Schlagwort-Archiv: Sascha Pfeffer

Thekenwissen 2014/15

Eine lange Saison ist beendet und aktuell laufen die finalen Entscheidungen, welche Vereine die letzten Plätze in welcher Spielklasse belegen werden. Während anderorts gebangt, gehofft und gebibbert wird, lehnen wir uns in Dresden gemütlich zurück und schauen auf ein Jahr voller Höhen und Tiefen zurück.

In der Rubrik der meisten Spiele hat sich erwartbar gar nichts auf den ersten Plätzen getan. Cristian Fiel, neben Benjamin Kirsten der einzige Spieler mit Drittligaerfahrung für Dynamo, hätte, bei optimalen Saisonverlauf, bis auf den 10.Platz vordringen können. Einige Verletzungen und andere Spieler, die plötzlich auf der Position der beiden letzten Aufstiegshelden spielten, verhinderten das bestmögliche Abschneiden. Letztendlich fanden sich Benjamin mit 45 Einsätzen auf Rang 15 und direkt hinter ihm Cristian mit 44 ein. Zu Axel Keller, der mit 96 Einsätzen ganz vorn zu finden ist, wird auch in der Saison 2015/16 noch niemand rütteln können…

Auch bei den Torjägern erwarteten nicht viele eine Verschiebung in den Top 3. Nach einer starken Saison mit 19 Saisontoren von Justin Eilers konnte einzig Halil Savran mit 26 Toren seinen Spitzenplatz halten, Alexander Esswein (17 Tore) und Pavel Dobry (14 Tore) rutschten ab.

Gerrit Müller benötigte 3 Spielzeiten, um 14 Tore vorzulegen. Hier war nicht sicher, ob er seinen Platz an der Sonne würde halten können, da Cristian Fiel mit 8 gut geschriebenen aus der Aufstiegssaison würde starten können. Doch wurde es nicht der Kapitän sonder Youngster Marvin Stefaniak, der ein ums andere Tor vorlegte. Mit 13 Vorlagen belegt er aktuell den zweiten Rang.

In der Kombination aus 26 Torerfolgen und 8 Vorlagen war abzusehen, dass Halil Savran würde nicht so schnell würde verdrängt werden können. Justin Eilers konnte seinen 19 Toren noch 4 Vorlagen hinzufügen und reiht sich so auf Platz 3 im näheren Verfolgerfeld ein.

Von der Bank aus hatte Benjamin Kirsten bis zum Aufstieg 76 Spiele verfolgt. Nachdem Patrick Wiegers im Frühjahr 2015 seinen Platz erobert hatte, kamen noch 8 hinzu, wodurch er diese Kategorie mit weiten Abstand anführt. Alban Sabah hat den höchsten Neueinstieg geschafft. 19 Partien auf der Bank von An-bis Abpfiff reichten für Rang 4.

Jokertore werden bei Dynamo eindeutig zu selten gesehen. Nachdem im 1.Drittligajahr 5 Spieler kamen und trafen, darunter 3x Pavel Dobry, waren in den folgenden Jahren Tore von Einwechslern Mangelware. Marvin Stefaniak sorgte in Wehen dafür, dass es diese Saison wenigstens eins gab.

Manche Tore sind für die Statistik, andere Punkte wert. Das Spieler mit vielen Toren hin und wieder entscheidende erzielen, ist nicht unwahrscheinlich, Marco Hartmanns 5 Saisontore waren 6, Sinan Tekercis 5 auch starke 5 Punkte wert. (Anmerkung: Das 2:0 bei den Dortmunder Amateuren habe ich Marco gut geschrieben)

Wurden frische Kräfte gebracht, war 15x Dominic Baumann der glückliche, der doch noch das Spielfeld betreten durfte. Auf dem ersten Rang bleibt scheinbar unerreichbar Sascha Pfeffer mit 35. Kam Dominic, gingen andere. Spitzenreiter waren diese Saison Luca Dürholtz mit 21 und Marvin Stefaniak mit 20 Auswechslungen. Bis zu Gerrit Müller, der 44x eher duschen durfte, ist es aber noch ein weiter Weg.

77 Gelbe Karten gab es in dieser Saison. Dennis Erdmann mit 13 und Michael Hefele mit 12 Verwarnungen waren Sammler der Extraklasse. In dieser Rubrik ist eine baldige Wachablösung von Thomas Hübener, der 16x gelb erhielt, nicht unwahrscheinlich.

5 Gelb-Rote Karten sind 1 mehr, als in drei Drittligajahren zuvor zusammen. In Erinnerung blieb sicherlich die Trikot-Jubel-Hinausstellung von Sylvano Comvalius im Derby gegen Chemnitz.

6 Spiele ohne Sieg waren eine lange Zeit. Aufgestellt wurde diese „Bestleistung“ übrigens nicht im Frühjahr 2015 sondern von Anfang Oktober bis Ende November 2014. In der Saison 2009/10 gab es eine genau so lange erfolglose Serie.

Hand aufs Herz, wer hat noch gewusst, dass die 13 Spiele ohne eigenen Torerfolg in dieser Saison in der Spielzeit 2009/10 locker überboten werden konnten? 19x blieben wir damals ohne Torerfolg.

48 Gegentore in einer Saison sind ein neuer dynamischer Negativwert. Zur Folge hat dies weitere neue „Bestwerte“. Wir hatten bisher immer mindestens 8 Spiele ohne Gegentor, diesmal waren es 7. 284 Minuten ohne Gegentor sind zwar auch nur ein um 5 Minuten verkürzter Minuswert, jedoch ein neuer.

Unterhaching verewigte sich diese Saison gleich in 2 Listen. Einmal gesellten sie sich zu jenen 9 Mannschaften, die mit 3 Toren Differenz gegen uns gewinnen konnten, auf der anderen Seite gab es 3 Spiele, in denen unser Gegner mit 4:0 bzw 5:1 verloren. Darunter waren die Hachinger gleich 2x!

Ganz ganz kurz noch neue Bestwerte:

26 Auswärtstore, bisher 21 (2010/11)

28 Auswärtsgegentore, bisher 25 (2010/11)

8 Auswärtsniederlagen, bisher 9 (2008/09 und 2010/11)

77 Gelbe Karten, bisher 74 (2009/10)

5 Gelb-Rote Karten, bisher 3 (2010/11)

100 Tore/Gegentore in einer Saison, bisher 92 (2008/09 und 2010/11)

Thekenwissen

Winterpause in der 3.Liga. Nachdem wir nun bereits wieder eine Halbserie gespielt haben, wurde es Zeit, einigte Statistiken dieser Liga, der wir zwischen 2008 und 2011 angehörten, zu aktualisieren. Herausgekommen sind Zahlen und Fakten, die niemand benötigt, um sich für Dynamo zu interessieren, dennoch gibt es interessante Dinge, die auch unsere damaligen Helden hochleben lassen.

Axel Keller bleibt mit 96 Einsätzen noch einige Zeit unser Drittligadauerbrenner. Benjamin Kirsten, der ihn damals in der Rückrunde unseres Aufstiegsjahres verdrängte, hat mit derzeit 40 Drittligaeinsätzen für die SGD die meisten Spiele der aktuellen Mannschaft absolviert. Axel hat also mindestens bis zu den ersten Saisonspielen 2016/17 seinen Spitzenplatz sicher. Doch da wollen wir doch eigentlich wieder woanders antreten.

