Wenn man nichts erwartet…

Sonntag, der 02.10.2011 war mal wieder so ein Tag, an dem eigentlich nichts erwartet wurde. Dynamo Dresden spielte beim TSV 1860 München, der bisher alle seine Heimspiele gewonnen hatte so wie Dynamo seine Auswärtsspiele verloren. Klare Vorzeichen eines Spieles, was letztendlich ganz anders verlaufen sollte.

Trainer Ralf Loose hat seine Mannschaft durcheinander gewürfelt. Nicht von den Spielern her, 2 Spieler auszutauschen, ist nicht unbedingt ungewöhnlich, jedoch veränderte er das Spielsystem und verblüffte damit die Heimmannschaft. Die hatten nicht unbedingt mit einer 5er Abwehrkette gerechnet. Robert Koch, Filip Trojan und Mickael Poté als Offensivspieler, die Anderen sollten zuallererst dafür sorgen, dass der 60er Offensivschwung mit 13 Toren in zuvor 4 Heimspielen ausblieb. Dafür wurde sogar der eigentlich gar nicht umstrittene Torwart Dennis Eilhoff auf die Bank ge- und durch den Bayern Wolfgang Hesl ersetzt. Die Begründung von Trainer Ralf Loose, dass die zuletzt vielen Gegentore nach Standardsituationen auf immer wieder ähnliche Art und Weise entstanden, ist nicht unbedingt von der Hand zu Weisen.

http://www.dynamo-dresden.de/de/aktuelles/presse/details/artikel/pote-trifft-die-loewen-ins-herz.html 

Wie dem auch sei, die Sächsische Schweiz ist nicht unbedingt ein Erlebnis für internetfähige Telefone und als es mir erstmalig gelang, ein Netz aufzubauen, stand es bereits 2:0 für die Guten. Natürlich wurden sofort Erinnerungen an das großartige 2:1 vom 09.09.2005 wach und wie ich mich damals mit Marco Vorbeck freute, so jubelte ich diesmal für Mickael Poté. Irgendwie war ich beruhigt und ich fühlte mich sicher, dass es mit dem ersten Auswärtsdreier klappen würde. Das nächste Mal war es bereits Mitte der 2. Halbzeit, die Löwen hatten sich selbst dezimiert und Mickael Poté hatte bereits das 3. Mal eingenetzt. Alles klar in München und in mir erwachte der Zahlenfreak. In diesem Moment steuerten wir auf den höchsten Auswärtssieg in unserer Zweitligageschichte zu und 3 Tore in einem Spiel der 2. Bundesliga erzielte bisher nur Klemen Lavric gegen Eintracht Trier. Ein außergewöhnlicher Nachmittag.

Das es nicht ganz der höchste Auswärtssieg wurde, bekam ich einen Tag später mit und irgendwie passt es ja zu Dynamo, sich gegen Ende noch einen Einschenken zu lassen. Aber wen interessiert das nach einem 4:2 in München wirklich???

 

 

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