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Das gab es noch nie in der 3.Liga

1, Premiere! Im 153. Drittligaspiel gab es zum 1. Mal ein 4:1 am Ende des Spieles zu bejubeln.

2, Aios Aosman und Tim Väyrynen konnten in ihrem allerersten Pflichtspiel für Dynamo gleich ihr 1.Tor bejubeln.

4 Tore im ersten Saisonspiel sind genau die Menge, die wir zuvor in 4 Drittligajahren insgesamt am 1.Spieltag erzielt haben (1/0/1/2)

6 aus 7,5, von unseren 7,5 Neuzugängen (Fetsch = 0,5) standen heute 6 in der Startelf. Einzig Pascal Testroet fand sich am Anfang auf der Bank wieder, bekam jedoch noch einige Spielminuten.

4 877, die Daten sind vergleichbar, letztes Jahr fand am selben Wochenende das erste Saisonheimspiel gegen den VfB Stuttgart II statt. Damals war das Stadion gut gefüllt, diesmal gab es mit 25 530 Zuschauern noch einmal einen um 4 877 Fans höheren Andrang.

 

Neue Saison mit großen Zielen

Die Sommerpausenuhr dreht sich langsam aber zielstrebig ihrem Nullpunkt entgegen. Noch vier Tage verbleiben, ehe am Samstag auch in Dresden die neue Saison angepfiffen werden wird. Der erste Gegner ist, wie im letzten Jahr, die Zweitvertretung des VfB Stuttgart. Damals gab es ein 2:1. Würde dies am Samstag nach 90 Minuten auf der Anzeigetafel stehen, wäre dies kein Grund, überschwänglich  zu jubeln, aber auch kein Ergebnis, um bereits alle Ziele wieder in Frage zu stellen.

Als Ziel wurde vor Wochenfrist das höchstmögliche angegeben, der Aufstieg in die 2.Bundesliga soll es am Saisonende bitteschön sein. Daher schenke ich mit die statistische Saisonprognose. Nimmt man unsere durchschnittliche Punkteausbeute gegen die Mannschaften der 3.Liga (Würzburg und Magdeburg mal ausgenommen) und rechnet die auf 38 Spieltage hoch, so würden wir am Saisonende auf knapp 52 Punkte kommen, kein Wert, um irgendein Wort bezüglich des Aufstieges mitsprechen zu können.

Gespannt bin ich, wie die Mannschaft mit dem Druck umgehen wird, der nun von Anfang an auf ihr lasten wird. Das wir Fans ja fast immer Sternstunden erwarten, ist das eine, dass von offizieller Seite unsere Wünsche quasi legitimiert werden, könnte zu einem Problem werden, wenn es nicht gleich rund läuft.

Um dem entgegen zu wirken, planten Uwe Neuhaus und Ralf Minge, erfahrenere Spieler ins Mannschaftsgefüge einzubauen. Mit der Verpflichtung von Andreas Lambertz und Fabian Müller sah es anfangs so aus, als ob das Projekt „Jugend forsch“ dafür über Bord geworfen werde würde, doch inzwischen kann hierzu Entwarnung gegeben werden. Das Durchschnittsalter der Mannschaft ist zu Saisonbeginn diesen Jahres nur unwesentlich höher als im vorherigen Sommer. Durchschnittlich 23,3 Jahresringe können den Spielern im Sommer 2015 gut geschrieben werden, 22,8 waren es nach dem Abstieg. Der Stamm der Mannschaft, der zum überwiegenden Teil zusammen bei Dynamo geblieben ist, wurde eigentlich sogar verjüngt. Aber sie sind alle erfahrener geworden. Hatten im letzen Jahr vor dem Auftakt 9 Spieler die Erfahrung von 337 Spielen, so sind es diesmal 20 Spieler, die zusammen auf 1030 Spiele in der dritthöchsten deutschen Spielklasse zurückblicken können. Die sollten hoffentlich aus den garantiert nicht ausbleibenden Rückschlägen die richtigen Pläne schmieden können, um das große Ziel so lang wie möglich ansteuern zu können.

