: Daniel Ischdonat – Nico Hillenbrand (59. Stefan Zinnow), Marco Pischorn, Julian Schauerte (82. Daniel Jungwirth), Daniel Schulz – Jan André Sievers, Danny Blum, Tim Danneberg, Sebastian Fischer (75. Emre Öztürk) – Regis Dorn, Frank Löning

Zuschauer: 10 170

Tore: 1:0 David Solga (48. Minute), 1:1 Frank Löning (74. Minute), 2:1 Timo Röttger (79. Minute), 3:1 Alexander Esswein (89. Minute)

Liest man sich die Aufstellung von 2011 durch, so findet man heute immerhin noch 6 Spieler von 2009 im Kader unserer 1.Mannschaft. Sieht man darin an einen klitzekleinen Vorteil für unser Team (vielleicht wissen die ja noch, wie es geht), dann freut man sich zu früh! In Reihen der Sandhausener haben damals 7 Spieler mitgewirkt, die heute noch ein gültiges Arbeitspapier mit ihrem Verein haben, und die werden es diesmal besser machen wollen! Und um noch einen draufzusetzen, für Sandhausen spielt Frank Löning, der immer trifft, wenn der Gegner Dynamo Dresden heißt! In den letzten 3 Spielen traf er 4x für Sandhausen gegen Dynamo, insgesamt in 5 Spielen 6x.

Also, es gibt nicht viel positives vorneweg, da müsst ihr diesmal allein durch, damit ich danach wenigstens was erfolgreiches berichten kann!

Nach dem letzten Testspiel. Warten auf Duisburg!

Die 2. Castingshow in der Türkei ist so gut wie abgeschlossen. Gestern fand das letzte erfolgreiche Testspiel gegen den 1.FC Magdeburg statt und am Freitagabend wird es ernst werden. Nachdem Toni Leistner, Marcel Franke, Cüneyt Köz und Hasan Pepic nicht mit ins 2. Trainingslager genommen wurden, vermeldet der Dynamo-Wochenkalender auf seiner Facebookseite heute, dass Petar Sliskovic und Giannis Papadopoulos eher abgereist sind, um sich einen neuen Verein zu suchen. So unangenehm die Entscheidungen sind, wird es jedoch hoffentlich helfen, für das wichtige Ziel enger zusammenzurücken.

Auch, wenn sich Peter Pacult auch im 8. Testspiel weiterhin nicht endgültig in die Karten schauen lassen will und weiterhin fleißig rotiert, haben sich doch die Besetzungen einiger Positionen bereits herausgebildet. Ganz subjektiv nehme ich mir einfach mal die Spielminuten vor, 720 gab es zu erreichen, 30 Spieler wurden eingesetzt, um sich zu präsentieren.

Neue Alte Dynamowand

Anthony Losilla, 505 Minuten. Der einzige Spieler, der mehr als 500 Minuten auf dem Feld stand. Er absolvierte 7 der 8 Testspiele (fehlte nur gg Dinamo Zagreb) und stand da immer in der Startelf. Auf ihn wird Peter Pacult im zentralen defensiven Mittelfeld nicht verzichten.

Mickael Poté, 487 Minuten. Unser Torjäger ist zurück. 4 Treffer in 7 absolvierten Testspielen, schon vor dem ersten Spiel war eigentlich klar, dass es nur darum gehen würde, wer ihn vorn unterstützen würde. Weiterer Pluspunkt, nach den Elfmeterfehlschüssen von Sebastian Schuppan, Filip Trojan und Cristian Fiel wurde die schwarze Serie durch Mickael endlich beendet.

Vujadin Savic, 477 Minuten. Anfangs sah es aus, als ob Bjarne Thoelke ihm den Rang ablaufen könnte, zuletzt stand jedoch Vujadin die letzten 3 Testspiele von Anfang bis Ende auf dem Platz. Sein Tor gegen Magdeburg ist ein weiterer kleiner Pluspunkt.

Idir Ouali, 460 Minuten. Kann auf beiden Außenbahnen flitzen, scheut den Zweikampf nicht und kann dadurch für Unruhe in der gegnerischen Verteidigung sorgen. Er wurde im Testspielliveticker oftmals als Unruheherd identifiziert.