Ähnlich sieht es bei den Torschützen aus. Justin Eilers hat es mit seiner großartigen Herbstrunde gleich einmal bis auf den 4.Platz der dynamischen Torjägerliste gebracht, die unvergessenen 17 Saisontore eines Alexander Esswein scheinen derzeit auch noch erreichbar, Halil Savran mit seinen 26 Drittligatoren ist jedoch noch in weiter Ferne.

Marvin Stefaniak hat mit 7 Torvorlagen ebenfalls eine tolle Vorrunde gespielt, Cristian Fiel seinen 8 der Saison 2010/11 2 weitere hinzugefügt. Damit ist er aktuell der Spieler mit den drittmeisten Torvorlagen der SGD, Gerrit Müller darf sich mit 14 Vorlagen seiner ersten Position jedoch nicht mehr zu lange sicher sein.

2x gelangen Halil Savran 3 Tore in einem Spiel sowie 4x ein Doppelpack. Da Mathias Fetsch in dieser Saison durch seinen Kreuzbandriss keine 3 Tore wie in Rostock mehr erzielen wird, bleibt Justin Eilers in Bereich der Doppelpacks ein Anwärter, Halil in dieser Sparte den Spitzenrang streitig zu machen. 2x hat er bereits doppelt geknipst.

Bis zu unserem Aufstieg 2011 war Benjamin Kirsten mit 76 Einsätzen auf der Bank der unangefochtene Platzhirsch in dieser Sparte. Sein aktueller Vertreter bis zu seinem Handbruch, Patrick Wiegers, hält mit 13 Nominierungen den aktuellen Spitzenplatz inne. Seine beiden guten Partien und die Zeit, die es benötigt, bis Benjamin wieder fit ist, sorgen für eine gewisse Spannung, ob Benjamin seinen 76 Partien auf der Bank weitere hinzufügen wird oder Patrick mit nur einer weiteren Partie auf der Bank in die „Top Eleven“ einzieht. Alban Sabah ist mit aktuell 10 Bankeinsätzen auch nicht aussichtslos, bald weiter nach vorn zu gelangen…

31 Spiele gelang es Axel Keller, sein Tor gegentorfrei zu halten. Das wird noch für längere Zeit uneinholbar bleiben. Zwar konnte Benjamin Kirsten seinen Wert auf 13 aufstocken (das Spiel gegen Energie Cottbus habe ich für Patrick Wiegers gewertet. Er spielte mehr als eine Halbzeit), da sind jedoch noch viele Spiele Platz.

In 11 Spielen wurde Dominic Baumann eingewechselt. Das reicht nach einer einzigen Hinrunde locker für Platz 8, bis zu Sascha Pfeffer, der 35x frischen Wind brachte, ist es noch ein weiter Weg.

Die 15 Auswechslungen des Luca Dürholtz bedeuten bereits Platz 4 in dieser Kategorie. Gerrit Müller ist und bleibt mit 44x zeitiger Duschen der König dieser Disziplin.

Die 16 Gelben Karten des Thomas Hübener scheinen weder für Dennis Erdmann (9) noch für Michael Hefele (8) in dieser Saison unerreichbar zu sein.

Klassentreffen in Halle

Vor unserem Spiel beim Halleschen FC bin ich von Oliver Leiste angeschrieben worden, mit ihm über Twitter über Dynamo zu schreiben. Es war eine sehr angenehme und ganz andere Vorberichterstattung auf ein Spiel, welches für mich ein ganz besonderes ist.

http://www.mz-web.de/hallescher-fc/hfc-gegnerportraet-dynamo-dresden-11-spieltag,20652620,28491138.html

 

Als ich zwischen 2001 und 2007 in Halle gewohnt habe, hat mich der HFC völlig kalt gelassen. Der hallesche Absturz kam eher und ging ligentechnisch noch tiefer als unser eigener. Erst als ich die Stadt wieder verließ und in die Heimat zurücksiedelte, entwickelte sich doch noch ein Interesse an unserer Außenfiliale. Sven Köhler, ehemaliger Assistent von Christoph Franke in Dresden und nun bereits seit mehreren Epochen verantwortlich für die Saalestädter, scheint jedes Jahr aufs Neue aufzupassen, dass der Strom ehemaliger Dresdner Spieler in Halle nicht abreisst. Statt Darko Horvat spielt inzwischen Marcel Franke in Halle, der Nachfolger von Philipp Zeiger könnte Sascha Pfeffer sein. Es geht dabei keinesfalls um die Positionen, da war und ist überall schon jemand dabeigewesen. Es geht vielmehr um die Menge, vier Spieler mit dynamischer Vergangenheit sind es mindestens in den letzten Jahren gewesen, die im Kader der Rot-Weißen zu finden sind.

Das sorgt dafür, dass ich seit den Hallenser Zeiten des Thomas Neubert an die Saale schiele. Ich habe mich sehr gefreut, dass Maik Wagefeld nach seinem traurigen Ende in Dresden noch einmal zeigen konnte, was er drauf hat.

In manchen Foren wird bereits wieder Stimmung gemacht, die völlig kontraproduktiv ist, wenn es darum geht, ein Fußballfest zu feiern. Großaspach hat gezeigt, wie positiv es wirkt, sich auf ein Spiel zu freuen. Ich freue mich auf das Spiel in Halle und Daniel Ziebig, Marcel Franke, Sascha Pfeffer und vielleicht auch Tony Schmidt. 

Gewinnen dürfen wir ja trotzdem! (-;

Dieser Blog wird drittklassig

Irgendwie drücke ich mich ein wenig, die vergangene Saison zahlenmäßig final auszuwerten. Die Zahlen sprechen ja eigentlich auch für sich. 5 Siege, davon nur einer auswärts, reicht bei noch so vielen Unentschieden weder daheim noch in der Fremde zu mehr als einem harten Abstiegskampf.

Von denen, die die meisten Spiele, Tore und Vorlagen gegeben haben, werden wir die wenigsten in der kommenden Saison sehen. Die Serien, welche wir ausgebaut haben, egal in welche Richtung, werden wir demnächst auch nicht verbessern oder ausbauen. Viel interessanter dürften daher schon die Zahlen unserer Zeit in Liga 3 sein und die werde ich mich zu gegebener Zeit aufarbeiten. Das nimmt eine Menge Zeit in Anspruch, die ich derzeit nicht unbedingt im Übermaß habe.

Es wird also wieder klein losgehen, aber das wird es definitiv. Wie bei Dynamo, nur müssen wir derzeit ein wenig Geduld haben, auf den Trainer, die wenigen alten und kommende neue Spieler, auf Neuigkeiten im Blog.

Ein paar erste Bestenwerte gibt es dennoch:

Einsätze: 96, Axel Keller

Tore: 26, Halil Savran

Banksitzer: 76, Benjamin kirsten

Einwechsler vom Dienst: 35, Sascha Pfeffer

Kurzarbeiter: 44, Gerrit Müller

Bösewicht (rot = 5 Punkte, gelb-rot = 3, gelb = 1): 26, Thomas Hübener

meiste Einsätze als Trainer: 58, Matthias Mauksch

20.08.2012 Dynamo zu Gast bei den Himmelblauen

Nach den grauen Rauchschwaden von Dortmund hat Dynamo Dresden Glück, am Montag bei den Himmelblauen in Chemnitz antreten zu dürfen. Zuletzt haben wir uns bei den Spielen gegen die Chemnitzer nicht mit Ruhm bekleckert. Im Sachsenpokal war für uns 2008 und 2010 jeweils im Halbfinale Endstation gegen den späteren Pokalgewinner Chemnitzer FC. Wir haben also etwas auszubügeln.