Wohin der Blog in diesem Jahr hinsteuern wird, ist, im Gegensatz zum Ziel des Vereins, noch nicht auf irgendeiner Karte endgültig festgelegt worden. Ob es eine kontinuierliche oder sporadische Begleitung wird oder ob ich vielleicht sogar während der anstehenden Fahrt hart backbord drehen werde, um unserem schwarzgelben Schlachtschiff glücklich hinterher zu winken während ich nach neuen Zielen suche, werden die kommenden Wochen zeigen. Noch habe ich sie nicht gefunden…

Neuer Schwung auf den letzten Saisonmetern???

4. Minute. So früh haben wir in dieser Saison noch nie getroffen. Nach 8 Minuten traf Justin Eilers gegen Regensburg, diesmal war er doppelt so schnell.

4-5-6, Marco Hartmann kommt in Fahrt. Nach 4 Spielen bis zur ersten und 5 bis zur zweiten Verletzung hat er inzwischen 6 Spiele am Stück gespielt. Wie wichtig er ist zeigen nicht nur 2 Tore und 2 Torvorlagen in den letzten beiden Spielen. Hoffentlich hört man bald etwas von einer Vertragsverlängerung!!!

9 Tore in zwei aufeinander folgenden Saisonspielen, wann gab es das eigentlich schon einmal? Ich musste lange blättern. Im Herbst der Saison 1988/89 wurde erst die BSG Energie Cottbus mit 5:1 aus dem Stadion gefegt, dann wurde Carl Zeiss Jena auswärts mit 4:3 bezwungen. Lang ists her! Das Heimspiel darauf bescherte uns übrigens den FC Hansa Rostock, die verloren auch mit 5:0 in Dresden. Rostock kommt auch noch nach Dresden, leider nicht kommende Woche, wäre wohl auch zu viel des Guten gewesen…

11, der Marvin schafft es mit seiner derzeitigen Form hoffentlich noch zur U20 WM in Neuseeland. Querpass von links zum 1:0, Ecke von rechts zum 3:0. Inzwischen ist er bei 11 Torvorlagen angekommen. Der bisherige Topvorlagengeber hieß Cristian Fiel und schaffte es auf 8 in einer Spielzeit.

18 Tore, nun hat Justin Eilers auch noch einen unserer Aufstiegshelden überholt. 18 Saisontore hat in der 3.Liga auch Alexander Esswein nicht geschafft.

5:1 nach 0:3, die Bayern müssten mal wieder nach Dresden schauen. Dynamo hat es eindrucksvoll gezeigt, wie man nach einer 0:3 Niederlage in Unterhaching (Hinspiel) doch noch ein Rückspiel (Rückrunde) drehen kann.

 

Unser Verein setzt Zeichen!

Es war mal wieder eine Woche, in der das Sportliche die Nebenrolle spielte. Am Montag klang es bei 19:53, der Dresdner Fußball-Talk bereits an, am Mittwoch wurde es offiziell. Die Zeit von Benjamin Kirsten bei der SGD befindet sich auf der Zielgeraden. Noch 4 Spieltage bleiben ihm und uns, ehe es im letzten Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock vorerst Abschied nehmen heißt. Cristian Fiel wird sich ihm als zweite Integrationsfigur anschließen, bei Marco Hartmann habe ich persönlich inzwischen auch nicht mehr das beste Gefühl. Neue Recken braucht der Verein…

Am Donnerstag veröffentlichte unser aller Verein ein weltoffenes Statement. 300 Flüchtlinge werden eingeladen sein, das Spiel gegen den Aufstiegskandidaten des MSV Duisburg zu erleben. Eigentlich keine besondere Aktion, schließlich lädt die antirassistische Faninitiative 1953international, die leider zu oft viel zu wenig gewürdigt wird, regelmäßig Asylsuchende in unser Stadion ein, da diesmal der Verein persönlich die Einladung ausgesprochen hat, wurde es rasch zum alles beherrschenden Politikum, was alles andere in seinen Schatten stellt.

