Schlagwort-Archiv: Maik Kegel

Saisonendüberflieger

3, jetzt scheint es wirklich wieder zu laufen! Wer hatte vor 3 Wochen gedacht, dass die Mannschaft unter Peter Németh den internen Saisonrekord für die meisten Siege in Folge (aufgestellt zwischen dem 7.- 9.ST) doch noch einstellt.

13, mit seinen inzwischen 13 Torvorlagen steht Marvin Stefaniak aktuell auf dem 2.Rang dieser Liste. Vor ihm befindet sich einzig noch Gerrit Müller, der für seine 14 Torvorlagen 85 Spiele Zeit hatte, hinter ihm liegt Maik Kegel, der 12 Vorlagen in 72 Drittligaspielen vorweisen kann. Marvin hat aktuell 31 Spiele in der 3.Liga bestritten.

17, seit nahezu einer halben Drittligasaison gab es entweder 3 Punkte oder keine für die SGD. Ganz oder gar nicht, Unentschieden gibt es nicht mehr.

47, auch wenn das letzte Spiel gegentorfrei bleiben sollte, hatten wie noch nie 47 Gegentore in einer Saison der 3.Liga.

50, nimmt man das Eigentor von Daniel Vier aus, so hat Luca Dürholtz sowohl das 1. Tor eines Dynamospielers erzielt sowie heute das 50.Saisontor.

97, auch wenn man es zwischendurch kaum gedacht hätte. Spiele mit Dynamo sind in der 3.Liga so torreich wie nie zuvor. Trotz 11 Spielen mit keinem oder einem einzigen Tor sind es insgesamt bereits 97 Tore, die mit Beteiligung der SGD gefallen sind. Der bisherige Bestwert lag am Saisonende bei 92. Schaffen wir gegen den FC Hansa Rostock noch die 100???

14.02.2015, wird das Holstein-Stadion endlich geentert?

Am Samstag findet unser Punktspiel beim nördlichsten Drittligisten, Holstein Kiel, statt. Ein Weg von mehr als 500 km liegt vor der Mannschaft und den wieder zahlreich hinterher reisenden Fans für eine Begegnung, in der wir fast immer vom Tabellenplatz der Favorit waren und dafür bisher nur unterdurchschnittlich erfolgreich waren.

In dieser Saison waren vor dem Hinspiel die Aussichten auch nicht die schlechtesten. Wir wollten unsere erste Pleite gegen Erfurt ausmerzen, da schien die Störche der perfekte Aufbaugegner zu sein. Doch leider waren die nicht der erwartete brave Punktelieferant, denn sie bissen und piesackten uns an einem Dienstagabend, vor allem Rafael Kazior machte sich in diesem Spiel beim Dresdner Anhang sehr beliebt. Sein ständiges Reklamieren und Provozieren wurde schließlich in der Halbzeitpause auf dem Weg in die Kabine vom Schiedsrichter mit einer Gelben Karte belohnt. Natürlich war ich in jenem Spiel wie fast das gesamte Stadion erbost über diesen Spieler, doch inzwischen kann ich es entspannter sehen, denn wir haben davon ebenso Zwei in unseren Reihen, und die haben einzeln mehr als doppelt so viele Karten eingeheimst als der gescholtene Kieler Mittelfeldmann (bisher 4 Gelbe Karten in 22 Einsätzen). Die Rolle von Kazior, sich in Dresden zum Buhmann zu machen und damit wieder und wieder unsere Mannen in ihrem Ablauf zu behindern, war erfolgreich. Wer sich nicht mehr erinnert, in der 89. Minute kam unser Knockout und in der Nachspielzeit trabte ein nicht ganz unbekannter Maik Kegel so gemächlich vom Spielfeld, dass gemutmaßt wurde, ob eine mobiles Sauerstoffgerät helfen könnte. Wie dem auch sei, ich hoffe, am Wochenende machen wir es genau so!

Sehr optimistisch bin ich diesmal nicht. Die bisherigen Spiele in Kiel waren immer eng und außer einem Unentschieden bei drei Niederlagen nicht erfolgreich. In den letzten beiden Spielen haben die Norddeutschen vier Punkte auf uns gutgemacht, wodurch die Partie eine auf Augenhöhe ist. Wir sind Tabellennachbarn und wenn wir nicht aufpassen, ist nicht nur der Rückrundenstart definitiv verhunzt sondern nach Erfurt am letzten Wochenende auch noch Kiel an uns vorbei.

Auf alle Fälle wird sich die Aufstellung am Wochenende garantiert auf mehreren Positionen verändern. Kandidaten sind vor allem die Außenpositionen, wo rechts Nils Teixeira laut Pressekonferenz vom 12.02.2015 inzwischen wieder eine wirkliche Alternative darzustellen scheint. Links könnte ich mir einen Wechsel ebenso vorstellen, um das hohe Tempo von Sinan Tekerci in der Offensive „nutzen“ zu können. Außerdem bin ich gespannt darauf, wie viele „Müllers“ diesmal in der Startelf stehen könnten. Jannik dürfte seinen Platz sicher haben, egal ob in der Innenverteidigung oder der Defensive des Mittelfeldes. Für Tobias hoffe ich auf eine wirkliche Chance ganz vorn in einem in der Winterpause erprobten 4-4-2. Falls dieses System Justin Eilers ganz vorn sieht, erhöhen sich die Spielchancen für Jimmy, ansonsten wird er wohl vorerst eher der Joker sein.

In der Saison 1996/97 gab es schon einmal ein Namenstriple. Jan, Jörg und Steffen Schmidt standen achtmal gemeinsam in der dynamischen Startelf.

Unsere Mannschaft wird hoffentlich am Samstag mitnehmen, was mitzunehmen ist. Falls es nicht reichen sollte, hoffe ich, das wir uns alle an das erinnern, worauf wir uns im Sommer 2014 eingeschworen haben.

20.08.2012 Dynamo zu Gast bei den Himmelblauen

Nach den grauen Rauchschwaden von Dortmund hat Dynamo Dresden Glück, am Montag bei den Himmelblauen in Chemnitz antreten zu dürfen. Zuletzt haben wir uns bei den Spielen gegen die Chemnitzer nicht mit Ruhm bekleckert. Im Sachsenpokal war für uns 2008 und 2010 jeweils im Halbfinale Endstation gegen den späteren Pokalgewinner Chemnitzer FC. Wir haben also etwas auszubügeln.

