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Unser Verein setzt Zeichen!

Es war mal wieder eine Woche, in der das Sportliche die Nebenrolle spielte. Am Montag klang es bei 19:53, der Dresdner Fußball-Talk bereits an, am Mittwoch wurde es offiziell. Die Zeit von Benjamin Kirsten bei der SGD befindet sich auf der Zielgeraden. Noch 4 Spieltage bleiben ihm und uns, ehe es im letzten Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock vorerst Abschied nehmen heißt. Cristian Fiel wird sich ihm als zweite Integrationsfigur anschließen, bei Marco Hartmann habe ich persönlich inzwischen auch nicht mehr das beste Gefühl. Neue Recken braucht der Verein…

Am Donnerstag veröffentlichte unser aller Verein ein weltoffenes Statement. 300 Flüchtlinge werden eingeladen sein, das Spiel gegen den Aufstiegskandidaten des MSV Duisburg zu erleben. Eigentlich keine besondere Aktion, schließlich lädt die antirassistische Faninitiative 1953international, die leider zu oft viel zu wenig gewürdigt wird, regelmäßig Asylsuchende in unser Stadion ein, da diesmal der Verein persönlich die Einladung ausgesprochen hat, wurde es rasch zum alles beherrschenden Politikum, was alles andere in seinen Schatten stellt.

Und ich war so blöd, und habe bei Facebook in die Kommentare hineingeschaut. Die SG Dynamo Dresden muss mal wieder als Mülleimer für alle frustrierten, ängstlichen, vorurteilsbehafteten (…kann gern noch selbst ergänzt werden…) und natürlich auch rassistischen Fans unseres Vereins herhalten. Ich beneide die Mitarbeiter/Innen nicht darum, diese verachtenden Kommentare immer wieder Sichten zu müssen und hoffe, dass die ausgesprochenen Androhung, einzelne User zu blocken, auch umgesetzt wurden. Manchmal wünsche ich mir fast die Zeiten zurück, in denen auf der Homepage Mitteilungen gemacht wurden und nicht auf Facebook, wo jede benachteiligte XX oder jeder unterbemittelte XY seine rückwärts gewandten Ideologien zum besten geben konnte.

Am interessantesten waren sicherlich die Ankündigungen, das Spiel boykottieren zu wollen. Gern! Niemand wird gezwungen, ein Fußballspiel anzuschauen, wo 300 Flüchtlinge Platz nehmen dürfen. Man muss es sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. 300 Personen sind überschlagen 1% der Dresdner Stadionkapazität. Aktuell (2 Tage vor dem Spiel) sind nicht einmal 80% der Karten verkauft (www. dynamocounter.de), was bedeutet, es wird niemanden etwas weg genommen, es muss auch niemand um seinen eigenen Sitz (so er denn einen haben möchte) fürchten. Es ist einfach eine Geste der Menschlichkeit und Offenheit für welche dem Verein viel eher gedankt werden darf mit der kleinen Frage: Warum NUR 300???

Und für diejenigen, die mit solchen kleinen Gesten nicht klar kommen sollte der Verein viel eher die Möglichkeit geben, die bereits für Sonntag erworbene Karte unkompliziert zurück geben zu dürfen, wenn gewünscht, auch die Jahreskarte und am besten auch die Mitgliedschaft im Verein! Dann muss man sich auch nicht mehr ärgern.

So insgeheim würde ich mir vom Verein ein ähnliches Zeichen wünschen wie das, was der SV Babelsberg vor kurzem gesetzt hat. Zwar wird unsere 2.Mannschaft zum Sommer aufgelöst und es wäre vielleicht ein wenig Salz in die Wunden des untergehenden Abendlandes, aber ein Trikotsatz für eine Freizeitmannschaft aus Flüchtlingen sollte schon noch auffindbar sein! Es wäre ein deutliches Zeichen, wofür unser Verein stehen möchte und irgendwie auch sollte…

http://www.sueddeutsche.de/sport/fluechtlinge-beim-sv-babelsberg-welcome-united-1.2283899

Doch zuvor freue ich mich erst einmal auf Sonntag, auf ein hoffentlich schönes Spiel mit vielen begeisterten und enthusiastischen Fans und vielleicht auch ein paar neuen Anhängern. Schließlich ist irgendwann jeder zum ersten Mal im Stadion!