Die Chemnitzer, die gegenüber Dynamo fast schon in einer Regionalauswahl spielen, haben sich vor der Saison mit Sascha Pfeffer und Maik Kegel verstärkt. Sie kennen die Brisanz dieses Sachsenduells genau, hoffentlich wird diese Besonderheit auch unseren Spielern noch ausreichend erläutert!

Doch wie sieht die Statistik außerhalb der letzten dynamischen Pokalpleiten aus? Schauen wir in der Historie beider Vereine etwas weiter zurück.

Herauszufinden, wie viele Spiele es nun eigentlich zwischen dem Chemnitzer FC (oder seinem regulären Vorgängerverein, dem FC Karl-Marx-Stadt) und Dynamo Dresden gab, ist schwieriger als anfangs angenommen. Zum einen gab es auf beiden Seiten regelmäßig Namensänderungen, Vereinsauflösungen und Neugründungen oder Anschlüsse der Fußballabteilungen, zum anderen nahm es die Westsachsen selbst mit „Fußballvereinsverschiebungen“ in benachbarte Städte ernster als gedacht. Das 1. (im Buch „Ostdeutsche Traditionsvereine 1: Dynamo Dresden, Daten, Fakten, Bilder; Agon Sportverlag, Statistics 27; Uwe Krüger) Spiel der Schwarzgelben fand gegen Motor West Karl-Marx-Stadt 1955 in der DDR-Liga Staffel 3 statt und endete 3:3. Nach insgesamt 5 Spielen (1 Sieg, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen 10:13 Tore, der Sieg wurde den Dresdnern nachträglich übrigens aberkannt) verloren sich vorläufig die Spuren, da Motor West seine Mannschaft an den SC Motor Karl-Marx-Stadt abgeben musste und selbst in einer Liga unterhalb als deren Zweitvertretung weiterspielte. Bis 1963 gab es gegen den übernehmenden SC Motor  8 Spiele, von denen 3 gewonnen, 4 verloren und 1 remis endeten (13:11 Tore). Frisch zurück in der DDR-Oberliga 1962 ging es dort für Dynamo Dresden einmal gegen den inzwischen bekannten SC Motor Karl-Marx-Stadt als auch gegen den SC Wismut Karl-Marx-Stadt. Diese Mannschaft war eigentlich in Aue (32km entfernt von Karl-Marx-Stadt) zu Hause, wurde aber von der DDR Sportpolitik zeitweise in die benachbarte größere Stadt versetzt. Nach Vereinsauflösung 1963 wechselten viele Spieler zum SC Karl-Marx-Stadt, wobei die Fußballsektion im selben Jahr an die BSG Wismut Aue angegliedert wurde.

Alles klar?! Beginnen wir lieber nach dem 15.01.1966, als der FC Karl-Marx-Stadt neu gegründet wurde (und bis zum 13.06.1990 seinen Namen behielt). Gleich das 1. Spiel gegeneinander in der höchsten Spielklasse der DDR, der Oberliga, konnte die SG Dynamo Dresden in Karl-Marx-Stadt mit 2:1 für sich entscheiden. Auch bis zum Ende der DDR-Oberliga waren die Westsachsen ein gern gesehener Gegner der Dynamos. 29 Siege, 11 Unentschieden und 7 Niederlagen mit traumhaften 104: 55 Toren sprechen für sich. Auch in Anschluss an die 5 Duelle im FDGB-Pokal waren jedesmal die Dresdner Dynamos in der Auslosung für die nächste Runde enthalten.

Ein besonderes Spiel fand sicherlich am 11..03.1972 in Karl-Marx-Stadt statt. Eingebettet in ein heimisches 6:1 gegen den Halleschen FC Chemie (04.03.1972) sowie ein 5:1 gegen  den FC Carl Zeiss Jena (18.03.1972) gewann der amtierende Meister, die SG Dynamo Dresden mit 5:1 beim Oberligaaufsteiger FC Karl-Marx-Stadt. Bei denen spielte damals unser späterer zweifacher Aufstiegstrainer Christoph Franke mit und erzielte das himmelblaue Ehrentor.

FC Karl-Marx-Stadt: Ralf Kunze – Dieter Erler, Eberhard Schuster, Frank Sorge – Christoph Franke, Hans-Heinrich Wolf, Joachim Müller, Frank Wiedensee (78. Karl Krasselt) – Karl-Heinz Zeidler, Hartmut Rauschenbach, Volkmar Neubert

SG Dynamo Dresden: Claus Boden – Hans-Jürgen Dörner – Joachim Kern, Eduard Geyer, Klaus Sammer – Frank Ganzerra, Reinhard Häfner, Reiner Sachse, Hans-Jürgen Kreische (63. Klaus Lichtenberger) – Dieter Riedel, Gert Heidler (86. Matthias Blaseck)

Torfolge: 0:1 Dieter Riedel (1. Minute), 1:1 Christoph Franke (15. Minute), 1:2 Reinhard Häfner (35. Minute), 1:3 Gert Heidler (48. Minute), 1:4 Klaus Lichtenberger (65. Minute), 1:5 Gert Heidler (69. Minute)

Zuschauer: 15 000

Am Saisonende war Dynamo Dresden Dritter und unser Gegner konnte noch knapp 2 Mannschaften hinter sich lassen und in der folgenden Saison zu Hause ein Remis erzielen. Ein Unentschieden würde am 20.08.2012 keiner Mannschaft weiterhelfen, ein 5:1 dürfen wir jedoch am Montag garantiert nicht erwarten. Wenn wir aber mal wieder, nach zuletzt zweimaligen Ausscheiden im Sachsenpokal, gegen die Chemnitzer weiterkommen würden, wäre ich zufrieden. Also, die Herren Däbritz, Koch und Kirsten, erzählen sie den anderen mal etwas über die schwarzgelbe Geschichte!

Statistik: DDR – Oberliga, 1962-1991, Uwe Nuttelmann (Hg.), Verlag Uwe Nuttelmann

http://de.wikipedia.org/wiki/Motor_West_Karl-Marx-Stadt

http://de.wikipedia.org/wiki/Chemnitzer_FC

http://de.wikipedia.org/wiki/SC_Wismut_Karl-Marx-Stadt

http://de.wikipedia.org/wiki/SC_Karl-Marx-Stadt

Rückblick, Teil 1, unsere Mannschaft

Die Saison 2011/12 ist vorbei, die ersten Abgänge stehen fest, weitere werden garantiert folgen und daher ist nun Zeit, ein erstes Mal auf die nun vergangene Spielzeit zurück zu  blicken. Beginnen wir mit der Mannschaft.

Unser Trainer Ralf Loose hat in dieser Saison 27 Spieler eingesetzt, von denen 22 mehr als 5 Spiele bestritten haben. Aufgrund der zahlreichen Nachverpflichtungen (7 nach Saisonbeginn, 2 in der Winterpause) relativiert sich diese anfangs hoch klingende Anzahl. Im Vergleich zu unseren bisherigen Jahren in der 2. Bundesliga liegen wir damit gut zwischen unserem niedrigsten (2004/05 26 eingesetzte Spieler) und höchstem (2005/06 30 eingesetzte Spieler) Wert. Auch die Menge unserer Torschützen (12) ist durchschnittlich. Bis auf 3 Spiele hat unser Trainer immer alle 3 möglichen Wechsel genutzt, auch ein Grund, weshalb 22 Spieler mehr als 5 Einsätze vorzuweisen haben. Was auffällt, ist, dass die Wechsel vorwiegend streng positionsgetreu durchgeführt werden, das Aufbäumen gegen Niederlagen nie mit einem 3 Stürmer erfolgt. Das kurz vor Spielende ein Verteidiger für einen Stürmer kam, ist dagegen nicht unbedingt  ausgeschlossen.