Die Chemnitzer, die gegenüber Dynamo fast schon in einer Regionalauswahl spielen, haben sich vor der Saison mit Sascha Pfeffer und Maik Kegel verstärkt. Sie kennen die Brisanz dieses Sachsenduells genau, hoffentlich wird diese Besonderheit auch unseren Spielern noch ausreichend erläutert!

Doch wie sieht die Statistik außerhalb der letzten dynamischen Pokalpleiten aus? Schauen wir in der Historie beider Vereine etwas weiter zurück.

Herauszufinden, wie viele Spiele es nun eigentlich zwischen dem Chemnitzer FC (oder seinem regulären Vorgängerverein, dem FC Karl-Marx-Stadt) und Dynamo Dresden gab, ist schwieriger als anfangs angenommen. Zum einen gab es auf beiden Seiten regelmäßig Namensänderungen, Vereinsauflösungen und Neugründungen oder Anschlüsse der Fußballabteilungen, zum anderen nahm es die Westsachsen selbst mit „Fußballvereinsverschiebungen“ in benachbarte Städte ernster als gedacht. Das 1. (im Buch „Ostdeutsche Traditionsvereine 1: Dynamo Dresden, Daten, Fakten, Bilder; Agon Sportverlag, Statistics 27; Uwe Krüger) Spiel der Schwarzgelben fand gegen Motor West Karl-Marx-Stadt 1955 in der DDR-Liga Staffel 3 statt und endete 3:3. Nach insgesamt 5 Spielen (1 Sieg, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen 10:13 Tore, der Sieg wurde den Dresdnern nachträglich übrigens aberkannt) verloren sich vorläufig die Spuren, da Motor West seine Mannschaft an den SC Motor Karl-Marx-Stadt abgeben musste und selbst in einer Liga unterhalb als deren Zweitvertretung weiterspielte. Bis 1963 gab es gegen den übernehmenden SC Motor  8 Spiele, von denen 3 gewonnen, 4 verloren und 1 remis endeten (13:11 Tore). Frisch zurück in der DDR-Oberliga 1962 ging es dort für Dynamo Dresden einmal gegen den inzwischen bekannten SC Motor Karl-Marx-Stadt als auch gegen den SC Wismut Karl-Marx-Stadt. Diese Mannschaft war eigentlich in Aue (32km entfernt von Karl-Marx-Stadt) zu Hause, wurde aber von der DDR Sportpolitik zeitweise in die benachbarte größere Stadt versetzt. Nach Vereinsauflösung 1963 wechselten viele Spieler zum SC Karl-Marx-Stadt, wobei die Fußballsektion im selben Jahr an die BSG Wismut Aue angegliedert wurde.

Alles klar?! Beginnen wir lieber nach dem 15.01.1966, als der FC Karl-Marx-Stadt neu gegründet wurde (und bis zum 13.06.1990 seinen Namen behielt). Gleich das 1. Spiel gegeneinander in der höchsten Spielklasse der DDR, der Oberliga, konnte die SG Dynamo Dresden in Karl-Marx-Stadt mit 2:1 für sich entscheiden. Auch bis zum Ende der DDR-Oberliga waren die Westsachsen ein gern gesehener Gegner der Dynamos. 29 Siege, 11 Unentschieden und 7 Niederlagen mit traumhaften 104: 55 Toren sprechen für sich. Auch in Anschluss an die 5 Duelle im FDGB-Pokal waren jedesmal die Dresdner Dynamos in der Auslosung für die nächste Runde enthalten.

Ein besonderes Spiel fand sicherlich am 11..03.1972 in Karl-Marx-Stadt statt. Eingebettet in ein heimisches 6:1 gegen den Halleschen FC Chemie (04.03.1972) sowie ein 5:1 gegen  den FC Carl Zeiss Jena (18.03.1972) gewann der amtierende Meister, die SG Dynamo Dresden mit 5:1 beim Oberligaaufsteiger FC Karl-Marx-Stadt. Bei denen spielte damals unser späterer zweifacher Aufstiegstrainer Christoph Franke mit und erzielte das himmelblaue Ehrentor.

FC Karl-Marx-Stadt: Ralf Kunze – Dieter Erler, Eberhard Schuster, Frank Sorge – Christoph Franke, Hans-Heinrich Wolf, Joachim Müller, Frank Wiedensee (78. Karl Krasselt) – Karl-Heinz Zeidler, Hartmut Rauschenbach, Volkmar Neubert

SG Dynamo Dresden: Claus Boden – Hans-Jürgen Dörner – Joachim Kern, Eduard Geyer, Klaus Sammer – Frank Ganzerra, Reinhard Häfner, Reiner Sachse, Hans-Jürgen Kreische (63. Klaus Lichtenberger) – Dieter Riedel, Gert Heidler (86. Matthias Blaseck)

Torfolge: 0:1 Dieter Riedel (1. Minute), 1:1 Christoph Franke (15. Minute), 1:2 Reinhard Häfner (35. Minute), 1:3 Gert Heidler (48. Minute), 1:4 Klaus Lichtenberger (65. Minute), 1:5 Gert Heidler (69. Minute)

Zuschauer: 15 000

Am Saisonende war Dynamo Dresden Dritter und unser Gegner konnte noch knapp 2 Mannschaften hinter sich lassen und in der folgenden Saison zu Hause ein Remis erzielen. Ein Unentschieden würde am 20.08.2012 keiner Mannschaft weiterhelfen, ein 5:1 dürfen wir jedoch am Montag garantiert nicht erwarten. Wenn wir aber mal wieder, nach zuletzt zweimaligen Ausscheiden im Sachsenpokal, gegen die Chemnitzer weiterkommen würden, wäre ich zufrieden. Also, die Herren Däbritz, Koch und Kirsten, erzählen sie den anderen mal etwas über die schwarzgelbe Geschichte!

Statistik: DDR – Oberliga, 1962-1991, Uwe Nuttelmann (Hg.), Verlag Uwe Nuttelmann

http://de.wikipedia.org/wiki/Motor_West_Karl-Marx-Stadt

http://de.wikipedia.org/wiki/Chemnitzer_FC

http://de.wikipedia.org/wiki/SC_Wismut_Karl-Marx-Stadt

http://de.wikipedia.org/wiki/SC_Karl-Marx-Stadt

Das Problem regionaler Verwurzelung oder wie findet man einen Local-Player?