12.05.2013, unser letzter (?!) Auftritt in der Fremde in dieser Saison

Die 2.Bundesliga geht in ihre finale Phase. Nachdem der direkte Auf- und Abstieg bereits seit mehreren Wochen in genau die Bahnen gelenkt wurde , die letzte Woche bestätigt wurden, gibt es um die Relegationsplätze ein mehr oder wenig starkes Gedränge. Während Kaiserslautern in 3.Platz am Wochenende in Regensburg endgültig sichern wird, wird gegen Platz 16 bis zur letzten Minute gerungen werden. Da wären folgende Kandidaten:

Der MSV Duisburg, der SC Paderborn und der FC Ingolstadt 04 haben theoretisch zwar noch die Möglichkeit auf einen Absturz auf den Relegationsplatz, ich denke jedoch, dass diese Gefahr  minimal ist. Wobei der SC Paderborn mit der Entlassung seines Trainers nach der Niederlage gegen Dynamo am letzten Wochenende schon gezeigt hat, dass die Nerven der Ostwestfalen nicht nur in Elfmetersituationen blank liegen! 

Der VfL Bochum hat als aktuell 13. der 2.Bundesliga eine sagenhafte Serie gestartet. Unter dem neuen Alttrainer Peter Neururer gab es zuletzt sagenhafte 12 Punkte in 4 Spielen. Am Sonntag erwartet sie der FSV Frankfurt, eine der Überraschungsmannschaften der Saison. Leider haben diese nach ihrem Sieg gegen Dynamo in Kaiserslautern furchtbar eine auf die Mütze bekommen und müssen daher ihre eigenen Ambitionen auf den oberen Relegationsplatz auch auf eine kleine theoretische Möglichkeit beschränken. Ob bei fünf Punkten, die in zwei Spielen aufgeholt werden müssen, während Kaiserslautern und Köln zweimal patzen müssen, wirklich alles gegeben werden kann gegen eine Bochumer Mannschaft, die derzeit rund läuft, darf bezweifelt werden. Und auch wenn Bochum verlieren sollte, haben sie eine Woche später gegen Union Berlin eine machbare Aufgabe vor sich! Bochum wird sich retten!

Dynamobus

Etwas anders sieht es beim FC St. Pauli aus. Die Mannschaft, die aktuell noch drei Punkte sowie ein etwas besseres Torverhältnis zu Dynamo hat, ist gewaltig ins Schlingern geraten. Während die Bochumer 12 Punkte holten, langte es in Hamburg gerade noch für Vier. Schon kurz zuvor wurde gegen Dynamo eine Zweitoreführung fahrlässig verspielt, gegen Hertha BSC ein möglicher Sieg in den letzten fünf Minuten noch in eine Niederlage gewandelt. Selbstbewusstsein sieht aus der Ferne anders aus und mit den sicheren Aufsteigern Braunschweig und Kaiserslautern ist das Restprogramm knüppelhart! Eine kleine Hoffnung für die Hamburger ist, dass beide Mannschaften bereits sicher aufgestiegen sind, aber die Punkte zu holen, wird schwer werden!

Nur sechs Tore vom Relegationsrang entfernt ist derzeit Erzgebirge Aue. Die ließen es sich nicht nehmen, ihren bisherigen Trainer Karsten Baumann nach einem Sieg gegen Bochum sowie drei achtbaren Unentschieden gegen Kaiserslautern, Braunschweig und Duisburg zu entlassen, um nach dem Niederlageneinstand von Falko Götz nun so richtig nah an den Relegationsplatz herangerückt zu sein. Eigentlich müsste dies mit dem direkten Abstieg „belohnt“ werden. Mit einem Heimspiel gegen Ingolstadt sowie dem letzten Auftritt in Sandhausen ist vom „Trainerwechsel ins Unglück“ bis zu „alles richtig gemacht“ aber noch alles für die Veilchen möglich.

Für unsere Dynamos sind ohne Wenn und aber zwei Siege (und die hoffentlich mit einigen eigenen Toren) Pflicht. Auch so müssen wir hoffen, dass sich eine Mannschaft mindestens einen Fehltritt erlaubt. Unser Restprogramm gibt das auch her. Die Regensburger vom letzten Spieltag mach noch außer Acht lassend, schauen wir heute nach Aalen. Der Aufsteiger spielt eine ähnliche Saison wir wir im letzten Jahr. Der Klassenerhalt ist in trockenen Tüchern, die Ausnahmeregelung für das kleine Stadion verlängert und die letzte Lizenzhürde, eine Bürgschaft, wird bis zum Termin bestimmt auch noch erfüllt werden. Aalen wird auch im nächsten Jahr 2.Bundesliga spielen und so werden sie sich hoffentlich etwas zurücklehnen. Da es für uns noch um viel geht, ist genau hier unser Vorteil. Die Mannschaft ist eingespielt. Ein Stamm an Aufsteigern wurde sinnvoll mit Verstärkungen in allen Mannschaftsteilen versehen. Einen „Star“ sucht man vergebens.