Cheikh Gueye, 421 Minuten. Der Spieler mit den meisten Zweitligaeinsätzen seit dem Wiederaufstieg ist auch jetzt gesetzt. Nur, wer sitzt ihm im Nacken und übernimmt, wenn sich Cheikh seine 5. gelbe Karte (aktuell 4) abholt? Lars Jungnickel spielt inzwischen in der 2. Mannschaft, Toni Leistner in Halle, Cüneyt Köz wurde nicht aussortiert, um ihn dann sofort spielen zu lassen. Hier fehlt noch jemand!

Romain Bregerie, 411 Minuten. Spielte in 6 von 8 Spielen und stand dabei immer in der Startelf. Er gehört in den Stamm!

Dazu bin ich mir bei Tobias Kempe (118 Minuten) sicher, dass er auf dem Platz stehen wird, wodurch meiner Meinung nach 7 Plätze verteilt sind.

SGD Haus

 

Die anderen Plätze sind noch reinere Spekulation als die ersten 7 Spieler. Wer ins Tor geht, scheint mir derzeit völlig offen zu sein. Wir hatten mit Florian Fromlowitz und Benjamin Kirsten bisher 2 tolle Torhüter, aktuell scheint es mit Markus Scholz noch einen Herausforderer mehr zu geben. Pacults Äußerung, noch eventuell noch einen weiteren zu holen, wird wohl nicht umgesetzt werden, alles andere ist auf dieser Position derzeit offen. Als Linksverteidiger bewerben sich Muhamed Subasic und Sebastian Schuppan, es könnte genau diese Reihenfolge werden. Im zentralen defensiven Mittelfeld werden wohl weiterhin 2 Spieler auflaufen. Neben Anthony Losilla gibt es mit Florian Jungwirth, David Solga und Cristian Fiel 3 Kandidaten. Solga wird sich durch seine Virusinfektion vorerst einmal hinten anstellen müssen. Die letzte Position geht an Filip Trojan oder Robert Koch.Tobias Jänicke hat eher geringe Außenseiterchancen.

Der größte Gewinner der Vorbereitung ist sicherlich Tobias Müller. Unbekümmert hat er sich mit 2 Toren immer weiter in die Aufmerksamkeit unseres Trainers gespielt. In 6 von 8 Testspielen kam er zum Zug, was wohl selbst die kühnsten Optimisten nicht erwartet hatten. Jetzt gilt es, ihn zu fördern und weiter Heranzuführen, aber bitte behutsam!

Meine erwartete Duisburgstartelf (wenn keiner sich verletzt): Benjamin Kirsten – Cheikh Gueye, Romain Bregerie, Vujadin Savic, Muhamed Subasic – Florian Jungwirth, Anthony Losilla, Idir Ouali, Filip Trojan – Tobias Kempe – Mickael Poté

Bank: Florian Fromlowitz, Bjarne Thoelke, Sebastian Schuppan, Robert Koch, Cristian Fiel, Tobias Müller, Dmitri Khlebosolov

Möge es bald Freitag sein!

Castingshow in der Türkei, Teil 2

Es lohnt sich gar nicht, die muffelnden Sportklamotten auszupacken und die 1 Tonne an Ausrüstungsgewicht in Dresden abzusetzen um sie gleich wieder zurück ans Mittelmeer fliegen zu lassen.

Peter Pacult und Steffen Menze haben nach verschiedenen Observierungen der Trainningsbedingungen in der Heimat beschlossen, in der Türkei die 2. Runde des Castings für die Rückrundenmannschaft und den Duisburgkader zu absolvieren. Neu dabei ist Tobias Kempe, vorerst (?) verabschiedet haben sich die Talente Cüneyt Köz, Hasan Pepic, Toni Leistner und Marcel Franke. Während die anderen weiterhin die Juroren um Pacult, Däbritz, Canestrini und Grundmann überzeugen wollen, heißt es für sie, ab in die 2. Mannschaft oder besser gleich sich anderweitig umschauen.