Und ich war so blöd, und habe bei Facebook in die Kommentare hineingeschaut. Die SG Dynamo Dresden muss mal wieder als Mülleimer für alle frustrierten, ängstlichen, vorurteilsbehafteten (…kann gern noch selbst ergänzt werden…) und natürlich auch rassistischen Fans unseres Vereins herhalten. Ich beneide die Mitarbeiter/Innen nicht darum, diese verachtenden Kommentare immer wieder Sichten zu müssen und hoffe, dass die ausgesprochenen Androhung, einzelne User zu blocken, auch umgesetzt wurden. Manchmal wünsche ich mir fast die Zeiten zurück, in denen auf der Homepage Mitteilungen gemacht wurden und nicht auf Facebook, wo jede benachteiligte XX oder jeder unterbemittelte XY seine rückwärts gewandten Ideologien zum besten geben konnte.

Am interessantesten waren sicherlich die Ankündigungen, das Spiel boykottieren zu wollen. Gern! Niemand wird gezwungen, ein Fußballspiel anzuschauen, wo 300 Flüchtlinge Platz nehmen dürfen. Man muss es sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. 300 Personen sind überschlagen 1% der Dresdner Stadionkapazität. Aktuell (2 Tage vor dem Spiel) sind nicht einmal 80% der Karten verkauft (www. dynamocounter.de), was bedeutet, es wird niemanden etwas weg genommen, es muss auch niemand um seinen eigenen Sitz (so er denn einen haben möchte) fürchten. Es ist einfach eine Geste der Menschlichkeit und Offenheit für welche dem Verein viel eher gedankt werden darf mit der kleinen Frage: Warum NUR 300???

Und für diejenigen, die mit solchen kleinen Gesten nicht klar kommen sollte der Verein viel eher die Möglichkeit geben, die bereits für Sonntag erworbene Karte unkompliziert zurück geben zu dürfen, wenn gewünscht, auch die Jahreskarte und am besten auch die Mitgliedschaft im Verein! Dann muss man sich auch nicht mehr ärgern.

So insgeheim würde ich mir vom Verein ein ähnliches Zeichen wünschen wie das, was der SV Babelsberg vor kurzem gesetzt hat. Zwar wird unsere 2.Mannschaft zum Sommer aufgelöst und es wäre vielleicht ein wenig Salz in die Wunden des untergehenden Abendlandes, aber ein Trikotsatz für eine Freizeitmannschaft aus Flüchtlingen sollte schon noch auffindbar sein! Es wäre ein deutliches Zeichen, wofür unser Verein stehen möchte und irgendwie auch sollte…

http://www.sueddeutsche.de/sport/fluechtlinge-beim-sv-babelsberg-welcome-united-1.2283899

Doch zuvor freue ich mich erst einmal auf Sonntag, auf ein hoffentlich schönes Spiel mit vielen begeisterten und enthusiastischen Fans und vielleicht auch ein paar neuen Anhängern. Schließlich ist irgendwann jeder zum ersten Mal im Stadion!

„Bestleistungen“

3 aus 6, auch gegen den 3. Aufsteiger ist es uns nicht gelungen, ohne eine Niederlage durch die Saison zu kommen. Nur gegen den Sonnenhof ist es uns überhaupt ein Sieg gelungen. Unsere Bilanz gegen die Aufsteiger lautet daher: 1 Sieg, 2 Unentschieden, 3 Niederlagen, 4:5 Tore

6 aus 11, auch wenn es zuletzt etwas seltener geworden ist, ist ein 0:1 Tipp gegen Dynamo in der Rückrunde immer eine gute Wahl. 6 der 11 Rückrundenspiele endeten mit diesem Ergebnis.