Zu Hause sind die Aalener in dieser Saison schlagbar. Neben sechs Siegen gab es auch sechs Niederlagen. Eine weitere sollte am Sonntag hinzukommen. Es wäre auch ein Novum, denn bisher sind wir bisher in Aalen leer ausgegangen. Neben einem 0:1 in unserer Aufstiegssaison gab es eine Saison zuvor ein 3:4. Dabei stand es nach 34 Minuten bereits 3:3! Also anstrengen Jungs, denn jedes Serie wird einmal gebrochen!

Neue Gesichter, alte Probleme?

Die prägnanteste Zusammenfassung des Freitagabendspiels gab „Mein Block -K-Block“ am Samstag auf Twitter: „Fazit des gestrigen Abends: Außer ein paar anderen Gesichtern alles beim alten, leider“.

 

Mit großen Erwartungen startete der Abend, eine eindrucksvolle Choreo gab der K-Block ab und die Mannschaft begann mit einer auf dem Papier offensiven Ausrichtung. Neben Mickael Poté stürmte mit Tobias Müller einer von 3 Neulingen, während mit Trainer Peter Pacult ein altbekannter auf die Trainerbank zurückkehrte. Gespannt auf den Empfang durch die Fans war sicherlich nicht nur er. Die Verantwortlichen umgingen mögliche Pfiffe, indem anders als bei Vorgänger Ralf Loose auf die Nennung seines Namens vor dem Spiel verzichtet wurde.

K-Block Choreo

Nach 2 Minuten gab es das erste kollektive tiefe Durchatmen, als Duisburg aus spitzem Winkel knapp verzog. In der Folgezeit erspielte sich Dynamo ein leichtes Übergewicht in Richtung des Strafraumes der Gäste ohne wirklich gefährlich werden zu können. Vor allem über die rechte Seite in Person von Idir Ouali kam „viel brotloser Schwung“, mit Tempo mehrere Gegner überlaufen um dann mit dem Kopf nach unten ins Nichts zu passen oder sich doch noch fest zu spielen. Überhaupt entfaltete das hoffnungsfrohe 4-4-2 nicht die erwartete Wirkung, wie in der Vorrunde ging es zu oft hoch nach vorn und der Ball, ehe es gefährlich werden konnte, verloren. Irgendwann im Verlaufe des Spieles holte sich Mickael Poté die Bälle immer mehr aus dem Mittelfeld und agierte in der offensiven Zehnerposition wobei er dadurch dort, wo er benötigt wurde, fehlte.

Auch in der 2. Hälfte fehlten die Chancen vorn und hinten hatte man immer das Gefühl, für ein Gegentor würde es eventuell auch noch reichen. Das gab es zum Glück nicht, vor allem in der 89. Minute hatten wir Glück, als Benjamin Kirsten einen gefährlichen Schuss reaktionsschnell abwehren konnte. Kämpferisch hat die Mannschaft überzeugt, die Hoffnung auf mehr Durchschlagskraft zwischen der Offensive im Mittelfeld und dem Angriff wird sich hoffentlich in den nächsten Wochen finden.

Das Stadion war laut und vor allem Schiedsrichter Knut Kircher sorgte immer wieder für emotionale Gänsehautatmosphäre. Sicher sieht man als Heimfan manche Entscheidung durch eine „schwarzgelbe Fanbrille“ oder hofft auf positionsgünstige Freistösse, wenn die eigenen Spieler im Vorwärtsdrang zu Boden gleiten. Manche Entscheidungen, wie die gelbe Karte für Anthony Losilla, als er mit dem gegnerischen Spieler zusammenrauscht, sind zumindest zweifelhaft und durch die nun folgende Spielsperre von Nachteil für Dynamo. Auch das lange Warten lassen eines winkenden Spielers nach dessen kurzer Verletzungspause an der Seitenlinie, ehe er dann doch irgendwann wieder mitwirken durfte, bringen die Fanseele zum Kochen. Das entschuldigt keineswegs das mehrfache Werfen von Bechern auf das Spielfeld. Die Strafe für den Verein ist sicher!