Tor:

Kaum ein Verein hatte zuletzt 3 verschiedene Stammtorhüter in einer Saison. Dennis Eilhoff, als Nummer 1 von Arminia Bielefeld verpflichtet, war die ersten 9 Saisonspiele unser Torhüter. Mit einer bereits am 2. Spieltag erlittene Kapselverletzung im linken Mittelfingergelenk spielte er aufgrund anfangs fehlender Konkurrenz weiter und verlor nach 18 Gegentoren in 9 Spielen seinen Stammplatz an den nachverpflichteten Wolfgang Hesl. Kurze Zeit später pausierte dann Dennis Eilhoff und was anfangs optimistisch nach einer Pause von 6 Wochen klang, ist inzwischen nach 7 Monaten das Ende seiner Zeit in Dresden geworden. Sein Vertrag wird aufgrund seiner unklaren Situation nicht verlängert. Hoffentlich ist sein Einsatz für Dynamo nicht das Ende seiner Karriere geworden?!

Wolfgang Hesl übernahm am 10. Spieltag den Platz im Tor und wurde durch seinen grandiosen Einstand durch den Sieg gegen den TSV 1860 München gleich erfolgreich in die Mannschaft eingeführt. Bis zur Winterpause kassierte er in 10 Spielen 16 Gegentore und war in der Winterrangliste der Zweitligatorhüter im Kicker sofort im „Blickfeld“ gelandet. Trainer Ralf Loose stärkte ihm zusätzlich in der Winterpause durch sein klares Bekenntnis zu Wolfgang Hesl als Nummer 1 im Dynamotor den Rücken. Doch am 3. Spieltag nach der Winterpause brach sich Hesl im Spiel gegen den SC Paderborn den kleinen Finger der linken Hand.

So kam es zur eigentlich nicht mehr erwarteten neuen Chance für Benjamin Kirsten. Am Saisonanfang verärgerte dieser Ralf Loose durch eine mutmaßlich zu lang verschwiegene Schambeinverletzung, welche die Torwartnot in den ersten Saisonspielen erst heraufbeschwor. Doch Benjamin Kirsten nutzte seine Chance als Rückhalt in einer immer sicherer werdenden Defensive der Dresdner. Nach seinem Debüt in Paderborn spielte Dynamo Dresden plötzlich die folgenden 3 Spiele allesamt zu Null und Kirsten kratzte sogleich am bisherigen Dresdner Zweitligarekord der „meisten Spielminuten ohne Gegentor“. Mit 273 gegentorfreien Minuten fehlten letztendlich 40 an der bisherigen Bestzeit (gehalten von Ignjac Kresic). Benjamin Kirsten hielt stark und schaffte es mit einer sicher stehenden Defensive, in seinen ersten 6,5 Zweitligaspielen 4x zu Null zu spielen. So verwunderte es nicht, als nach seiner Genesung Wolfgang Hesl erstmal auf der Bank Platz nahm, während Kirsten weiterhin spielte. 12 Gegentore in 13 Saisoneinsätzen sind letztendlich eine erstaunliche Quote für einen Spieler, der anfangs als Sohn eine Legende für die 2. Mannschaft verpflichtet wurde.

Durch die langwierigen Verletzungen unserer Torhüter saß Axel Mittag, Torwart der 2. Mannschaft, in 10 Saisonspielen auf der Bank.

Zur neuen Saison werden wir uns jedoch wieder an neue Gesichter gewöhnen müssen. Während der Vertrag von Dennis Eilhoff nicht verlängert wird, hat Wolfgang Hesl seinen gekündigt.

Verteidigung:

52 Gegentore sind es letztendlich für Dynamo Dresden geworden, ein respektabler Wert nachdem wir bis zur Winterpause in 19 Spielen bereits 34 erhalten haben. Während am Anfang aufgrund fehlender Spieleralternativen experimentiert wurde und ab Mitte der Hinrunde sich die neuen Spieler an die 2. Bundesliga und aneinander gewöhnen mussten, gab es nach der Winterpause einen festen Defensivkern.

„Chef“ dieser Defensive war unser neuverpflichteter Innenverteidiger Romain Bregerie. Mit 31 Sasioneinsätzen (1 Tor) war er schnell in der neuformierten Mannschaft anerkannt und zu Beginn der Rückrunde gegen den FC Energie Cottbus sogar Kapitän. Anerkannt war er auch beim Kicker. Nicht weniger als 7x stand er dort in der Elf des Tages, nur 3 Spieler hatten mehr Nominierungen!

Ebenfalls aus Frankreich und vom FC Metz kam Bregeries Mannschaftskollege Cheikh Gueye, der mit 31 Saisoneinsätzen als Rechtsverteidiger schnell unumstritten war.

Innenverteidiger Florian Jungwirth brachte es auf 26 Einsätze, ein guter Wert, jedoch mit nur 4 Spielen 2012 von Anfang an wird er sich mehr ausgerechnet haben. Ralf Loose betont immer wieder, dass Innenverteidiger groß sein müssen, große Wertschätzung genießt Jungwirth mit seinen 181 cm nach außen hin nicht. Gegen Ende der Saison wurde das Interesse vom SC Paderborn publik, hoffentlich bleibt es nur beim Interesse!

Toni Leistner überraschte wahrscheinlich die meisten Fans, als er zu Beginn der Saison in Cottbus als Rechtsverteidiger in der Startelf stand, auch am letzten Spieltag stand er beim Abpfiff in Frankfurt auf dem Platz, doch leider gab es für ihn in der gesamten Saison nur 3 Einsätze in der 1. Mannschaft. Trotzdem hat er seinen Vertrag in Dresden verlängert, hoffentlich gibt es in der neuen Saison mehr „Spielzeit“ für ihn!

Jens Möckel ist unser Saisonmissverständnis. Verpflichtet vor dem Aufstieg, reichte es für ihn nur 2x für die Bank, ansonsten hörte man von ihm wenig und vom Verein nur, ihm bei einem möglichen Wechsel keine Steine in den Weg legen zu wollen. Alles Gute, Jens!

In der Winterpause wurde mit Vujadin Savic aus Bordeaux ein weiterer Innenverteidiger ausgeliehen. Mit 1,94 m entsprach er dem looseschen Gardemaß. 12 Einsätze in einer stabilen Rückrundenabwehr rechtfertigen seine Leihe, eine weitere wird derzeitig angestrebt.

Alexander Schnetzler ist unser Joker des Jahres. Anfang der Saison fand er sich unerwarteterweise auf der Ersatzbank wieder, da unser Trainer von seinen Trainingsleistungen nicht angetan war. Mit 20 kompletten  Einsätzen als Reservist kam er von dort auch nicht mehr runter, außer im Pokal gegen Bayer Leverkusen. Als Einwechsler half er mit, die wohl größte Pokalsensation der letzten Jahre zu schaffen. Ironie der Geschichte, er schoss das 4:3 wodurch Chaikh Gueye als sein direkter Konkurrent verpflichtet werden konnte. An dem kam er die gesamte Saison nicht vorbai und nur eine 5. gelbe Karte bewirkte, dass Alexander Schnetzler mit 1 Ligaeinsatz am 23. Spieltag überhaupt in der Zweitligastatistik Dynamo Dresdens auftauchen wird!