Spieler aus dem Nachwuchs beziehungsweise aus der 2. Mannschaft haben es ja erfahrungsgemäß etwas schwer bei Dynamo Dresden zum Zuge zu kommen. Nicht umsonst stellte es bereits in der letzten Saison ein Problem dar, 4 Spieler für den Kader der 1. Mannschaft zu finden, die als „local-player“ (diese müssen vom Verein für mindestens 3 Jahre im Alter zwischen 15-21 Jahren ausgebildet worden sein) gelten. Neben Marcel Franke (0 Saisoneinsätze), Lars Jungnickel (2 Saisoneinsätze), Maik Kegel (12 Saisoneinsätze) konnte schließlich Co-Trainer Nico Däbritz mit damals 39 Jahren zum Comeback auf dem Papier überzeugt werden.

Nach dem feststehenden Wechsel von Maik Kegel nach Chemnitz wird es dieses Jahr nicht einfacher werden. Nachdem für die 2. Mannschaft kein Lizenzantrag für die erreichbare Regionalliga Nordost gestellt wurde und entschieden wurde, weiterhin das Startrecht für die NOFV-Oberliga Süd wahrzunehmen, werden sich die talentierten Spieler anderweitig umschauen und wahrscheinlich kein „Angebot“ als Local-Player annehmen. Die Besetzung der Position des 3. Torhüters an keinen Dynamo – Nachwuchsmann darf daher als Schlag in die Magengrube der Talenteausbildung angesehen werden. Ob nun, wie von Vereinsseite dargestellt, der Berater des Spielers Marek Große oder aber der Verein bei den Verhandlungen geschludert haben, wird ungeklärt bleiben. Ärgerlich ist es auf alle Fälle! Dennoch werden auch in diesem Jahr die 2 freien Stellen neben Marcel Franke und Lars Jungnickel besetzt werden! „Machs noch einmal Nico!“ist dabei genau so möglich/denkbar wie eine Reaktivierung vom ehemaligen Geschäftsführer Volker Oppitz, der gegen seine Kündigung vom Verein klagt…

Unter den Umständen ist es umso erstaunlicher, wie stark frequentiert der SG Dynamo Dresden – Talent – Tag 2012 war. Nachwuchsspieler, zwischen 2003 und 2006 geboren, waren am vergangenen Freitag (15.06.2012) eingeladen, ihr Können den „gestrengen“ Jugendtrainern der SGD zu zeigen. Sympathisch war ihr Anliegen, dass die Jungen Spaß haben sollten und vor allem darauf geschaut werden sollte, „ob der Ball eher ein Feind oder Freund sei“.

Und Spaß hatten die Kinder. Aufgeteilt in Gruppen zu 5-6 Spielen, sollten sie sich in kleinen Erwärmungsspielen gegenseitig vorstellen und irgendwann wussten sie fast alle den Namen der Anderen (Nico, Finn, 2x Felix und wer war gleich nochmal der Fünfte???). Dann wurde gegeneinander gebolzt und geschwitzt, die Trainer schauten interessiert zu (und manchmal auch einfach auf das Feld nebenan) und es zeigte sich wieder, dass manche Eltern nicht nur abends der Bundestrainer sind, sondern zuvor auch der persönliche Trainer und Berater ihrer Sprösslinge. Und einzelne Muttis waren dabei nicht weniger energisch als manche Papas! Aber mal ehrlich, ist es wirklich das Ziel, dass der Sohnemann dann 2021 ein weiterer Local-Player ohne Einsatzzeit wird? Dem armen Nico wird am Abend noch der Kopf von die vielen wichtigen Hinweisen seiner Eltern geglüht haben…

http://de.wikipedia.org/wiki/Ausl%C3%A4nderregelung

http://www.dynamo-dresden.de/de/aktuelles/verein/details/artikel/u23-bleibt-in-der-nofv-oberliga-sued.html

Rückblick, Teil 1, unsere Mannschaft

Die Saison 2011/12 ist vorbei, die ersten Abgänge stehen fest, weitere werden garantiert folgen und daher ist nun Zeit, ein erstes Mal auf die nun vergangene Spielzeit zurück zu  blicken. Beginnen wir mit der Mannschaft.

Unser Trainer Ralf Loose hat in dieser Saison 27 Spieler eingesetzt, von denen 22 mehr als 5 Spiele bestritten haben. Aufgrund der zahlreichen Nachverpflichtungen (7 nach Saisonbeginn, 2 in der Winterpause) relativiert sich diese anfangs hoch klingende Anzahl. Im Vergleich zu unseren bisherigen Jahren in der 2. Bundesliga liegen wir damit gut zwischen unserem niedrigsten (2004/05 26 eingesetzte Spieler) und höchstem (2005/06 30 eingesetzte Spieler) Wert. Auch die Menge unserer Torschützen (12) ist durchschnittlich. Bis auf 3 Spiele hat unser Trainer immer alle 3 möglichen Wechsel genutzt, auch ein Grund, weshalb 22 Spieler mehr als 5 Einsätze vorzuweisen haben. Was auffällt, ist, dass die Wechsel vorwiegend streng positionsgetreu durchgeführt werden, das Aufbäumen gegen Niederlagen nie mit einem 3 Stürmer erfolgt. Das kurz vor Spielende ein Verteidiger für einen Stürmer kam, ist dagegen nicht unbedingt  ausgeschlossen.

Tor:

Kaum ein Verein hatte zuletzt 3 verschiedene Stammtorhüter in einer Saison. Dennis Eilhoff, als Nummer 1 von Arminia Bielefeld verpflichtet, war die ersten 9 Saisonspiele unser Torhüter. Mit einer bereits am 2. Spieltag erlittene Kapselverletzung im linken Mittelfingergelenk spielte er aufgrund anfangs fehlender Konkurrenz weiter und verlor nach 18 Gegentoren in 9 Spielen seinen Stammplatz an den nachverpflichteten Wolfgang Hesl. Kurze Zeit später pausierte dann Dennis Eilhoff und was anfangs optimistisch nach einer Pause von 6 Wochen klang, ist inzwischen nach 7 Monaten das Ende seiner Zeit in Dresden geworden. Sein Vertrag wird aufgrund seiner unklaren Situation nicht verlängert. Hoffentlich ist sein Einsatz für Dynamo nicht das Ende seiner Karriere geworden?!

Wolfgang Hesl übernahm am 10. Spieltag den Platz im Tor und wurde durch seinen grandiosen Einstand durch den Sieg gegen den TSV 1860 München gleich erfolgreich in die Mannschaft eingeführt. Bis zur Winterpause kassierte er in 10 Spielen 16 Gegentore und war in der Winterrangliste der Zweitligatorhüter im Kicker sofort im „Blickfeld“ gelandet. Trainer Ralf Loose stärkte ihm zusätzlich in der Winterpause durch sein klares Bekenntnis zu Wolfgang Hesl als Nummer 1 im Dynamotor den Rücken. Doch am 3. Spieltag nach der Winterpause brach sich Hesl im Spiel gegen den SC Paderborn den kleinen Finger der linken Hand.