Wahrscheinlich spätestens jetzt wird dem Letzten bewusst geworden sein, worum es in den kommenden 14 Spielen gehen wird. Ihr müsst nicht zaubern Jungs, dreckige Punkte sind uns auch genug!

Klassenerhalt

 

 

 

 

0 < 1 < 3 = zu wenig

3 Debütanten. Denis Streker, Tobias Kempe und Tobias Müller liefen heute erstmals in der 2.Bundesliga für Dynamo Dresden auf. Auch im 1.Saisonspiel gab es 3 Neue, jedoch stand nur Anthony Losilla in der Startelf, Idir Ouali kam nach 61, Hasan Pepic nach 72 Minuten auf Spielfeld. Damit haben nun 79 Spieler für Dynamo Dresden in der 2.Bundesliga gespielt.

6 Spiele, in den letzten 6 Spielen haben wir 5x Unentschieden gespielt und 0x gewonnen.

8 Unentschieden in dieser Saison, das sind doppelt so viele wie der bisherige Höchststand nach 20 Spieltagen.

8 Tore nach 10 Heimspielen sind mau, ansonsten gab es mindestens 15 (2005/06) oder noch mehr.

9 Niederlagen nach 20 Spieltagen sind genau so gut wie im vergangenen Jahr, jedoch haben wir bereits 8 Punkte weniger ereicht.

10 Punkte, der MSV Duisburg liegt uns irgendwie. Er ist erst der 2. Gegner, gegen die wir eine zweistellige Punktzahl erreicht haben. DER LIEBLINGSGEGNER ist der TSV 1860 München mit 11 Punkten, jedoch wurden die in 8 Spielen erreicht, gegen den MSV Duisburg benötigten wir nur 6.

01.02.2013 Duisburg zu Gast auf dem grössten Dresdner Spielplatz

Spielfreunde werden sie nicht gewesen sein bei einem Altersunterschied von 11 Jahren, aber das Licht der Welt erblickten sowohl Duisburgs Trainer Kosta Runjaic als auch Dresdens Übungsleiter Peter Pacult in Wien.

Am Freitag sehen sich die beiden in Wien geborenen auf dem größten Dresdner Spielplatz wieder. Das Wetter wird frühlingshaft, Regen ist auch nicht angesagt, der Vorverkaufszähler ( www.dynamocounter.de ) steht bei knapp 20 000, schön, dass es endlich wieder losgeht!

Das Spiel wird ein richtungsweisendes Kampfspiel sein, wobei der Druck eindeutig bei Dynamo liegt. Eine Niederlage und Duisburg ist 8 Punkte weg, bei dann noch 14 ausstehenden Spielen wäre dies noch keine Vorentscheidung jedoch eine Herkulesaufgabe. Dagegen ein Sieg und wir sind bis auf 2 Punkte ran. So einfach ist das! Werfen wir einen Blick auf die Duisburger.

Dynamo in schwarz und gelb

Der MSV startete desaströs in die Saison. Bereits nach 4 Spieltagen und 4 Niederlagen wurde der damalige Trainer Oliver Reck beurlaubt und mit Kosta Runjaic ein unerfahrener Neuling für die 2. Bundesliga verpflichtet. Runjaic hatte sich in 2 1/2 Jahren in Darmstadt bewährt und durfte sich nun eine Liga höher beweisen. Nach 2 weiteren Niederlagen sowie 2 Remis gelang dann am 9. Spieltag der 1. Saisonsieg! Dann wurde regelmäßig gepunktet und mit zuletzt 3 Siegen in Folge schafften es die Zebras, dem immer mehr erlahmendem schwarzgelben Dynamo vorerst zu enteilen. Interessant dabei ist die Auswärtsstärke unseres Gegners, da 4 der insgesamt 6 Siege auf Gegners Platz errungen werden konnten. Die Winterpause unterbrach also eher den Lauf, während er uns vielleicht rettete, um unter Peter Pacult die Weichen neu zu justieren.