Auch Sebastian Schuppan wurde sein Einsatz am Anfang der Saison fast zum Verhängnis. Mit rezidivierenden Muskelkrämpfen schleppte er sich durch mehrere Ligaspiele am Anfang der Saison und sah dabei verständlicherweise auch nicht besonders gut aus. Dies alles führte dazu, dass auf seiner Position als Linksverteidiger mit Muhamed Subasic ein weiterer Spieler verpflichtet wurde. Sebastian Schuppan verlor nach 6 Spieltagen seinen Stammplatz und wurde die kommenden 11 Spiele nur 3x eingewechselt. Erst als sein Konkurrent mit Leistenproblemen ausfiel, kehrte Schuppan zurück und stabilisierte zuerst sich und dann auch unseren Abwehrverbund. 26 Spiele (1 Tor) und ein neuer Vertrag in Dresden, Schuppan hat es geschafft!

Innenverteidiger Martin Stoll hat ähnliches Pech wie Jens Möckel, auch er wurde vor feststehendem Aufstieg für die 3. Liga verpflichtet. Nichtsdestotrotz war er zu Beginn der Saison Stammspieler und als der Kicker von ihm als „die Konstante“ im Spiel der Dresdner sprach, verlor er seine Position in der Stammelf an Florian Jungwirth und sogar seinen Bankplatz nach der Winterpause. 11 Spiele (1 Tor) aber nie eine neue Chance über mehr als ein Spiel, die Wege von Martin Stoll und Dynamo Dresden werden sich im Sommer mutmaßlich trennen.

Am letzten Tag der offenen Transferliste stieß schließlich mit Muhamed Subasic ein weiterer Linksverteidiger zur Mannschaft. In seinem 1. Spiel gelangen ihm 2 Tore und setzten die Erwartungshaltung in ihn sehr hoch. Licht und Schatten wechselten sich ab, Ballgewinnen nach Zweikämpfen folgten Fehlpässe mit nach unten hängendem Kopf und irgendwann kam es mir so vor, als ob er keine Pause bekam, weil Sebastian Schuppan nicht mehr zugetraut wurde. Nach seinen Leistenproblemen und einer notwendigen OP in der Winterpause verlor er seinen Stammplatz und so spielte er in der Rückrunde nur noch ein einziges Spiel von Beginn an. Insgesamt 17 Saisonspiele (3 Tore) und durchaus vorhandenes Potential scheinen eine Weiterverpflichtung nicht auszuschließen. Ob es jedoch finanziell machbar erscheint, ist eher ausgeschlossen!

Mittelfeld:

Ich habe das Gefühl, als ob die sich Zeit von Stammspieler Cristian Fiel so langsam dem Ende neigt. In der Hinrunde durch eine rote Karte und mehrere Blessuren gehandicapt, ist er auch in der Rückrunde nicht unbedingt der Chef im defensiven Mittelfeld geworden. Für die Mannschaft als Person ist er dennoch unverzichtbar! 24 Saisonspiele (1 Tor) sind es letztendlich geworden, wobei er immer seltener 90 Minuten auf dem Platz steht.  Wird im defensiven Mittelfeld gewechselt, geht er eher öfter als David Solga oder er ist gar der, der eingewechselt wird, wie in den letzten 6 Saisonspielen 4x geschehen.

Nachwuchsspieler Marcel Franke hätte solche Sorgen gern, bisher ist er Ralf Loose noch etwas zu grün und mit gerade einem Einsatz auf der Bank im Hinspiel gegen Duisburg wird er es wohl leider auch noch in der nächsten Saison bleiben!

Marcel Heller hatte viel Pech in Dresden. Die ersten Spiele im rechten oder auch linken Mittelfeld nervös und hektisch, wurde an ihm von unserem Trainer ein Exempel statuiert, als er wegen eines Staus zu spät zur Spielvorbereitung gegen den 1. FC Union Berlin kam. Später gab Loose zu, dass Heller nicht der Einzige war, wahrscheinlich aber der am ehesten verzichtbare Spieler. Unglücklich war sicherlich auch sein Interview nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt, als er überhaupt nicht verstehen konnte, gegen seinen Exverein nicht von Beginn an gespielt zu haben. In der Winterpause, schien sich dann der Marcel Heller zu entwickeln, den Dynamo dachte, im Sommer verpflichtet zu haben, doch dann riss sein Syndesmoseband und die Rückrunde fand ohne ihn statt. So blieb es bei 15 Saisoneinsätzen und einem auslaufenden Vertrag, der nicht verlängert wird. Alles Gute, Marcel!

Mit Lars Jungnickel wird Dynamo einen bei Dynamo ausgebildeten ehemaligen Jugendspieler verlieren. Als anfänglicher Stürmer rutschte er über die Jahre zuerst ins defensive Mittelfeld und dann weiter auf die Position des Rechtsverteidigers. Diese Vielseitigkeit führte zur Vertragsverlängerung, seine Verletzungsanfälligkeit dazu, dass er nach einer Infektion aus dem Kader rutschte und nicht wieder zurückfand. 2 Einwechslungen und nicht eine Berücksichtigung 2012 werden wahrscheinlich zu einer neuen Aufgabe außerhalb der 1. Mannschaft führen!

Ein weiteres Eigengewächs, Maik Kegel, hat Dynamo bereits verlassen. Seine eigentliche Position als offensiver Mittelfeldspieler ist in Dresden derzeit nicht mehr vorgesehen. Außerdem haftet ihm ein Phlegma an, dass er in Dresden einfach nicht mehr los wird. 12 Einsätze, davon keiner über volle 90 Minuten und regelmäßige öffentliche Rüffel vom Trainer haben ihn dazu bewogen, dass Kapitel Dynamo zu beenden. Alles Gute in Chemnitz!

Ebenfalls kaum eine Zukunft in Dresden wird unser Leihspieler Marvin Knoll haben. Da wird das letzte Wort wohl nach den Relegationsspielen von Hertha BSC folgen. Das sich bei jungen Spielern Licht und Schatten abwechseln, ist vorhersehbar, doch so viel Schatten gab es bei Marvin Knoll meiner Meinung nach nicht. 11 Spiele (1 Tor) sind für einen linken Mittelfeldflitzer, der sich in Dresden weiter entwickeln sollte, jedoch zu wenig. In Erinnerung bleiben wird jedoch sein Galaauftritt gegen den 1. FC Union Berlin: 1 Tor und 2 Vorlagen!

Robert Koch ist einer der Überraschungen der Saison. Ich hätte niemals gedacht, dass am Ende 31 Spiele, 8 Tore und 6 Vorlagen in seiner Saisonbilanz stehen würden. Ursprünglich Stürmer, so ist er inzwischen im rechten Mittelfeld, bei Bedarf auch links zu Hause. Und er weiß sich auch zu behaupten. Mit 8 gelben und 1 gelb-roten Karte ist er jedoch auch manchmal ein Heißsporn. Klar, dass die Interessenten Schlange stehen, ob es aber wirklich Schalke 04 oder Borussia Mönchengladbach sind, wage ich zu bezweifeln. Hoffentlich bleibt er!

Gar nicht mehr zu dieser erfolgreichen Saison beitragen durfte Gerrit Müller. Nach seinem im Relegationsrückspiel in Osnabrück erlittenen Kreuzbandriss werden sich die Wege von Dynamo und ihm leider im Sommer trennen.

Giannis Papadopoulos ist der Spieler im defensiven Mittelfeld, der vorerst unseren Kapitän in die zweite Reihe verdrängt hat. Mit 24 Saisoneinsätzen hat er genau die Anzahl von Cristian Fiel erreicht, aber gefühlsmäßig hat er inzwischen die Nase vorn. Es deutete sich zu Beginn der Rückrunde an und verdichtete sich am Ende der Saison, als griechischer Nationalspieler ist Papadopoulos auch kein Leichtgewicht!