So kam es zur eigentlich nicht mehr erwarteten neuen Chance für Benjamin Kirsten. Am Saisonanfang verärgerte dieser Ralf Loose durch eine mutmaßlich zu lang verschwiegene Schambeinverletzung, welche die Torwartnot in den ersten Saisonspielen erst heraufbeschwor. Doch Benjamin Kirsten nutzte seine Chance als Rückhalt in einer immer sicherer werdenden Defensive der Dresdner. Nach seinem Debüt in Paderborn spielte Dynamo Dresden plötzlich die folgenden 3 Spiele allesamt zu Null und Kirsten kratzte sogleich am bisherigen Dresdner Zweitligarekord der „meisten Spielminuten ohne Gegentor“. Mit 273 gegentorfreien Minuten fehlten letztendlich 40 an der bisherigen Bestzeit (gehalten von Ignjac Kresic). Benjamin Kirsten hielt stark und schaffte es mit einer sicher stehenden Defensive, in seinen ersten 6,5 Zweitligaspielen 4x zu Null zu spielen. So verwunderte es nicht, als nach seiner Genesung Wolfgang Hesl erstmal auf der Bank Platz nahm, während Kirsten weiterhin spielte. 12 Gegentore in 13 Saisoneinsätzen sind letztendlich eine erstaunliche Quote für einen Spieler, der anfangs als Sohn eine Legende für die 2. Mannschaft verpflichtet wurde.

Durch die langwierigen Verletzungen unserer Torhüter saß Axel Mittag, Torwart der 2. Mannschaft, in 10 Saisonspielen auf der Bank.

Zur neuen Saison werden wir uns jedoch wieder an neue Gesichter gewöhnen müssen. Während der Vertrag von Dennis Eilhoff nicht verlängert wird, hat Wolfgang Hesl seinen gekündigt.

Verteidigung:

52 Gegentore sind es letztendlich für Dynamo Dresden geworden, ein respektabler Wert nachdem wir bis zur Winterpause in 19 Spielen bereits 34 erhalten haben. Während am Anfang aufgrund fehlender Spieleralternativen experimentiert wurde und ab Mitte der Hinrunde sich die neuen Spieler an die 2. Bundesliga und aneinander gewöhnen mussten, gab es nach der Winterpause einen festen Defensivkern.

„Chef“ dieser Defensive war unser neuverpflichteter Innenverteidiger Romain Bregerie. Mit 31 Sasioneinsätzen (1 Tor) war er schnell in der neuformierten Mannschaft anerkannt und zu Beginn der Rückrunde gegen den FC Energie Cottbus sogar Kapitän. Anerkannt war er auch beim Kicker. Nicht weniger als 7x stand er dort in der Elf des Tages, nur 3 Spieler hatten mehr Nominierungen!

Ebenfalls aus Frankreich und vom FC Metz kam Bregeries Mannschaftskollege Cheikh Gueye, der mit 31 Saisoneinsätzen als Rechtsverteidiger schnell unumstritten war.

Innenverteidiger Florian Jungwirth brachte es auf 26 Einsätze, ein guter Wert, jedoch mit nur 4 Spielen 2012 von Anfang an wird er sich mehr ausgerechnet haben. Ralf Loose betont immer wieder, dass Innenverteidiger groß sein müssen, große Wertschätzung genießt Jungwirth mit seinen 181 cm nach außen hin nicht. Gegen Ende der Saison wurde das Interesse vom SC Paderborn publik, hoffentlich bleibt es nur beim Interesse!

Toni Leistner überraschte wahrscheinlich die meisten Fans, als er zu Beginn der Saison in Cottbus als Rechtsverteidiger in der Startelf stand, auch am letzten Spieltag stand er beim Abpfiff in Frankfurt auf dem Platz, doch leider gab es für ihn in der gesamten Saison nur 3 Einsätze in der 1. Mannschaft. Trotzdem hat er seinen Vertrag in Dresden verlängert, hoffentlich gibt es in der neuen Saison mehr „Spielzeit“ für ihn!

Jens Möckel ist unser Saisonmissverständnis. Verpflichtet vor dem Aufstieg, reichte es für ihn nur 2x für die Bank, ansonsten hörte man von ihm wenig und vom Verein nur, ihm bei einem möglichen Wechsel keine Steine in den Weg legen zu wollen. Alles Gute, Jens!

In der Winterpause wurde mit Vujadin Savic aus Bordeaux ein weiterer Innenverteidiger ausgeliehen. Mit 1,94 m entsprach er dem looseschen Gardemaß. 12 Einsätze in einer stabilen Rückrundenabwehr rechtfertigen seine Leihe, eine weitere wird derzeitig angestrebt.

Alexander Schnetzler ist unser Joker des Jahres. Anfang der Saison fand er sich unerwarteterweise auf der Ersatzbank wieder, da unser Trainer von seinen Trainingsleistungen nicht angetan war. Mit 20 kompletten  Einsätzen als Reservist kam er von dort auch nicht mehr runter, außer im Pokal gegen Bayer Leverkusen. Als Einwechsler half er mit, die wohl größte Pokalsensation der letzten Jahre zu schaffen. Ironie der Geschichte, er schoss das 4:3 wodurch Chaikh Gueye als sein direkter Konkurrent verpflichtet werden konnte. An dem kam er die gesamte Saison nicht vorbai und nur eine 5. gelbe Karte bewirkte, dass Alexander Schnetzler mit 1 Ligaeinsatz am 23. Spieltag überhaupt in der Zweitligastatistik Dynamo Dresdens auftauchen wird!

Auch Sebastian Schuppan wurde sein Einsatz am Anfang der Saison fast zum Verhängnis. Mit rezidivierenden Muskelkrämpfen schleppte er sich durch mehrere Ligaspiele am Anfang der Saison und sah dabei verständlicherweise auch nicht besonders gut aus. Dies alles führte dazu, dass auf seiner Position als Linksverteidiger mit Muhamed Subasic ein weiterer Spieler verpflichtet wurde. Sebastian Schuppan verlor nach 6 Spieltagen seinen Stammplatz und wurde die kommenden 11 Spiele nur 3x eingewechselt. Erst als sein Konkurrent mit Leistenproblemen ausfiel, kehrte Schuppan zurück und stabilisierte zuerst sich und dann auch unseren Abwehrverbund. 26 Spiele (1 Tor) und ein neuer Vertrag in Dresden, Schuppan hat es geschafft!