Der Duisburger Kader enthält trotz der ständig schwebenden Insolvenzgefahr Qualität. Durch viele Verletzungsausfälle war Kosta Runjaic jedoch zum ständigen Improvisieren gezwungen. Teil der Mannschaft ist der in Dresden nicht unbekannte Ranislav Jovanovic. Unser Aufstiegsheld von von 2004 war bisher meist ein Mitläufer (15 Spiele, davon 8 Einwechslungen, 1 Tor), aber auch er ist wie die gesamte Mannschaft im Kommen. Den letzten 3 Siegen steuerte er 1 Treffer und 3 Torvorlagen bei.

Ein letzter Blick auf die Statistik. In 2 Zweitligaheimspielen feierten wir 2 Siege mit 5:1 Toren, Eine Bilanz, die gern noch ausgebaut werden darf!

Unser allererstes Spiel in der 2.Bundesliga fand gegen die Duisburger statt. Nachdem der Meidericher Sportverein am 07.08.2004 in der 62. Minute in Führung ging, drehten Karsten Oswald, Klemen Lavric und Joshua Kennedy zwischen der 67. und 75. Minute das Spiel zu unseren Gunsten.

Am Freitag wird das Spiel unter Flutlicht angepfiffen. Hoffen wir, dass Peter Pacult und unsere Mannschaft den Spielverlauf bestimmen können! Mein Tipp: 2:1!

Dynamische Rückrundenschlagzeilen 2013

Das neue Jahr ist bereits 3 Tage alt und die kurze Vorbereitung für die 2. Saisonhälfte ist angelaufen. Nach den Wellen, die die Verpflichtung von Peter Pacult im Dezember 2012 schlug, ist gerade etwas Ruhe eingekehrt. Das wird nicht so bleiben, aber vielleicht wird es ja die eine oder andere Schlagzeile im kommenden Halbjahr geben?! Daumen drücken!

Januar 2013

Peter Pacult macht ernst! Wie bei seiner Vorstellung angekündigt, stellt er sich den Fragen der Fans. Dicke Freunde sind sie deshalb noch nicht geworden, ein Grundstein für das gemeinsame Ziel konnte aber gelegt werden!

Februar 2013

Mit dem Rückrundenauftaktsieg gegen den MSV Duisburg wird ein direkter Abstiegskonkurrent wieder in Reichweite geholt. Außerdem wird in der ewigen Zweitligatabelle endlich der FSV Zwickau überflügelt. Es geht voran!

März 2013

Nachdem im Februar die Auswärtsbilanz in Kaiserslautern noch nicht aufgebessert werden konnte, in Ingolstadt dann beim Remis der 50. Punkt in der Fremde erreicht wurde, feiert ganz Dresden ein 2:1 in Aue. Erster Zweitligasieg im Erzgebirge, der Bann ist gebrochen!

April 2013

Nach der im Januar 2013 nicht unerwarteten Abschiebung in die 2. Mannschaft kommt Lars Jungnickel doch noch zu seinem 150. und letzten Ligaspiel für Dynamo Dresden. Ausgerechnet im Heimspiel gegen den FC Energie Cottbus wird er in der 80 Minute beim Stand von 3:1 unter großem Beifall beider Fanlager eingewechselt.

Mai 2013

Es hätte ein Endspiel werden können, aber Dynamo lässt von Anfang an keinen Zweifel aufkommen, wer in der nächsten Saison Zweitligafußball geboten bekommt! Mit einem 5:0 schießen die Schwarzgelben Regensburg zurück in die 3. Liga und halten selbst als 14. der Abschlusstabelle die Klasse.

Juni 2013

Im Dezember 2012 nicht erwartet bleibt Konstanz im Dresdner Mannschaftskader und dem Trainerteam. Als letztes verlängern Romain Bregerie und Cheikh Gueye ihre Verträge, nachdem sie im Frühjahr wieder an ihre Leistungen der 1. Saison anknüpfen konnten. Peter Pacult kann dem Nachwuchs, vor allem Marcel Franke und Toni Leistner, eine wirkliche Perspektive für die neue Saison zeigen.

25.08.2012, Dynamo zu Gast bei den alten Kollegen vom Florian

Am Samstag gibt es für Dynamo mal wieder eines der schwierigen Spiele. Schwierig daher, da Duisburg wie bereits in der vergangenen Saison sein Auftaktprogramm völlig vergeigt hat und mit dem Rücken zur Wand gegen schwarzgelbe Wunschträume antritt. Doch bisher gab es für uns in Duisburg bei 5 Duellen außer Erfahrungen und 2 Unentschieden in der 1. Bundesliga noch nichts zu gewinnen.