Vor der Saison wurde ihm der Wechsel nahegelegt, inzwischen ist für Dynamo eine Verlängerung des Vertrages von Sascha Pfeffer nicht gänzlich unvorstellbar. Mit 10 Saisoneinsätze (1 Tor) ist er auf alle Fälle immer wieder eine Alternative im rechten Mittelfeld. Und wenn er dann mal ran darf, und sei es noch so kurz, dann steht er unter Strom. Nicht umsonst hat er sich seine 2 gelben Karten in 2 Spielen geholt, in denen er einmal 3 und einmal 4 Minuten ran durfte! Zwar bemängelt Ralf Loose fehlende Flexibilität, da unser Trainer jedoch auch meist unflexibel wechselt, kommt es hoffentlich zur Verlängerung des Vertrages!

Unser Dauerrenner im defensiven Mittelfeld ist David Solga. Irgendwie habe ich ihn anfangs immer etwas unterschätzt, aber defensiv hat er eine hervorragende Saison gespielt. Mit 33 Saisoneinsätzen hat er die meisten in diesem Jahr gesammelt, ein Tor blieb ihm leider verwehrt.

Filip Trojan ist ein Glücksgriff für unseren Verein gewesen. Zwar denkt man bei 15 Auswechslungen zuerst an einen Kurzarbeiter oder an einen unzufriedenen Trainer, aber wer in 32 Einsätzen neben 2 Toren auch 9 Torvorlagen gibt, der hat seine Aufgabe gut erfüllt. Mit seiner Vertragsverlängerung hast er sich bei den Fans sehr beliebt gemacht! Noch mindestens 2 Jahre bleibt er uns erhalten.

Clemens Walch hat sich sicherlich mehr von seiner Zeit in Dresden erhofft. Nach der Verletzung von Marcel Heller nachverpflichtet, kam er nur zu 5 Einsätzen, von denen keiner über die volle Distanz ging. Ich habe dieses Leihgeschäft nie verstanden, vor allem, weil wir im rechten Mittelfeld mit Sascha Pfeffer und Gerrit Müller auch Alternativen für die Zeit der Verletzung von Marcel Heller gehabt hätten?!

Angriff:

Der Brasilianer Cidimar kam als Notnagel und zog im Winter aufgrund fehlender Perspektive weiter, um mit Aalen aufzusteigen. Er überbrückte in 3 Saisoneinsätzen die Zeit der Sperre von Pavel Fort und hatte nach den Nachverpflichtungen im Sturm keine Perspektive mehr.

Am Ende der Wechselfrist im Sommer kam Zlatko Dedic aus Bochum nach Dresden und anfangs hatte wahrscheinlich nicht nur ich ein Problem mit seiner Spielweise. Sein egoistisches Spiel und die rasche Tieffliegerei, (wenn man die rosarote Fanbrille mal absetzt), vor allem jedoch das Tor, welches er Pavel Fort auf St. Pauli nahm, festigten einen Ruf, welchen er in der Rückrunde lächelnd zunichte machte. Am Ende herrscht viel Wehmut, dass uns Zlatko Dedic nach 27 Spielen und 13 Saisontoren wieder verlässt.

Einziger nomineller Stürmer am Anfang der Saison war Pavel Fort. Auch an ihn musste ich mich anfangs gewöhnen und mit 5 Toren in 24 Einsätzen (dabei 16 Einwechslungen!) hat er seine Aufgabe blendend erfüllt. er war immer eine Alternative und manchmal hätte ich mich gefreut, wenn er mehr Chancen von Beginn an erhalten hätte oder auch mal als 3 Stürmer bei Rückständen „hinzu statt für“ gekommen wäre!

3 Tore gegen den TSV 1860 München genügten, um aus Mickael Poté einen Liebling der Fans zu machen. Inzwischen ranken sich um ihn nach seiner erfolgreichen Saison zunehmend Wechselgerüchte. Er war zu Zlatko Dedic in diesem Jahr ein guter Sturmpartner, irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass einer bestimmt treffen wird. Mit 12 Treffern in 27 Einsätzen war das ja auch oft der Fall!

06.05.2012 FSV Frankfurt – SG Dynamo Dresden

Ein Nachteil der 2. Bundesliga ist das viel zu rasche Saisonende. Haben wir in der 3. Liga 38 Saisonspiele gehabt und dann noch eine dramatische Relegation mit Glücksgefühlen dran gehangen, so ist am kommenden Sonntag definitiv Schluss. Ich hätte gern noch ein paar Spiele drangehangen. Nun heißt es wieder Abschied nehmen, denn laut Ralf Loose steht uns der nächste Umbruch bevor. Kein Wunder bei 5 Leihen (Subasic, Walch, Dedic, Savic, Knoll), mehreren Spielern, die des Trainers Ansprüchen nicht genügen (Müller, Kegel, Möckel, Stoll, Jungnickel, Pfeffer (?)), langwierigen Verletzungen (Eilhoff), gezogenen Kündigungsklauseln (Hesl) oder immer wieder auftauchenden und befeuerten  Abgangsgerüchten (Poté). Mal sehen, wer denn nun eigentlich bleibt und wer dazukommen wird. Spannende Wochen liegen vor uns!

Aber zuvor gibt es ein letztes Spiel gegen den FSV Frankfurt, ein Spiel mit nahezu unbekannten Gegner und keinerlei Historie. Bisher gab es eine einzige Begegnung in Dresden und die endete 2:2.

Der FSV Frankfurt ist eine erfahrene „Zweitligaabstiegskampfmannschaft“. Auch, wenn der Stammkader immer wieder ausgetauscht wird, die Mannschaft nimmt auch schwierigste Bedingungen an und meistert sie erfolgreich. Wie die Hinrunde in dieser Saison mit gerade 14 Punkten und 2 Auswärtssiegen. Erst am 23. Spieltag gab es gegen den Karlsruher SC den ersten Heimdreier und dieser brach den vermeintlichen Fluch. Siege gegen den TSV 1860 München und Alemannia Aachen folgten und seit Karlsruhe sind die Frankfurter seit 6 Heimspielen unbesiegt.

Seit dem Aufstieg der kleineren Frankfurter Mannschaft 2008 ist unser letzter Gegner auf 38 Saisonpunkte festgelegt. 2008/09, 09/10 und 10/11 war es jedesmal dieselbe Summe an Punkten. Ob es ein Vor- oder Nachteil ist, dass es dieses Jahr mit aktuell 34 erreichten Punkten definitiv keine 38 mehr werden, weiß ich nicht. Auf alle Fälle werden sie motiviert genug sein, ihre Saison nicht mit mehr Heimniederlagen (4) als Siegen (3) zu beenden.

Das Stadion wird am Sonntag laut der Homepage des Gastgebers nahezu ausverkauft sein, was eher ungewöhnlich ist. Mit einem Schnitt von 5 100 Zuschauern sind sie der am schlechtesten besuchte Zweitligist Deutschlands. Auch ihr Heimspiel gegen den großen Bruder Eintracht in deren Stadion vor mehr als 50 000 zahlenden Gästen ändert nichts an der bestehenden Zuschauertristesse.

Einen Blick mehr sollte unsere Verteidigung auf den Frankfurter Leihspieler Ilijan Micanski werfen, der in der Rückrunde 8 Tore erzielte. Zweiter Torjäger ist Macauley Christantus mit ebenfalls 8 Saisontoren, der jedoch in der Rückrunde nur noch als Einwechsler zum Zug kommt.