Innenverteidiger Martin Stoll hat ähnliches Pech wie Jens Möckel, auch er wurde vor feststehendem Aufstieg für die 3. Liga verpflichtet. Nichtsdestotrotz war er zu Beginn der Saison Stammspieler und als der Kicker von ihm als „die Konstante“ im Spiel der Dresdner sprach, verlor er seine Position in der Stammelf an Florian Jungwirth und sogar seinen Bankplatz nach der Winterpause. 11 Spiele (1 Tor) aber nie eine neue Chance über mehr als ein Spiel, die Wege von Martin Stoll und Dynamo Dresden werden sich im Sommer mutmaßlich trennen.

Am letzten Tag der offenen Transferliste stieß schließlich mit Muhamed Subasic ein weiterer Linksverteidiger zur Mannschaft. In seinem 1. Spiel gelangen ihm 2 Tore und setzten die Erwartungshaltung in ihn sehr hoch. Licht und Schatten wechselten sich ab, Ballgewinnen nach Zweikämpfen folgten Fehlpässe mit nach unten hängendem Kopf und irgendwann kam es mir so vor, als ob er keine Pause bekam, weil Sebastian Schuppan nicht mehr zugetraut wurde. Nach seinen Leistenproblemen und einer notwendigen OP in der Winterpause verlor er seinen Stammplatz und so spielte er in der Rückrunde nur noch ein einziges Spiel von Beginn an. Insgesamt 17 Saisonspiele (3 Tore) und durchaus vorhandenes Potential scheinen eine Weiterverpflichtung nicht auszuschließen. Ob es jedoch finanziell machbar erscheint, ist eher ausgeschlossen!

Mittelfeld:

Ich habe das Gefühl, als ob die sich Zeit von Stammspieler Cristian Fiel so langsam dem Ende neigt. In der Hinrunde durch eine rote Karte und mehrere Blessuren gehandicapt, ist er auch in der Rückrunde nicht unbedingt der Chef im defensiven Mittelfeld geworden. Für die Mannschaft als Person ist er dennoch unverzichtbar! 24 Saisonspiele (1 Tor) sind es letztendlich geworden, wobei er immer seltener 90 Minuten auf dem Platz steht.  Wird im defensiven Mittelfeld gewechselt, geht er eher öfter als David Solga oder er ist gar der, der eingewechselt wird, wie in den letzten 6 Saisonspielen 4x geschehen.

Nachwuchsspieler Marcel Franke hätte solche Sorgen gern, bisher ist er Ralf Loose noch etwas zu grün und mit gerade einem Einsatz auf der Bank im Hinspiel gegen Duisburg wird er es wohl leider auch noch in der nächsten Saison bleiben!

Marcel Heller hatte viel Pech in Dresden. Die ersten Spiele im rechten oder auch linken Mittelfeld nervös und hektisch, wurde an ihm von unserem Trainer ein Exempel statuiert, als er wegen eines Staus zu spät zur Spielvorbereitung gegen den 1. FC Union Berlin kam. Später gab Loose zu, dass Heller nicht der Einzige war, wahrscheinlich aber der am ehesten verzichtbare Spieler. Unglücklich war sicherlich auch sein Interview nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt, als er überhaupt nicht verstehen konnte, gegen seinen Exverein nicht von Beginn an gespielt zu haben. In der Winterpause, schien sich dann der Marcel Heller zu entwickeln, den Dynamo dachte, im Sommer verpflichtet zu haben, doch dann riss sein Syndesmoseband und die Rückrunde fand ohne ihn statt. So blieb es bei 15 Saisoneinsätzen und einem auslaufenden Vertrag, der nicht verlängert wird. Alles Gute, Marcel!

Mit Lars Jungnickel wird Dynamo einen bei Dynamo ausgebildeten ehemaligen Jugendspieler verlieren. Als anfänglicher Stürmer rutschte er über die Jahre zuerst ins defensive Mittelfeld und dann weiter auf die Position des Rechtsverteidigers. Diese Vielseitigkeit führte zur Vertragsverlängerung, seine Verletzungsanfälligkeit dazu, dass er nach einer Infektion aus dem Kader rutschte und nicht wieder zurückfand. 2 Einwechslungen und nicht eine Berücksichtigung 2012 werden wahrscheinlich zu einer neuen Aufgabe außerhalb der 1. Mannschaft führen!

Ein weiteres Eigengewächs, Maik Kegel, hat Dynamo bereits verlassen. Seine eigentliche Position als offensiver Mittelfeldspieler ist in Dresden derzeit nicht mehr vorgesehen. Außerdem haftet ihm ein Phlegma an, dass er in Dresden einfach nicht mehr los wird. 12 Einsätze, davon keiner über volle 90 Minuten und regelmäßige öffentliche Rüffel vom Trainer haben ihn dazu bewogen, dass Kapitel Dynamo zu beenden. Alles Gute in Chemnitz!

Ebenfalls kaum eine Zukunft in Dresden wird unser Leihspieler Marvin Knoll haben. Da wird das letzte Wort wohl nach den Relegationsspielen von Hertha BSC folgen. Das sich bei jungen Spielern Licht und Schatten abwechseln, ist vorhersehbar, doch so viel Schatten gab es bei Marvin Knoll meiner Meinung nach nicht. 11 Spiele (1 Tor) sind für einen linken Mittelfeldflitzer, der sich in Dresden weiter entwickeln sollte, jedoch zu wenig. In Erinnerung bleiben wird jedoch sein Galaauftritt gegen den 1. FC Union Berlin: 1 Tor und 2 Vorlagen!

Robert Koch ist einer der Überraschungen der Saison. Ich hätte niemals gedacht, dass am Ende 31 Spiele, 8 Tore und 6 Vorlagen in seiner Saisonbilanz stehen würden. Ursprünglich Stürmer, so ist er inzwischen im rechten Mittelfeld, bei Bedarf auch links zu Hause. Und er weiß sich auch zu behaupten. Mit 8 gelben und 1 gelb-roten Karte ist er jedoch auch manchmal ein Heißsporn. Klar, dass die Interessenten Schlange stehen, ob es aber wirklich Schalke 04 oder Borussia Mönchengladbach sind, wage ich zu bezweifeln. Hoffentlich bleibt er!

Gar nicht mehr zu dieser erfolgreichen Saison beitragen durfte Gerrit Müller. Nach seinem im Relegationsrückspiel in Osnabrück erlittenen Kreuzbandriss werden sich die Wege von Dynamo und ihm leider im Sommer trennen.