Fraglich, ob das am Samstag geändert werden kann. Duisburg hat im Pokal beim Halleschen FC etwas für die blockierten Köpfe getan und erstmals in dieser Saison gewinnen können. Dennoch dürften bei einer weiteren Niederlage die Daumenschrauben für Trainer Oliver Reck etwas fester angezogen werden. Da er jedoch seit seiner anfangs vorübergehenden Inthronisierung im November des vergangenen Jahres gegen seine vorzeitige Entlassung kämpft, dürfte ihm und seinen Spielern die Situation nicht neu sein.

Das die Duisburger Presselandschaft trotz der derzeitigen schwierigen Situation dennoch Sinn für Humor besitzt, beweist eine Pressemitteilung vom 13.08.2012. http://www.derwesten.de/sport/rudi-gutendorf-bietet-dem-msv-duisburg-seine-hilfe-an-id6978824.html

Besinnen wir uns auf die Fakten und den 05.12.1993, unseren 1. Punktgewinn in Duisburg. Nach der 0:3 Pleite in der 1. Bundesligasaison war Dresden zum zweiten Mal bei den Zebras zu Gast. Aufsteiger Duisburg hatte als Tabellensechster nur 2 Punkte Rückstand auf den 1., die Frankfurter Eintracht. Dynamo war mitten im Projekt „-4 Punkte am erfolgreichen Saisonende“ und hatte bereits am Anfang der Rückrunde die Abstiegsplätze verlassen. In den vorherigen Begegnungen gegen Dynamo Dresden hatte Duisburg 2 Siege und 1 Unentschieden erspielt, selbst 4 Tore erzielt und noch kein einziges von uns Dresdnern erhalten. Dennoch war die Favoritenfrage vor dem Spiel nicht ganz klar, da Dynamo sich in einem gewaltigen Hoch befand. Die vorherigen 4 Bundesligaspiele, hatte Dresden nicht verloren, 3 Spiele im Stück gar mit 1:0 gewonnen. Genau vor diesen 3 Siegen wurde der FC Bayern München mit 2:1 aus dem DFB-Pokal geworfen. Torhüter Stanislaw Tschertschessow war seit 281 Bundesligaminuten unbezwungen. Die letzten 4 Tore teilten sich Olaf Marschall und Marek Penksa, der sich immer mehr im Dresdner Team fest- und ins Rampenlicht hinein spielte. Dennoch schien es an eben diesen 05.12.1993 nicht gut für Dynamo Dresden zu laufen. Duisburg ging kurz vor der Halbzeitpause in Führung, wodurch Tschertschessow nach 322 Minuten wieder bezwungen wurde und damit den Dresdner „Unbezwungen-Rekord“ (Saison 1992/93, René Müller, 332 Minuten) um ganze 10 Minuten verfehlte.

Das Spiel näherte sich dem Ende, Duisburg schien es siegreich nach Hause schaukeln zu wollen. Dresden hatte bereits 2 weitere Stürmer eingewechselt, die Hausherren nochmals die Verteidigung verstärkt. Der MSV hatte inzwischen 360 Minuten kein Tor von Dynamo erhalten, als Peter Nowak in der allerletzten Minute sein 1. Tor für Dynamo Dresden erzielte, einen wichtigen Auswärtspunkt sicherte und damit das Dresdner Hoch rettete. Dresden war nun seit 5 Spielen unbezwungen, es sollten letztendlich sogar 10 am Stück werden, ehe die beste Serie der Dynamos in der 1. Bundesliga endete!

MSV Duisburg: Jürgen Rollmann – Stefan Böger, Joachim Hopp, Alfred Nijhuis, Michael Tarnat – Rachid Azzouzi (90. Patrick Notthoff), Peter Közle, Franz-Josef Steininger, Uwe Weidemann, Oliver Westerbeek – Michael Preetz (81. Hannes Reinmayr)

1. FC Dynamo Dresden: Stanislav Tschertschessow – Matthias Mauksch – Nils Schmäler, Detlef Schößler – Markus Kranz, Sven Kmetsch, Peter Nowak, Marek Penksa (68. Nikica Maglica), Miroslav Stevic (68. Werner Rank)  – Thomas Rath, Olaf Marschall

Zuschauer: 19 000

Torfolge: 1:0 Peter Közle (41.Minute), 1:1 Peter Nowak (90.Minute)

http://www.transfermarkt.de/de/msv-duisburg-dynamo-dresden/index/spielbericht_16484.html

Es wird schwer werden in Duisburg, aber ein Punkt ist drin, es wäre der 1.! Mein Tipp: 1:1

Saisonhochrechnung 2012/13

Die EM 2012 ist noch gar nicht beendet, da buhlt die neue Zweitligsaison bereits um Aufmerksamkeit. Am vergangenen Samstag bekamen wir den Chemnitzer FC im DFB-Pokal zugelost, am Dienstag folgte dann der neue Spielplan.