19 aus 17, unsere bisher beste Saisonauswärtsbilanz ist nach 3 Niederlagen in Folge gerissen. Durch die Niederlage in Köln gibt es auch keine Möglichkeit mehr, auf 26 Punkte wie am Saisonende 2010/11 zu kommen.

85, durch die 3 Gelben Karten haben wir bereits mehr „Bösewichtspunkte“ (gelb = 1 Punkt, gelb-rot = 3 Punkte, rote = 5 Punkte) gesammelt als jeder Drittligasaison zuvor. Um die 100 Punkte am Saisonende scheinen nicht mehr unerreichbar.

330 Minuten haben wir auswärts keinen Treffer mehr erzielen können. Nicht mehr weit bis zum „Bestwert“ der Saison 2009/10, welche nach 387 Minuten glücklicherweise durch die einsetzende Sommerpause „zwangsbeendet“ wurde.

Schaulaufen (für Uwe) bei der Fortuna

Nach den gestrigen, nur auf den ersten Blick überraschenden, Trainerentscheidungen in der Bundesliga habe ich mir Gedanken über Dynamo gemacht. Das wir in unserer „Hire and Fire“ Mentalität eher den Hamburgern als den anderen Schwarzgelben ähneln, dürfte jedem klar sein. Auf den ersten Blick war mir nicht einmal klar, wer wohl der letzte Trainer gewesen ist, der seinen Vertrag erfüllt hat. Olaf Janßen, dessen Vertrag nach einem Sonntagnachmittag im Mai hinfällig wurde, hatte ich dabei schlichtweg vergessen. Ihn ausgenommen, scheint es gutes Dresdner Recht zu sein, jeden irgendwann in nicht zu langer Zeit den Stuhl vor die Tür zu stellen. Helmut Schulte warf selbst das Handtuch, Ralf Minge wurde in einer ähnlichen Situation wie Olaf Janßen gegangen, Rolf Schafstall bettelte im Spiegel nach einer Vertragsauflösung. Meinhard Hemp war der Peter Németh des Jahres 2001. Danach kam Christoph Franke, und nicht einmal der durfte sein Ende gänzlich selbst bestimmen, obwohl er etwas länger blieb, als es bestimmt zu sein schien. Peter Pacult, so kommt es einem manchmal vor, wurde irgendwann nur aus dem Grund noch einmal verpflichtet, damit man ihm im Gegenzug den Stuhl unter dem Gesäß entfernen konnte, nachdem er einige Jahre zuvor mitten in der Saison seine tiefe Liebe zur österreichischen Heimat wiederentdeckt hatte. Viele verschiedene Persönlichkeiten, die da Dynamo am Spielfeldrand stehen hatte.

Nun sitzt bereits Uwe Neuhaus im Stadion, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch keine offizielle Funktion im Verein hat. Keine einfache Situation für Peter Németh, der jedoch nach außen loyal zu seinem Arbeitgeber mit dieser Konstellation umzugehen scheint. Doch die Zukunft sitzt ihm im Nacken und macht sich Notizen. Uwe Neuhaus bespricht sich mit Ralf Minge und erläutert seine Wünsche und Vorstellungen vom dynamischen Fußball der kommenden Saison. Wenn man den hiesigen Gezetten Glauben schenken darf, so sind die kadertechnischen Veränderungen im Sommer wahrscheinlich größer als es zu erwarten war. Pascal Testroet war erste eine Verpflichtung, die man zu diesem Zeitpunkt nicht vermuten konnte und vergangenes Jahr schlicht unmöglich schien. Michael Parensen scheint aus dem Grund, ein ehemaliger und wohlgesonnener Spieler unseres neuen Trainers zu sein, als Gerücht nicht unbedingt so weit hergeholt zu sein.

Aufgewacht scheinen die aktuellen Spieler jedenfalls zu sein. Bielefeld war ein dankbarer und müder Tabellenführer zur richtigen Zeit, nun wird am Wochenende erstmalig das Kölner Südstadion angefahren werden. Uwe Neuhaus wird vor Ort sein und weitere Eindrücke sammeln, die hoffentlich ein rundes Bild für die neue Spielzeit ergeben werden.