Giannis Papadopoulos ist der Spieler im defensiven Mittelfeld, der vorerst unseren Kapitän in die zweite Reihe verdrängt hat. Mit 24 Saisoneinsätzen hat er genau die Anzahl von Cristian Fiel erreicht, aber gefühlsmäßig hat er inzwischen die Nase vorn. Es deutete sich zu Beginn der Rückrunde an und verdichtete sich am Ende der Saison, als griechischer Nationalspieler ist Papadopoulos auch kein Leichtgewicht!

Vor der Saison wurde ihm der Wechsel nahegelegt, inzwischen ist für Dynamo eine Verlängerung des Vertrages von Sascha Pfeffer nicht gänzlich unvorstellbar. Mit 10 Saisoneinsätze (1 Tor) ist er auf alle Fälle immer wieder eine Alternative im rechten Mittelfeld. Und wenn er dann mal ran darf, und sei es noch so kurz, dann steht er unter Strom. Nicht umsonst hat er sich seine 2 gelben Karten in 2 Spielen geholt, in denen er einmal 3 und einmal 4 Minuten ran durfte! Zwar bemängelt Ralf Loose fehlende Flexibilität, da unser Trainer jedoch auch meist unflexibel wechselt, kommt es hoffentlich zur Verlängerung des Vertrages!

Unser Dauerrenner im defensiven Mittelfeld ist David Solga. Irgendwie habe ich ihn anfangs immer etwas unterschätzt, aber defensiv hat er eine hervorragende Saison gespielt. Mit 33 Saisoneinsätzen hat er die meisten in diesem Jahr gesammelt, ein Tor blieb ihm leider verwehrt.

Filip Trojan ist ein Glücksgriff für unseren Verein gewesen. Zwar denkt man bei 15 Auswechslungen zuerst an einen Kurzarbeiter oder an einen unzufriedenen Trainer, aber wer in 32 Einsätzen neben 2 Toren auch 9 Torvorlagen gibt, der hat seine Aufgabe gut erfüllt. Mit seiner Vertragsverlängerung hast er sich bei den Fans sehr beliebt gemacht! Noch mindestens 2 Jahre bleibt er uns erhalten.

Clemens Walch hat sich sicherlich mehr von seiner Zeit in Dresden erhofft. Nach der Verletzung von Marcel Heller nachverpflichtet, kam er nur zu 5 Einsätzen, von denen keiner über die volle Distanz ging. Ich habe dieses Leihgeschäft nie verstanden, vor allem, weil wir im rechten Mittelfeld mit Sascha Pfeffer und Gerrit Müller auch Alternativen für die Zeit der Verletzung von Marcel Heller gehabt hätten?!

Angriff:

Der Brasilianer Cidimar kam als Notnagel und zog im Winter aufgrund fehlender Perspektive weiter, um mit Aalen aufzusteigen. Er überbrückte in 3 Saisoneinsätzen die Zeit der Sperre von Pavel Fort und hatte nach den Nachverpflichtungen im Sturm keine Perspektive mehr.

Am Ende der Wechselfrist im Sommer kam Zlatko Dedic aus Bochum nach Dresden und anfangs hatte wahrscheinlich nicht nur ich ein Problem mit seiner Spielweise. Sein egoistisches Spiel und die rasche Tieffliegerei, (wenn man die rosarote Fanbrille mal absetzt), vor allem jedoch das Tor, welches er Pavel Fort auf St. Pauli nahm, festigten einen Ruf, welchen er in der Rückrunde lächelnd zunichte machte. Am Ende herrscht viel Wehmut, dass uns Zlatko Dedic nach 27 Spielen und 13 Saisontoren wieder verlässt.

Einziger nomineller Stürmer am Anfang der Saison war Pavel Fort. Auch an ihn musste ich mich anfangs gewöhnen und mit 5 Toren in 24 Einsätzen (dabei 16 Einwechslungen!) hat er seine Aufgabe blendend erfüllt. er war immer eine Alternative und manchmal hätte ich mich gefreut, wenn er mehr Chancen von Beginn an erhalten hätte oder auch mal als 3 Stürmer bei Rückständen „hinzu statt für“ gekommen wäre!

3 Tore gegen den TSV 1860 München genügten, um aus Mickael Poté einen Liebling der Fans zu machen. Inzwischen ranken sich um ihn nach seiner erfolgreichen Saison zunehmend Wechselgerüchte. Er war zu Zlatko Dedic in diesem Jahr ein guter Sturmpartner, irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass einer bestimmt treffen wird. Mit 12 Treffern in 27 Einsätzen war das ja auch oft der Fall!

06.05.2012 FSV Frankfurt – SG Dynamo Dresden

Ein Nachteil der 2. Bundesliga ist das viel zu rasche Saisonende. Haben wir in der 3. Liga 38 Saisonspiele gehabt und dann noch eine dramatische Relegation mit Glücksgefühlen dran gehangen, so ist am kommenden Sonntag definitiv Schluss. Ich hätte gern noch ein paar Spiele drangehangen. Nun heißt es wieder Abschied nehmen, denn laut Ralf Loose steht uns der nächste Umbruch bevor. Kein Wunder bei 5 Leihen (Subasic, Walch, Dedic, Savic, Knoll), mehreren Spielern, die des Trainers Ansprüchen nicht genügen (Müller, Kegel, Möckel, Stoll, Jungnickel, Pfeffer (?)), langwierigen Verletzungen (Eilhoff), gezogenen Kündigungsklauseln (Hesl) oder immer wieder auftauchenden und befeuerten  Abgangsgerüchten (Poté). Mal sehen, wer denn nun eigentlich bleibt und wer dazukommen wird. Spannende Wochen liegen vor uns!

Aber zuvor gibt es ein letztes Spiel gegen den FSV Frankfurt, ein Spiel mit nahezu unbekannten Gegner und keinerlei Historie. Bisher gab es eine einzige Begegnung in Dresden und die endete 2:2.

Der FSV Frankfurt ist eine erfahrene „Zweitligaabstiegskampfmannschaft“. Auch, wenn der Stammkader immer wieder ausgetauscht wird, die Mannschaft nimmt auch schwierigste Bedingungen an und meistert sie erfolgreich. Wie die Hinrunde in dieser Saison mit gerade 14 Punkten und 2 Auswärtssiegen. Erst am 23. Spieltag gab es gegen den Karlsruher SC den ersten Heimdreier und dieser brach den vermeintlichen Fluch. Siege gegen den TSV 1860 München und Alemannia Aachen folgten und seit Karlsruhe sind die Frankfurter seit 6 Heimspielen unbesiegt.