Neben dem ersten Blick, welche Spiele eventuell im Stadion verfolgbar sein könnten (es sei denn, der Verkauf ist bereits nach 4 Minuten beendet, wie gegen den FC St. Pauli in der letzten Saison), kommt dann meist reflexartig ein erster Überschlag, gegen wen wann und in welcher Konstellation Punkte geholt werden können. Meist komme ich auf 102 am Saisonende, aber  was dem THW Kiel 2011/12 in der 1. Handballbundesliga gelang, ist für Dynamo Dresden vielleicht nicht unbedingt realistisch. Aber auch, wenn es eventuell für den 1. FC Köln oder den 1. FC Kaiserslautern daheim gegen die SGD Überraschungssiege geben könnte, so steht uns jedes Jahr (zumindest vor Saisonbeginn) eine grandiose Saison bevor.

Um im kommenden Sommer nicht allzu enttäuscht zu sein, habe ich einmal für mich orakelt und die durchschnittlichen Punkte/Tore/Gegentore der Dynamos in der 2. Bundesliga gegen die Mannschaften der letzten Jahre genommen. Aus manchen Ergebnissen lassen sich gut Vorhersagen treffen (so scheint uns unser 1. Gegner, der VfL Bochum, mit 7 Punkten aus 4 Spielen (4:2 Tore) in der 2. Bundesliga gut zu liegen, unser sächsischer Konkurrent, Erzgebirge Aue (4 Punkte in 6 Spielen, 5:13 Tore) jedoch überhaupt nicht!

Zu anderen Mannschaften ist auch das Orakel überfordert, da es beispielsweise gegen den 1. FC Kaiserslautern seit 1995 kein Pflichtspiel (gegen Hertha BSC überhaupt noch keins) mehr gab. Also habe ich bei den diesjährigen Absteigern die vorhandene Bundesligahistorie gegen Dynamo Dresden genommen, dazu unsere Zweitligabilanz gegen die Bundesligaabsteiger allgemein (so zum Beispiel 2004/05 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, TSV 1860 München) eingeflochten.

Bei den Aufsteigern ist es ähnlich. Wir haben gegen den VfR Aalen, Jahn Regensburg und den SV Sandhausen in der 3. Liga gespielt, was alles mit einfließt, dazu kommen unsere Spiele gegen die Zweitligaaufsteiger (2004/05 FC Rot-Weiß Erfurt, Rot-Weiss Essen, 1. FC Saarbrücken) im allgemeinen hinzu.

Und diese haben uns wahrscheinlich den Klassenerhalt in der kommenden Saison gerettet! Gegen Zweitligaaufsteiger haben wir durchschnittlich 1,72 Punkte geholt, gegen die diesjährigen Aufsteiger aus der 3. Liga jedoch nur 1,06! Aalen, Regensburg und Sandhausen sind also wahrlich keine vorhersehbaren Punktelieferanten.

Letztendlich wird es wohl 2012/13 mit 41 Punkten (40:50 Tore) für den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga reichen, dass das aber auch nach hinten losgehen kann, haben wir 2005/06 bewiesen!

Letztendlich bin ich von diesem Ergebnis auch etwas desillusioniert, aber leider haben die Zahlen nicht mehr hergegeben. Die alte Fußballweisheit, wonach das 2. Jahr nach dem Aufstieg schwerer sei, scheint also nicht ganz so einfach wegzuwischen sein!

Saisonhochrechnung 2012-13

Der Fall der Duisburger Beachboys

Die Stimmung war unterirdisch. So hatten sich die Duisburger Beachboys ihre Tournee durch Ostdeutschland nicht vorgestellt. Ging es Ende November in einer kleinen Ergebirgsstadt noch vielversprechend los (von Euphorie sollte jedoch nicht gesprochen werden!), war die Stimmung nach ihrem farblosen Auftritt (nur einer der Jungs fiel aus der Reihe!) im Stadion der Freundschaft kurz vor Weihnachten schon weitaus ernüchternder.