Spannend bleibt es auf alle Fälle, unabhängig vom Ergebnis. Punkt(e) wäre(n) trotzdem schön…

Echte Zahlen

2 Premieren zu Spielbeginn, zum ersten Mal stand Dominic Baumann in der Startelf, ebenso wie Justin Eilers erstmalig Bankdrücker war.

Premiere im Spiel, zum ersten Mal konnte ein Tor von Nils Teixeira bejubelt werden. Er ist der 33. Spieler, der ein Tor in der 3.Liga für Dynamo erzielte.

4 Niederlagen in Folge gab es nicht zum ersten Mal in der 3. Liga, doch auch diesmal konnten wir es verhindern, eine 5.Pleite am Stück einzufahren.

8 Torvorlagen in einer Saison schaffte bisher nur Cristian Fiel in der Saison 2010/11. Marvin Stefaniak hat heute gleichgezogen! Herzlichen Glückwunsch!

11, nachdem wir vergangenes Wochenende mit Platz 12 unsere schlechteste Saisonplatzierung verdauen mussten, stehen wir heute wieder auf Platz 11 wie am Spieltag 18.

14 von 15, die Serie in der 3.Liga hält. Von 15 Elfmetern konnten 14 verwandelt werden. Darunter alle 3 in dieser Saison!

44, nachdem wir letztes Wochenende in der Punktausbeute nach 31 Spieltagen hinter die Saison 2009/10 gerutscht sind, konnten wir diesmal unseren „Vorsprung“ von 2 Punkten auf die Saison 2008/09 (42 Punkte nach 32 Spieltagen) halten.

Wer oder was ist Bielefeld?

Am Samstag gibt es mal wieder eine neue Möglichkeit, eine (un)dynamisch entstandene Serie auszubauen. Nachdem in den letzten Wochen bereits die bestehende Heimpleitenserie auf aktuell 4 Niederlagen in Folge massiv ausgebaut wurde (zuvor waren es jedes Drittligajahr höchstens 2 am Stück…) und sogar nochmals erweitert werden könnte, kann es zusätzlich passieren, dass die allgemeine Pleitenserie am Stück von bisher ebenfalls 4 Niederlagen in Reihe um eins erhöht werden könnte…

Und am Samstag kommt der Tabellenführer Bielefeld nach Dresden, jene Mannschaft, die Mitte der Woche Borussia Mönchengladbach im DFB-Pokal eliminiert hat. Bielefeld, wer?, werden jetzt einige fragen, aber ich möchte nicht auf die allseits bekannte Bielefeldverschwörung hinaus sondern auf etwas ganz anderes.

Im bereits lang anhaltenden Dresdner Dynamounwetter sind heute zwei Botschaften verkündet worden, die ein wenig Farbe im tristen Grau verbreiten könnten. Zum Einen wurde ein Zweipunkteabzug der SpVgg Unterhaching bestätigt, was unseren Puffer nach unten ein wenig anwachsen lässt. Es ist traurig, aber war zuletzt nicht mehr zu vermeiden, genau dahin den einen oder anderen Blick zu werfen. Dann kam am Abend. Pünktlich um 19:53 verkündete der Verein auf Twitter eine Botschaft, die für ein wenig Optimismus beim Anhang sorgen könnte. Wir haben einen Trainer für die neue Saison, einen, der im vergangenen Jahr noch unerschwinglich zu sein schien, Uwe Neuhaus.