Seit dem Aufstieg der kleineren Frankfurter Mannschaft 2008 ist unser letzter Gegner auf 38 Saisonpunkte festgelegt. 2008/09, 09/10 und 10/11 war es jedesmal dieselbe Summe an Punkten. Ob es ein Vor- oder Nachteil ist, dass es dieses Jahr mit aktuell 34 erreichten Punkten definitiv keine 38 mehr werden, weiß ich nicht. Auf alle Fälle werden sie motiviert genug sein, ihre Saison nicht mit mehr Heimniederlagen (4) als Siegen (3) zu beenden.

Das Stadion wird am Sonntag laut der Homepage des Gastgebers nahezu ausverkauft sein, was eher ungewöhnlich ist. Mit einem Schnitt von 5 100 Zuschauern sind sie der am schlechtesten besuchte Zweitligist Deutschlands. Auch ihr Heimspiel gegen den großen Bruder Eintracht in deren Stadion vor mehr als 50 000 zahlenden Gästen ändert nichts an der bestehenden Zuschauertristesse.

Einen Blick mehr sollte unsere Verteidigung auf den Frankfurter Leihspieler Ilijan Micanski werfen, der in der Rückrunde 8 Tore erzielte. Zweiter Torjäger ist Macauley Christantus mit ebenfalls 8 Saisontoren, der jedoch in der Rückrunde nur noch als Einwechsler zum Zug kommt.

Ich hoffe auf ein letztes schönes Spiel mit einem Dresdner Sieg, kann aber auch mit einem Unentschieden beruhigt die Saison beenden. Am spannendsten finde ich die Frage, ob Alexander Schnetzler noch sein Ligaspiel bekommen wird. Cheikh Gueye hat mit seiner 5. gelben Karte ja gute Vorarbeit geleistet…

372, 88/8, 11 und 2×10, die Zahlen des 28. Spieltages

372, endlich wurde diese unschöne Serie beendet. Nach 372 Minuten ohne eigenes Tor traf mal wieder ein Dynamo. Zlatko Dedic erzielte sein 11. Saisontor.

88/8, mit seinem heutigen Einsatz hat Maik Kegel wahrscheinlich einen Kasten Bier verloren. Mit 88 Pflichtspieleinsätzen und dabei 8 Toren seit 2007 (Regionalliga Nord 6/1, 3. Liga 72/7, Relegation 1/0, 2. Bundesliga 9/0) wird er da wohl nicht drum herum kommen! Aufpassen muss auch Gerrit Müller, der seit 2008 aktuell bei 87 Spielen und 8 Toren steht (3. Liga 85/8, Relegation 2/0).

11., das 11. Saisontor von Zlatko Dedic hat uns nicht nur von 372 torfreien Minuten erlöst,  es hat noch eine andere kleine Besonderheit. Unser derzeit bester Stürmer hat damit nach Klemen Lavric (17 Tore) sowie Joshua Kennedy (16 Tore) die drittmeisten Tore für Dynamo Dresden in der 2. Bundesliga erzielt.

10, ein kleines Jubiläum. Wer hätte vor der Saison gedacht, das es weder Dennis Eilhoff (3 Spiele), noch Wolfgang Hesl (5 Spiele) oder Benjamin Kirsten (9 Spiele) sein würden, die bis zum 28. Spieltag als Torwart die meisten Spiele auf der Bank verfolgen würden? Axel Mittag ist es geworden!

10, weitere kleine Jubiläen. Mit dem Sieg in Aachen ist unserer Mannschaft der aktuell 10. Saisonsieg und der insgesamt 10. Auswärtssieg in der 2. Bundesliga gelungen. 4 Siege (TSV 1860 München, Eintracht Braunschweig, VfL Bochum, Alemannia Aachen)  in der Fremde gab es bisher noch nie in einer Saison.

Keine Zeit für Ergänzungsspieler

Auf dem Schalker Fanblog http://koenigsblog.net/ gibt es an jedem blauweißen Spieltag für die Leser die Möglichkeit, neben der Beantwortung einer speziellen Frage, die Schalker Einwechselspieler zu tippen.

Angepasst für Dynamo Dresden könnte man dieses Spiel darum ergänzen, wer garantiert nicht zum Kader gehört (ohne Verletzung und/oder Sperre) oder wer vielleicht Bestandteil des spieltäglichen 18er Kaders ist, jedoch garantiert nicht eingewechselt werden wird. Kommen für die erstere Variante neben (einigen anderen) Maik Kegel, Sascha Pfeffer oder Martin Stoll in Frage, bleibt bei zweiterer Fragestellung mit ziemlicher Sicherheit außer dem jeweiligen Ersatztorhüter Alexander Schnetzler sitzen. 14x gehörte er zum Spielkader, 14x kam er zu keinem Einsatz! So richtig finde ich keine Antwort auf meine Frage, wofür wir eigentlich einen Kader von fast 30 Spielern benötigen, wenn kaum oder nur sehr vorhersehbar rotiert und gewechselt wird?!

In der Spieltagesvorschau gegen den TSV 1860 München http://www.dynamo-dresden.de/de/aktuelles/team/details/artikel/kann-dynamo-die-loewen-baendigen.html sprach Trainer Ralf Loose davon, weiterhin in Bestbesetzung spielen zu lassen, da es zu brisant wäre, jetzt Ergänzungsspieler zu testen.

 „Es wäre zu brisant, um jetzt irgendetwas zu probieren, außerdem ist es Wettbewerbsverzerrung“, sagt Loose und macht deutlich, dass nur diejenigen in den Kader und die Startelf rücken, die sich im Training aufdrängen. „Es geht nur über Leistung. Ich beobachte als Trainer die Mannschaft jeden Tag und muss dann abwägen, wer spielt. Meistens fällt die Entscheidung kurz vor dem Anpfiff, man darf sich auch nicht zu früh festlegen.“

Bloß wofür haben wir denn dann unsere Spieler hinter der Stammelf? Wann ist es denn geplant, beispielsweise Toni Leistner an die 1. Mannschaft heranzuführen? Ich freue mich über seine Vertragsverlängerung, es ist nur schade, dass der Hauptgrund wohl nicht seiner Perspektive galt sondern (wie auch bei Maik Kegel) dem Augenmerk  der benötigten 4 U23 Spieler. Werden sich beispielsweise Sascha Pfeffer oder Gerrit Müller noch einmal auf dem Feld präsentieren können, ehe der Vertrag im Sommer ausläuft? Gehören Lars Jungnickel oder Jens Möckel eigentlich überhaupt noch zum Kader. Ist dabei der Begriff Ergänzungsspieler nicht sogar noch zu euphemistisch?