Ich hoffe auf ein letztes schönes Spiel mit einem Dresdner Sieg, kann aber auch mit einem Unentschieden beruhigt die Saison beenden. Am spannendsten finde ich die Frage, ob Alexander Schnetzler noch sein Ligaspiel bekommen wird. Cheikh Gueye hat mit seiner 5. gelben Karte ja gute Vorarbeit geleistet…

Keine Zeit für Ergänzungsspieler

Auf dem Schalker Fanblog http://koenigsblog.net/ gibt es an jedem blauweißen Spieltag für die Leser die Möglichkeit, neben der Beantwortung einer speziellen Frage, die Schalker Einwechselspieler zu tippen.

Angepasst für Dynamo Dresden könnte man dieses Spiel darum ergänzen, wer garantiert nicht zum Kader gehört (ohne Verletzung und/oder Sperre) oder wer vielleicht Bestandteil des spieltäglichen 18er Kaders ist, jedoch garantiert nicht eingewechselt werden wird. Kommen für die erstere Variante neben (einigen anderen) Maik Kegel, Sascha Pfeffer oder Martin Stoll in Frage, bleibt bei zweiterer Fragestellung mit ziemlicher Sicherheit außer dem jeweiligen Ersatztorhüter Alexander Schnetzler sitzen. 14x gehörte er zum Spielkader, 14x kam er zu keinem Einsatz! So richtig finde ich keine Antwort auf meine Frage, wofür wir eigentlich einen Kader von fast 30 Spielern benötigen, wenn kaum oder nur sehr vorhersehbar rotiert und gewechselt wird?!

In der Spieltagesvorschau gegen den TSV 1860 München http://www.dynamo-dresden.de/de/aktuelles/team/details/artikel/kann-dynamo-die-loewen-baendigen.html sprach Trainer Ralf Loose davon, weiterhin in Bestbesetzung spielen zu lassen, da es zu brisant wäre, jetzt Ergänzungsspieler zu testen.

 „Es wäre zu brisant, um jetzt irgendetwas zu probieren, außerdem ist es Wettbewerbsverzerrung“, sagt Loose und macht deutlich, dass nur diejenigen in den Kader und die Startelf rücken, die sich im Training aufdrängen. „Es geht nur über Leistung. Ich beobachte als Trainer die Mannschaft jeden Tag und muss dann abwägen, wer spielt. Meistens fällt die Entscheidung kurz vor dem Anpfiff, man darf sich auch nicht zu früh festlegen.“

Bloß wofür haben wir denn dann unsere Spieler hinter der Stammelf? Wann ist es denn geplant, beispielsweise Toni Leistner an die 1. Mannschaft heranzuführen? Ich freue mich über seine Vertragsverlängerung, es ist nur schade, dass der Hauptgrund wohl nicht seiner Perspektive galt sondern (wie auch bei Maik Kegel) dem Augenmerk  der benötigten 4 U23 Spieler. Werden sich beispielsweise Sascha Pfeffer oder Gerrit Müller noch einmal auf dem Feld präsentieren können, ehe der Vertrag im Sommer ausläuft? Gehören Lars Jungnickel oder Jens Möckel eigentlich überhaupt noch zum Kader. Ist dabei der Begriff Ergänzungsspieler nicht sogar noch zu euphemistisch?

Es gab auch in dieser Saison Zeiten, wo Dynamo auch einmal am Spielsystem etwas änderte (man erinnere sich an die 5er Kette im Hinspiel gegen 1860, den 1er Sturm zu Saisonbeginn…), inzwischen kommt mir das Spielsystem fest und unveränderbar vor. 4-4-2 ohne Raute. Es ist ja schön, wenn ein Verein sein System gefunden hat, nur gerade das davon Abweichen kann einen Überraschungseffekt und dadurch einen Sieg bewirken. Warum wechselt Ralf Loose immer postitionsgetreu Stürmer für Stürmer, defensive Mittwelfeldspieler gegen defensive Mittelfeldspieler …? Können wir nicht auch einmal im Spiel unser System anpassen und eventuell Pavel Fort gemeinsam mit Mickael Poté und Zlatko Dedic spielen lassen?

Am kommenden Freitag gegen Alemannia Aachen wird Robert Koch wegen seiner gelb-roten Karte fehlen. Anders als Ralf Loose wage ich es, mich bereits heute festzulegen: Ich wage vorauszusagen, dass er im rechten Mittelfeld von Clemens Walch ersetzt werden wird. Im Training dürfen sich wieder alle anbieten, spielen wird die bekannte Bestbesetzung! Ich lasse mich jedoch auch gern überraschen!

Neue Spieler, Dresden im Leihfieber

Dynamo Dresden hat am heutigen Tag nach Clemens Walch mit Vujadin Savic die zweite Wintertransferleihe perfekt gemacht. Ein herzliches Willkommen und viel Erfolg im nächsten halben Jahr im schwarzgelben Trikot!

So sehr ich mich freue, gute Spieler bei der SGD zu sehen, so wenig kann ich beide Transfers nachvollziehen. Die individuelle Klasse, unsere Mannschaft voranzubringen, möchte ich dabei keinem der beiden absprechen, im Gegenteil! Ich hatte schon bei der Leihe von Clemens Walch, der mit der Verletzung von Marcel Heller begründet wurde, über die wirkliche Notwendigkeit gegrübelt, die heutige Verpflichtung von Vujadin Savic verdoppelt meine Bedenken.

Zurück zu Clemens Walch und Marcel Heller. Marcel wird nach seiner Bänderverletzung mindestens bis Mitte April fehlen, ehe er im günstigsten Fall einer problemlosen Genesung eine Alternative für die Mannschaft darstellen kann. Bisher hat sich Marcel nicht als der unverzichtbare Spieler in unserer Mannschaft hervorgetan, gegen Ende der Hinrunde kam es mir sogar vor, als ob Sascha Pfeffer ihm den Rang ablaufen könne. Desweiteren tastet sich Gerrit Müller nach seiner Kreuzbandverletzung so langsam wieder an die Mannschaft heran. Das Argument, dass das seine Zeit dauern wird, ist nicht von der Hand zu weisen, jedoch wird Clemens Walch ebenfalls seine Zeit benötigen, sich die Laufwege der anderen Mitspieler anzueignen. Meiner Meinung nach erhöht Clemens Walch garantiert den Konkurrenzdruck im Team, dafür werden Sascha Pfeffer, Gerrit Müller oder auch Marvin Knoll längerer Einsatzzeiten beraubt.

Ähnlich stellt es sich für mich in der Innenverteidigung mit Vujadin Savic dar. Martin Stoll verletzt, Erhöhung der Konkurrenz auf Romain Bregerie und Florian Jungwirth durch eine Neuverpflichtung. So einfach scheint es zu sein… Noch wenige Tage zuvor wurde Toni Leistner gelobt, einen Sprung gemacht zu haben, aber lässt sich der Gedanke: „Mensch toll, aber es wird trotzdem nicht reichen…“ so ganz von der Hand weisen? Ähnlich wie Gerrit Müller im Mittelfeld tastet sich hier Jens Möckel nach seinem Ermüdungsbruch ins Mannschaftsgefüge zurück, wahrscheinlich vergeblich.

Natürlich sind 34 Gegentore nach 19 Spieltagen ein Argument für eine Verstärkung im Abwehrbereich, nur wäre die meiner Meinung nach nicht zuallererst in der Innenverteidigung sondern auf der Position des Linksverteidigers angebracht gewesen, wo nach der Verletzung von Muhamed Subasic die Alternative zu Sebastian Schuppan fehlt. Ich denke, ein Grund für die vielen Gegentore waren Abstimmungsprobleme unseres gesamten Abwehr. Diese hat zwar die Vorbereitung in der Türkei gemeinsam bestritten, wird aber nun erneut erweitert. Mal sehen, ob so unser senegalesisch – bayrisch / serbisch/ französisch – deutsch/bosnischer Abwehrverband die Rückrunde erfolgreicher bestreiten wird!