Was natürlich andererseits mehrere neue Fragen aufwirft. Wie reagiert die Mannschaft? Stellt sie sich endgültig in ihrer Zusammensetzung als untrainierbar heraus und Lässt mit gesenktem Kopf die Saison austrudeln? Wäre durchaus nicht ausgeschlossen, denn der Puffer nach unten ist gewachsen. Die bisher erzielten 41 Punkte haben zuvor jedes Jahr gereicht und vom Verein wurde verkündet, dass Projekt jung und forsch modifizieren zu wollen und neue erfahrenere Kräfte einbauen zu wollen. Tobias Müller ist bereits weg, Dominic Baumann auf dem Sprung nach Nürnberg und es lassen sich ohne Probleme weitere aufzählen, die mit dem Kopf woanders zu sein scheinen, egal, ob ihr Vertrag bis Sommer oder länger ausgestellt wurde. Wird mit Uwe Neuhaus Segen eventuell sogar der ein oder andere Perspektivspieler integriert, wie es damals Christoph Franke mit Volker Oppitz durchaus erfolgreich praktizierte? Wie reagiert Peter Nemeth, der als Verlierer gebranntmarkte Nicht-Interim-Platzhalter-Trainer, der ein sinkendes Schiff übernahm, von früh bis spät arbeitet, wie es Ralf Minge betonte und dennoch weiß, dass es inzwischen egal ist, ob er den leckgeschlagenen Kutter irgendwie doch noch flott kriegt oder nicht, er wird nicht der sein, der ihn in Zukunft steuern wird.

Am Samstag kommt der souveräne Tabellenführer und DFB-Pokal-Halbfinalist Bielefeld nach Dresden, von Interesse ist das am Spieltag 14:00, bis dahin und wahrschinlich direkt im Anschluss legt sich die dynamische Zukunft über die Gegenwart!

Wunschzahlen

Was soll man jede Woche aufs Neue schreiben, wenn jedes Mal doch diesselbe miese Ende gibt? Also kommt mal das, was man sich wünschen würde…

1, Glücksbringer Marco Hartmann. Kaum macht er sein 1.Spiel 2015, entdecken die Spieler um ihn herum, Einsatz bis zum Spielende zu zeigen.

2, nach dem erzitterten Sieg im Heimspiel gegen den VfL Osnabrück gelang es der Mannschaft zum zweiten Mal in dieser Saison, ein Spiel zu drehen.

2 bis 4, nachdem Marvin Stefaniak bisher in Wehen Wiesbaden das einzige Jokertor erzielen konnte, besaß unser Trainer diesmal gleich mehrfach glückliche Wechselhände. So kann es weitergehen!

5 aus 8 Spiele ohne Torerfolg reichen definitiv aus, dachten sich wohl die Spieler der SGD, die in den letzten Minuten ein verlorenes geglaubtes Spiel drehen konnten. Statt einen knappen Sieg am Ende zu verdaddeln, gaben unsere Jungs einen Nachweis, dass sie die Saison definitiv versöhnlich beenden wollen!

12, durch den Sieg in Chemnitz konnte der aktuelle Platz 12 in der ewigen Tabelle der 3.Liga gehalten werden. Egal wie das Spiel der Rostocker in Duisburg enden wird, sie bleiben hinter uns!

Wie gesagt, Wunschdenken! So bleibt uns erneut mal wieder, aufs kommende Wochenende zu warten. Wie heißt es doch so schön: “ Je länger eine Serie wird, desto eher endet sie!“ Und damit werde ich mal wieder ein paar Euro ins Spendenschwein der „Aktion Schuldentilgung“ werfen! Hilft ja nix!

Wann ist unsere Pleitenserie vorbei?

Nr. 4, Bank, verletzt und gesperrt, diesmal trug Nils Teixeira erfolglos die Binde.

5 Heimniederlagen in 15 Spielen hatten wir auch noch nicht

11, erstmals ausgeglichene Reihe, 11 Siege, 11 Niederlagen in dieser Saison

79 Bösewichtspunkte haben wir für Gelbe (=1), Gelb-Rote (=3) und Rote Karten (=5) in dieser Saison bereits gesammelt. So viele wie nach 38 Spieltagen 2009/10 und 2010/11.

25 391, mit den heutigen Spiel haben wir einen neuen Bestwert für Drittligaheimspiele hergestellt. 4 Spiele zum Erhöhen wird es noch geben.