Es gab auch in dieser Saison Zeiten, wo Dynamo auch einmal am Spielsystem etwas änderte (man erinnere sich an die 5er Kette im Hinspiel gegen 1860, den 1er Sturm zu Saisonbeginn…), inzwischen kommt mir das Spielsystem fest und unveränderbar vor. 4-4-2 ohne Raute. Es ist ja schön, wenn ein Verein sein System gefunden hat, nur gerade das davon Abweichen kann einen Überraschungseffekt und dadurch einen Sieg bewirken. Warum wechselt Ralf Loose immer postitionsgetreu Stürmer für Stürmer, defensive Mittwelfeldspieler gegen defensive Mittelfeldspieler …? Können wir nicht auch einmal im Spiel unser System anpassen und eventuell Pavel Fort gemeinsam mit Mickael Poté und Zlatko Dedic spielen lassen?

Am kommenden Freitag gegen Alemannia Aachen wird Robert Koch wegen seiner gelb-roten Karte fehlen. Anders als Ralf Loose wage ich es, mich bereits heute festzulegen: Ich wage vorauszusagen, dass er im rechten Mittelfeld von Clemens Walch ersetzt werden wird. Im Training dürfen sich wieder alle anbieten, spielen wird die bekannte Bestbesetzung! Ich lasse mich jedoch auch gern überraschen!

11.12.2011 SG Dynamo Dresden – FC Energie Cottbus

So schnell kann es gehen, die Hinrunde ist gerade beendet und gleich geht es am Sonntag, den 11.12.2011 weiter mit dem Ostderby gegen den FC Energie Cottbus. Das Stadion ist voll und Cottbus als 9. mit 22 Punkten in Reichweite. Da wir bereits seit 4 Spieltagen ohne 3 Punkte geblieben sind, ist die Marschrichtung klar.

Cottbus scheint in dieser Saison sehr ausrechenbar zu sein. Auf das Konto von Dimitar Rangelov gehen 7 Tore (das letzte schoss er am 9. Spieltag, seitdem ist Ruhe!), dann folgen 3 Spieler mit jeweils 2 Toren, darunter Daniel Adlung, der im Hinspiel den zwischenzeitlichen Ausgleich für Energie erzielte. Mit insgesamt 18 Saisontoren ist unser Gast nicht unbedingt eine Offensivkraft, jedoch dürfen wir sie keinesfalls unterschätzen, schließlich haben sie auswärts bereits 4 Siege erzielen können und erst 10 Gegentore erhalten. Rotation ist das Prinzip des Cottbuser Trainers Claus-Dieter Wollitz bei bisher 25 eingesetzten Spielern. Gründe hierfür sind Verletzungen (gegen uns fällt jetzt auch noch Torhüter Thorsten Kirschbaum aus), Formschwankungen (Alexander Ludwig…) sowie die vielen Nachwuchsspieler (unter anderem Leonardo Bitencourt und Martin Kobylanski, die an die 2. Bundesliga herangeführt werden. Energie Cottbus hat das Privileg, die jüngste spielende Zweitligamannschaft in Deutschland zu haben.

Dynamo Dresden wartet weiterhin auf den ersten Sieg in der 2. Bundesliga gegen die Brandenburger. 2 Unentschieden und 3 Niederlagen bei 3:6 Toren sind zu wenig. Fehlen werden uns von den aktuellen Stammspielern beide Kapitäne, Cristian Fiel wegen seiner Muskelverletzung und Robert Koch nach seiner 5. gelben Karte. Bei David Solga und Mickael Poté wird wohl kurzfristig entscheiden werden, ob sie von Anfang an auflaufen werden. Unsere Startelf wird im Vergleich zum Hinspiel ein völlig anderes Gesicht haben, hoffentlich ein erfolgreicheres! Mein Tipp, hinten steht mal wieder die Null und vorne sind wir immer für Tore gut, 2:0

1. Spieltag, 15.07.2011, 18:00

FC Energie Cottbus – SG Dynamo Dresden 2:1 (0:1)

Dennis Eilhoff – Toni Leistner, Martin Stoll, Florian Jungwirth, Sebastian Schuppan –  Cristian Fiel, David SolgaMarcel Heller (82, Sascha Pfeffer), Marvin Knoll (70,Robert Koch), Filip Trojan – Pavel Fort (73, Maik Kegel)

Bank: Axel Mittag, Romain Bregerie, Alexander Schnetzler, Lars Jungnickel

Tore: 0:1 Filip Trojan (45), 1:1 Daniel Adlung (57), 2:1 Dennis Sörensen (66)

Die Zahl 2…

Im Spiel gegen den VfL Bochum häufte sich die Zahl 2

1. Gegen Bochum gab es den 2. Heimsieg der Saison.

2. Muhamed Subasic, neben Zlatko Dedic, einer unser 2 Debütanten, erzielte 2 Tore aus 2 Freistoßsituationen.

(2.1. Mit seinem 1.Spiel für Dynamo hatte Zlatko Dedic ein kleines persönliches Jubiläum, sein 50. Einsatz im deutschen Profifußball! (1. Bundesliga 27/5, 2. Bundesliga 23/3, die Torausbeute erhöht sich hoffentlich bald!)) Herzlichen Glückwunsch!

3. Muhamed Subasic und Robert Koch unsere interne Torschützenliste mit 2 Treffern an.

4. Wenn wir gegen Bochum Tore erzielen, dann wohl nur im Doppelpack. Am 20.11.1992 erzielte Miroslav Stevic 2 Tore, nun Muhamed Subasic.

5. Ihr erstes Spiel in der Startelf der 2. Bundesliga absolvierten die 2 bisherigen Einwechsler Maik Kegel und Mickael Poté.

6. Mit Maik Kegel und Florian Jungwirth durften mal wieder 2 Aufstiegshelden von Anfang mitspielen.

7. Dafür verpassten Sebastian Schuppan uns Marvin Knoll auf der Ersatzbank erstmalig ein Spiel.

8. Ein persönliches Jubiläum hätten Martin Stoll sowie Cidimar feiern können. Bei einem Einsatz hätten beide ihr 100. Zweitligaspiel absolviert. Während Martin Stoll auf der Bank wartete, war Cidimar nicht einmal im Kader.

9. 22 Spieler haben in dieser Saison in Zweitbundesligaspielen für Dynamo auf dem Platz gestanden.

10. Die Trikotnummer 2 gibt es in dieser Saison bei Dynamo gar nicht! Der letzte mit der 2 war Rene Trehkopf 2009/10.