War das 19,80 Euro wert???

Das Beste kam gleich am Anfang, noch vor dem Anpfiff. So richtig verabschieden konnte oder wollte Dynamo Dresden in den letzten Jahren die wenigsten Spieler, die den Verein verließen. Auch in der letzten Saison, als beispielsweise längst klar war, dass Axel Keller keinen neuen Vertrag erhält, waren die Verantwortlichen sehr zurückhaltend mit Lob und Blumensträußen. Gut, dass es die Fangemeinschaft gibt und so wurden besagtem Axel Keller und Maik Wagefeld vor dem Anpfiff offiziell „das schwarz-gelbe Trikot“ abgenommen.

Dann ging es los. Da beide Vereine „Veolia“ als Sponsor haben, wich Dynamo aus und spielte in weiß. „Love Dynamo, hate racism“ war unser Slogan, Rostock spielte in blau. Ein paar Idioten im Block der Rostocker taten genau das, was von Anfang an von beiden Vereinen befürchtet wurde. Böller und Bengalos im Rostocker Block erzürnten die Fans unter den Zuschauern und werden wohl wieder ein sportgerichtliches Nachspiel für beide Vereine haben.

Zum Glück blieb es bei dieser einen überflüssigen Kraftprobe.

Es entwickelte sich ein Spiel, was von gröberer Rustikalität lebte. Oft blieb nach einem Zweikampf ein Spieler am Boden liegen, außer einem vereinsfarbenen Turban für Tobias Jänicke gab es aber keine Ausfälle. Endete die 1. Halbzeit nach wenigen, jedoch klaren Chancen auf beiden Seiten mit 0:0, so wurde die zweite Hälfte nicht unbedingt ansehenswerter, aber spannender.

Das 0:1 entstand durch einen direkten Freistoß mit anschließenden Schubsern, einem fallenden Schiedsrichter und der Befürchtung gleich folgender Karten (es blieb bei 2 x Gelb). Im Anschluss versuchte eine stark verunsichert wirkende Dresdner Mannschaft, sich einige Male in den gegnerischen Strafraum hinein zu dribbeln, um dann mit Pässen ins Nichts auch die Rostocker zu verblüffen. Kurz darauf Umstellung auf lange und hohe Bälle, der Erfolg ließ leider warten. Schließlich erbarmten sich die Rostocker, die sich beim Abwehren eines wahrscheinlich vorbei gehenden Schusses den Ball selbst ins Tor legten. Jubel in schwarzgelb und „Danke“ Rostock!

 

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