Es ist schon schwierig, die Balance zwischen Talentbindung, Kadergröße und den darüber schwebenden  Kampf um den Klassenerhalt zu finden. Zuletzt zeichneten sich jedoch wenigstens bei Cüneyt Köz und Hasan Pepic die schwindenden Chancen ab, in der Rückrunde eine beteiligende Rolle im Verein spielen zu können. Während für Köz nach dem 4. Testspiel Schluss war, kam Pepic überhaupt nur gegen Dinamo Zagreb zum Zug. Dabei wird er beim Trainer wohl keinen Eindruck hinterlassen haben. Ähnliches gilt für Toni Leistner und Marcel Franke, die zwar in den ersten 4 Spielen regelmäßig ihre Spielminuten bekamen, danach aber ebenfalls hintenan standen. Spannend wird sein, ob versucht wird, ihnen über eine Leihe in die 3. Liga die Möglichkeit zu geben, im Sommer wieder anzugreifen? Die Aussage, die mit dieser Entscheidung ohne Erklärung nach außen und gegenüber dem Nachwuchs signalisiert wird, ist jedenfalls entmutigend für die, die irgendwann mal nach oben wollen!

Was bleibt!

Hier wird die geänderte Philosophie deutlich, die der Verein nach dem Trainerwechsel fährt, deutlich. Während Ralf Loose das Training bei Dynamo in einem großen Kader als höherwertiger für die Anschlussspieler empfand als die zwischenzeitliche Leihe zu einem Drittligisten, bevorzugt Peter Pacult das intensive Training in einer überschaubaren Mannschaftsgröße von etwa 22 Spielern. Das hat wohl beides seine Berechtigung, ist aber vorher wie auch jetzt frustrierend für die, denen die Erfahrung noch fehlt. Mal sehen, welche Aussage zu den weiteren Aussichten für die genannten 4 Spieler der Verein in den nächsten Tagen geben wird?!

Weitere Wackelkandidaten für eine Auslese, die nach dem Trainingslager ja sowieso erfolgen sollte, waren für mich noch Petar Sliskovic und Giannis Papadopoulos. Bei Sliskovic bin ich über seine erneute Trainingslagerteilnahme eher überrascht, war doch zuletzt immer wieder von seiner bestehende Unzufriedenheit und eine besprochene Rückkehr nach Mainz zu lesen. Wird er sich in seiner für ihn unbefriedigenden Situation so reinhängen können, wie es wünschenswert und notwendig ist? Peter Pacult jedenfalls scheint jetzt schon nicht mehr davon überzeugt zu sein, denn testet Dynamo, sitzt Sliskovic ebenfalls vorwiegend auf der Bank. Giannis Papadopoulos wirkt vielleicht auf den ersten Blick überraschend, bei der Konkurrenz auf seiner Position aber eventuell auch nicht. Der in der Vorbereitung auffällige Anthony Losilla, der wieder näher an der Stammelf agierende David Solga, Routinier Cristian Fiel oder Florian Jungwirth schätze ich derzeit vor Papdopoulos ein. Auch mit einer großen Flexibilität bezüglich anderer Positionen ist Papadopoulos bisher nicht aufgefallen. Nimmt man dann noch die eventuelle Umstellung auf ein Spielsystem mit nur einem defensiven Mittelfeldspieler (siehe die Verpflichtung von Tobias Kempe), wird es für ihn schwer mit einem Platz im 18-er Kader sein. Derzeit sieht es nach einem 4-5-1 aus, findet sich jedoch noch ein Mickael Poté ergänzender Stürmer, um das von Pacult favorisierte 4-4-2 praktizieren zu können, wäre Papadopoulos wahrscheinlich vorerst Tribünengast.

Also, es bleibt spannend!

