Wenn nichts mehr geht, kommt Koch

Es lief die letzte Minute, als Robert Koch im Strafraum abhob und den Ball wuchtig in die Maschen des Tores beförderte. Dann nahm er den Ball und rannte mit ihm und geballter Faust schnurstracks zum Mittelkreis. Er zeigte, da geht vielleicht noch was?! Mit dieser Geste weckte er am 20.05.2011 Mannschaft und Fans gegen Osnabrück, als er das ersehnte Tor im ersten Relegationsspiel erzwang und auch am 30.07.2011 wird mir die „Kochfaust“ in der 70. Minute nach dem 2:3 im DFB-Pokal in Erinnerung bleiben. Auch gestern knisterte es im Anschluss im Stadion und nicht nur ich dachte kurz, ganz kurz, an Leverkusen.

Dabei fühlte sich vor dem Spiel alles gar nicht so schlecht an. Ein wieder gut gefülltes Stadion, Sommer, Sonne, Sonnenschein und ein Gästeblock, in dem sich die Fans von Paderborn gut die Beine vertreten konnten.

Die Niederlage sollte nicht überbewertet werden. Die Mannschaft hat gekämpft. Trainer Ralf Loose hat nun auch sein erste Heimspiel verloren und kann sich jetzt um den Aufbau neuer Serien kümmern. Der hohe Sieg letzte Woche gegen den 1.FC Union Berlin hat das Optimum bei einem sich aufgebenden Gegner demonstriert, das Spiel gegen den SC Paderborn die uns fehlende Cleverness gegen eine defensiv spielende Mannschaft, die bei gefühlten vier Angriffsszenen im gesamten Spiel zweimal erfolgreich ist. Nicht umsonst musste Markus Palionis, der ehemalige Dresdner auf Seiten unserer Gäste, vor dem Spiel etwas länger suchen, ein ihm bekanntes Gesicht zu finden. Mit David Solga, einem neben Robert Koch, Maik Kegel oder Florian Jungwirth, wurde er doch noch fündig.

Wenn sieben Spieler erst vor oder während der Saison verpflichtet wurden, verwundert es nicht, wenn Cidimar, nach rechts startet, während Robert Koch nach links passt. Die Abstimmung zwischen Cheikh Gueye und seinen Nebenleuten wird hoffentlich auch noch besser werden.

Was rasch besser werden muss, sind hoch nach vorn herausgeschlagene Bälle, obwohl da überhaupt kein Schwarzgelber steht. Es wurde Paderborn nicht unbedingt schwer gemacht, gegen das Anrennen der Dynamos zu bestehen.

 

 

 

... und Freistoss DynamoUnsere Ecken und Freistöße in erfolgsversprechenden Positionen gab es genug, leider diesmal mit wenig Erfolg.

Da waren die Paderborner cleverer. Eine ihrer wenigen Ecken führte zum 1:0. Danach taten sie nach vorn nicht mehr viel. Ein direkter Freistoß in der 84. Minute zum 2:0 sah irgendwie sehr lässig aus. Ich kann nicht sagen, war´s die Mauer, war´s unser Torhüter oder war es einfach genial „geschnibbelt“.

Nun ja, unsere Spieler bedankten sich nach dem Spiel für die Untersützung der Fans und die wiederum honorierten die kämpferische Leistung der Mannschaft. Am kommenden Freitag stehen wieder Cristian Fiel und Pavel Fort zur Verfügung und wo ich nach dem Spiel gegen Union Berlin gespannt war, ob es einen Platz geben wird, in eine so erfolgreiche Mannschaft hineinzukommen, bin ich mir jetzt eigentlich sicher, dass sich ein Platz finden wird…

 

 

 

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