Die alte Weisheit, nachdem die Mannschaft aus „11 Freunden“ bestehen sollte, ist heutzutage unbestritten überholt, ob jedoch eine Mannschaft aus inzwischen 29 Spieler die Konkurrenz untereinander anstachelt oder die Missgunst „der am Wochenende ganz draußen bleibenden“ schürt, bleibt abzuwarten…

Von diesen 29 Profis sind 5 geliehen, Marvin Knoll, Zlatko Dedic, Muhamed Subasic und erwähnte Winterleihen Clemens Walch und Vujadin Savic. Sicher gibt es viele Für und Wider gegenüber Spielerleihen, nur habe ich die Befürchtung, dass Dynamo im Sommer neu beginnen wird, eine Mannschaft zusammenzustellen.

Unsere Zweitligahinrunde, schön wars!

19 Spiele sind absolviert und es scheint, als ob es gelungen ist, die Aufstiegseuphorie bis in die Winterpause hinein gerettet zu haben. Dies war nicht unbedingt erwartbar, als Dresden mit einem Rumpfkader von 21 Spielern in die 2. Bundesliga starten wollte. Darunter waren mit Benjamin Kirsten und Gerrit Müller 2 Langzeitverletzte, der vor der Saison aussortierte Sascha Pfeffer sowie die Nachwuchsspieler Toni Leistner und Marcel Franke. Einziger Stürmer war der wegen einem Kreuzbandriss fast ein Jahr aussetzende Pavel Fort. Von den 14 Spielern, die am 24.05.2011 auf dem Rasen von Osnabrück den Aufstieg perfekt gemacht hatten, waren zum ersten Saisonspiel in Cottbus noch 7 Spieler im Kader.

Und dann ging die Saison los und bis Ende August wurde unser Kader mit noch einmal 7 Spielern erweitert, von denen alle bis auf den Angreifer Cidimar bald in der Stammelf zu finden waren. Keine guten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison, wenn die, die die  2. Bundesliga erreicht haben, entweder bereits vor der Saison weg sind oder nach Saisonstart auf die Ersatzbank „delegiert“ werden. Einzig Florian Jungwirth, David Solga und Robert Koch waren und sind Stammspieler unserer völlig umgestellten Mannschaft geblieben.

Und hier muss man den besonderen Erfolg in diesem Jahr sehen. Es gibt eine Mannschaft in Dresden, welche nach außen sehr harmonisch wirkt. Ob es wirklich so ist, keine Ahnung, auf alle Fälle dringt kein interner Knatsch nach außen. Shergo Biran, Bekim Kastrati, der anhaltende Ärger um/mit Maik Wagefeld, Sebastian Pelzer und später Thomas Hübener, er fehlt mir nicht. Fast schien es manchmal etwas langweilig bei Dynamo zu sein, so kam es mir jedenfalls vor, als ob die Presse versuchte, etwas Stimmung zu machen.

Zuerst bekam Florian Jungwirth, am Anfang der Saison zum ersten Mal in seiner Zeit in Dresden kurzzeitig Bankdrücker, seine Bühne. Er gab sein Interview und ehe es handfest wurde, spielte er wieder. Etwas später durfte Sascha Pfeffer seine Unzufriedenheit über seine anhaltende Nichtnominierung äußern, jedenfalls wusste die Presse, dass er wegen schlechter Trainingsleistung in einem Spiel der 2. Mannschaft zum Rapport musste. So schlecht kann er jedoch nicht gewesen sein, denn kurz vor der Winterpause schien er sogar Marcel Heller als Einwechsler verdrängt zu haben. Soll heißen, es gab zwei/drei Momente in dieser Saison, die Potential für das typische „Bauernstadl Dynamo“ der letzten Jahre boten, jedoch wurde die Sendung seit dem neuen Trainer Ralf Loose nie öffentlich ausgestrahlt.

Wir haben keine berauschende Hinrunde gespielt. Nach 17 Spieltagen hatten wir, ebenso wie in der Aufstiegssaison 2004/05, 18 Punkte erreicht, bei 5 Siegen, 3 Unentschieden und 9 Niederlagen. Unser Defensivverbund ist mit 31 Gegentoren in dieser Saison ebenso anfällig wie vor 7 Jahren. Damals sind wir jedoch beinahe von Anfang an von den hinteren Rängen  gestartet, mit allem Frust, wenn man sich nach oben boxen muss. Wir gingen auf einem Abstiegsplatz in die Winterpause. Dieses Jahr waren wir nur nach dem 3. Spieltag auf einem Relegationsplatz, am Ende der Hinrunde waren wir bei gleicher Punktzahl wie 2004 im Tabellenmittelfeld den Abstiegsplätzen bereits 6 Punkte enteilt, zur Winterpause sind es inzwischen 8 Punkte geworden. Die Schere zwischen Auf- und Abstieg ist in den vergangenen 7 Jahren viel größer geworden.

Wir haben als Aufsteiger tolle Siege gefeiert. 4:0 gegen Union Berlin, 4:2 beim TSV 1860 München, 2:0 bei Eintracht Braunschweig, 5:1 gegen den Karlsruher SC, unser allererster Sieg mit 2:1 gegen den VfL Bochum, der erste Sieg mit 2:1 in der 2. Bundesliga gegen Energie Cottbus. Es gab viele schöne Momente. Auch die vielen Gegentore am Ende beider Halbzeiten oder die 5 Spiele, die wir nach eigener Führung noch verloren haben, haben bei mir eher das Gefühl geweckt, wir können mithalten und sind nicht nur der aufgestiegene Punktelieferant. Für mich war nur das Spiel gegen Eintracht Frankfurt eine Vorführung für Dynamo gewesen, auch am Radio gegen Fürth hatte ich nicht das Gefühl, die führen uns vor, man darf nicht vergessen, dass in Halbzeit 2 erst unser Kapitän Cristian Fiel, dann Angreifer Pavel Fort und schließlich unser Trainer nicht mehr dabei waren.

Positiv muss auch unsere Offensive erwähnt werden. Mit Dani Schahin und Alexander Esswein hat uns unsere Abteilung Attacke vor der Saison verlassen. Heute freuen wir uns über Mickael Poté, Pavel Fort und Robert Koch oder raufen uns die Haare, wenn Zlatko Dedic einmal mehr den Nebenmann nicht wahrnimmt. Zusammen haben sie 22 Tore erzielt und dafür gesorgt, dass wir schlecht ausrechenbar sind.

Einziger Kritikpunkt ist unsere Wechseltaktik. Manchmal würde es mich freuen, wenn unser Trainer etwas mutiger wechseln würde, vielleicht auch etwas eher als nach der 70. Minute?!  Es müssen auch nicht immer Marcel Heller oder Pavel Fort sein, die sich als Einwechsler zeigen dürfen. Wenigstens ist Filip Trojan seine Rolle als Dynamos Dauerauswechsler inzwischen losgeworden!

Optimistisch stimmt mich, dass unsere Mannschaft weiter zusammenwachsen wird. Gelingt es uns, auch mal einen Ball in der 89. Minute auf die Tribüne zu kloppen, ehe er im eigenen Tor landet, werden wir eine gute Rückrunde spielen!

Hinrunde 2011

Hinrunde 2011 Spieler