Aber die besinnliche kleine Pause im Kreise der Familie würde ihnen gut tun und neue Kraft für die weiteren Stationen ihrer Tournee geben, so dachten sie jedenfalls (und hoffte das Management).

Nach einer mißglückten Heimprobe (sogar mit einzelnen Pfiffen und Buhrufen!!!) Anfang Februar waren die Jungs glücklich, an die Ostsee reisen zu dürfen. Dort, mit einer frischen Brise um die Nase, würden sie durchstarten, die Fans zur Ekstase treiben und vielleicht sogar die Ostsee überschwappen lassen…. doch dort wurde es leider auch nicht besser, denn dort erlitten sie erstmals Schiffbruch im Osten! Gesenkten Hauptes kehrten sie zurück in die Heimat, auch erfolglos!

Jedoch waren sie Profis und Profis machen weiter („weiter, immer weiter“ war ihr Motto frei nach einem früheren sehr großen Star). Ihr nächster Halt war war diesmal nicht in der Provinz, sondern in DER SÄCHSISCHEN HOCHBURG überhaupt. Es sollte der Auftritt ihres Lebens werden (so hatte das Management versucht, sie heißzumachen). Der Empfang war laut und vielversprechend. Das gleisende Flutlicht konnte einen schon etwas einschüchtern, aber das gaben sie natürlich nicht zu, sie würden hier rocken und mit einer sehr flotten Sohle zeigen, was sie wirklich draufhatten. Wahrscheinlich hatte das nur noch nie jemand so richtig erkannt?! Also los, Jungs!!!

Nach 45 schweißtreibenden Minuten gab es die obligatorische Pause. Der Applaus war hörbar, die Stimmung gut, hier würde vielleicht sogar mehr gehen? Vorturner Oliver war nicht unzufrieden, drängte aber darauf, doch etwas offensiver im Ausdruckstanz zu werden, hinten die Abstimmung noch etwas zu verfeinern und vor allem, was am Wichtigsten war, immer voll da zu sein, dann, ja dann, sie würden schon sehen…!

Die zweite Hälfte ihrer Show begann und irgendwie war das alles doch beeindruckender, als sie anfangs wahrhaben wollten. So etwas kannten sie von zu Hause nicht! Sie verhaspelten sich, wurden von den Massen, die doch wegen ihnen gekommen waren, zu sehr abgelenkt, irgendwann tanzten Benjamin und André nebeneinander allein statt zusammen und schließlich brach alles in sich zusammen. Auch hier war nichts zu holen, irgendwie hatten sie es gleich gewusst!

Das Management sah alles mit an und verzweifelte. Sie wollten lange Zeit (zu lang?) nicht wahrhaben, was sie doch die ganze Zeit schon wussten, die Gruppe passte einfach nicht zusammen (das Wiedersehen mit Filip brach außerdem noch eine noch nicht ganz verheilte Wunde wieder auf), auch nach insgesamt 23 Auftritten war keine Einheit zu erkennen, nichts, was irgendwie Hoffnung geben könnte, nichts. Sie sahen die Angst in den Augen, doch die Tournee musste weitergehen, die im Vorfeld abgeschlossen Verträge galten für weitere 11 Auftritte. Danach war endlich Schluss. Wie es dann weitergehen würde? Würde es das überhaupt? Wenn das Jetzt nicht funktioniert, wie kann man dann im Kaffeesatz der Zukunft lesen?

In zwei Wochen würde es in die Hauptstadt gehen. Wieder in dieser komische Gegend! Wahrscheinlich würde es mit den Jungs auch da unterirdisch werden, aber dann wäre wenigstens das mit dem Osten erledigt!

Statistik des 23. dynamischen Spieltages

23. Spieltag, 24.02.2012, 18:00

SG Dynamo Dresden – MSV Duisburg 2:0 (0:0)

Zuschauer: 22 109

Benjamin Kirsten – Cheikh Gueye, Vujadin Savic, Romain Bregerie, Sebastian Schuppan (77. Muhamed Subasic)– Cristian Fiel (87. Giannis Papadopoulos), David Solga, Robert Koch, Filip Trojan (90. Marvin Knoll) – Zlatko Dedic, Pavel Fort

Bank: Axel Mittag, Florian Jungwirth, Sascha Pfeffer, Clemens Walch

Tore: 1:0 Pavel Fort (57.), 2:0 Zlatko Dedic (59.)