30.11.2012, Hinrundenfinale in Regensburg

Zum Abschluss der englischen Woche wartet nun Jahn Regensburg auf Dynamo Dresden. Der Überraschungsaufsteiger wurde vor der Saison als einer der heißen Abstiegskandidaten gehandelt. Überraschend schafften sie es beispielsweise, den FC St. Pauli mit 3:0 zu besiegen und so standen sie nach 8 Spieltagen mit 3 Siegen und einer positiven Torbilanz im Mittelfeld der Tabelle. Seitdem geht es bergab. In den letzten 8 Spielen reichte es noch zu 2 Unentschieden und Regensburg wurde bis auf den letzten Tabellenplatz durchgereicht. Doch Hochmut ist gefährlich, denn zuletzt holten sie als Drittligaaufsteiger einen Punkt beim Erstligaabsteiger Kaiserslautern. Dabei fehlen den Regensburgern derzeit 9 Spieler aufgrund von Verletzungen.

Nicht viel besser sieht es derzeit bei Dynamo aus. Wir verzichten aktuell auf 6 Spieler. Im Gegensatz zu Regensburg, von denen 5 Stammspieler betroffen sind, fehlt aus unserer Stammelt „nur“ Robert Koch verletzungsbedingt und Romain Bregerie nach einer Rotsperre.

Nachdem wir es in den ersten 9 Spielen auf gerade 13 gelbe Karten gebracht haben, teilen unsere Jungs derzeit kräftig aus. Neben weiteren 14 gelben Karten haben wir zusätzlich 3 gelb-rote und 2 rote Karten gesammelt. Ralf Loose, der ja kein Fan der Rotation ist, hat derzeit gar keine andere Möglichkeit, als immer wieder andere Spieler aufzustellen. Man kann die gehäuften Platzverweise sicherlich als Annahme des Abstiiegskampfes verstehen, schaut man sich aber an, wofür es die Karten gab, so ist es wohl eher Frust und teilweise Überforderung.

Am Freitag werden wir sehen, ob die Hinrunde versöhnlich endet oder ob die letzten beiden Spiele bis zur Winterpause wieder in Richtung „Endspiel für Ralf Loose“ gehen werden.

Die Chance zum positiven Abschluss stehen gar nicht so schlecht. Das letzte Aufeinandertreffen gewannen wir am 12.03.2011 mit 1:0 in Regensburg. Mit Benjamin Kirsten, Florian Jungwirth, Sebastian Schuppan, Cristian Fiel und David Solga gehörten fünf Spieler zur Startelf, von denen vier auch am Freitag erste Wahl sein dürften.

Unterschätzen sollten wir die Regensburger jedoch nicht. Francky Sembolo, den die Regensburger vor der Saison aus der vierten Liga aus Wilhelmshaven verpflichtet haben, hat ebenso wie Mickael Poté bereits 6 Treffer erzielt. Höherklassig ist Sembolo bisher nie aufgefallen. Seine 27 Spiele und 2 Tore in der 3. Liga für Holstein Kiel fallen wohl auch eher unter Mitläufer. In Regenburg sind es aktuell bei 16 Spielen erwähnte 6 Tore. Ein gutes Näschen, was der Verein da bewies!

Oops, he did it again!

2, eine Statistik, die Sebastian Schuppan jetzt allein anführt. Ihm gelang das 2. Eigentor (zuvor beim 0:3 bei Eintracht Frankfurt) für/gegen Dynamo in der 2. Bundesliga. Die anderen „Sünder“: Levente Csik, Mariusz Kukielka, Cheikh Gueye, Muhamed Subasic, Romain Bregerie.

3, David Solga hat es derzeit mit der 3. Minute. Nach seiner Einwechslung in Cottbus flog er bereits nach 3 Minuten mit einer gelb-roten Karte hinunter, diesmal gab es nach 3 Minuten gelb. Und dabei blieb es diesmal!

6, auch das 6. Spiel in Paderborn gab es keine Dresdner Niederlage! Unsere Serie hält bei 3 Siegen und 3 Unentschieden (10:6 Tore) an!

10, Idir Ouali macht weiter den Filip Trojan vom letzten Jahr! 13. Saisonspiel für Dynamo Dresden, dabei bereits die 10. Auswechslung.

83, wieder nichts damit, ein Spiel nach Rückstand zu gewinnen. Seit 83 Zweitligaspielen (zuletzt 22.05.2005 gg Rot-Weiß Erfurt, 0:1 in 2:1) wird gewartet. 2 Rückstände in einem Spiel zu egalisieren spricht aber für eine gute Moral!